Thiemann erwartet gegen Ex-Kollegen ein „normales Spiel“

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Seit seinem Wechsel in der Winterpause hat Raphael Thiemann bereits siebenmal für die IG getroffen.

Bönen - Für die IG Bönen beginnt am Sonntag die Derby-Woche. Erst empfängt sie die SpVg Bönen, eine Woche später, am 1. Mai, gastiert sie beim VfK Nordbögge (jeweils 15 Uhr). Einer der bei allen drei Vereinen schon gespielt hat, ist Raphael Thiemann. Logisch, dass er mit der IG beide Partien gewinnen will.

Erst im Winter wechselte er vom Rehbusch zurück zur IG, wo der offensive Mittelfeldspieler mit 14 Toren mit Abstand erfolgreichster Torschütze war und damit entscheidenden Anteil am Klassenerhalt hatte. „Egal, wo man spielt, es muss Spaß machen,. Und den hatte ich bei der SpVg nicht“, erklärt Thiemann den schnellen Wechsel. Dabei hatte er viele Jahre in der Jugend am Rehbusch verbracht, lediglich unterbrochen von einem Intermezoo beim VfK Nordbögge, mit dem er D-Jugend Meister wurde. Mit der SpVg wiederholte er den Titelgewinn als A-Jugendlicher und stieg sogar in die Bezirksliga auf. Daher hat er also mit fast allen seinen Gegnern in den kommenden beiden Wochen schon zusammengespielt. Dennoch ist es für ihn „ein ganz normales Spiel wie gegen Hölzken.“

Den umgekehrten Weg wie Thiemann gingen in der Winterpause übrigens Arif Suludere und Florian Bednarek, die zuletzt bei der SpVg allerdings nur in der Reserve zum Einsatz gekommen sind. Sie sind nur zwei weitere in einer langen Reihe von Spielern, die schon die Trikots der beiden Bönener Vereine trugen.

Bei der IG hat es Thiemann, der auch als Schiedsrichter im Einsatz ist, seit Ende Februar schon auf sieben Treffer gebracht, dazu kommt einer für die Reserve. Für die SpVg hatte er in seinem halben Jahr viermal getroffen – und ebenfalls einmal für die zweite Mannschaft. Seine Spezialität sind dabei Freistoß, gerne aus größerer Distanz, die er mal aufs, mal vor das Tor bringt. Und die darf er bei der IG wieder häufiger schießen. Im Nachholspiel vor einer Woche bei Yunus Emre rutschte sogar einer aus rund 40 Metern an Freund und Feind vorbei.

Die jüngste Entwicklung des nächsten Gegners hat der 22-Jährige übrigens genau beobachtet: „Zwei Niederlagen in Folge. Es haben aber viele gefehlt, deshalb haben sie wohl verloren.“ Der Respekt vor dem Tabellenzweiten ist aber weiter vorhanden. „Beide Mannschaften sind spielstark, das wird ein heißes Derby“, erwartet Thiemann keinen Klassenunterschied, wenn der Tabellen-14. auf den Liga-Zweiten trifft. Jedes Team kann den Sieg im Ortsduell gut gebrauchen. Die SpVg hat zwar mit nur einem Punkt in den vergangenen drei Wochen die Meisterschaft im Schnelldurchgang verspielt, will aber unbedingt wieder ein Erfolgserlebnis. Da kommt ein Sieg im Derby gerade zur rechten Zeit, um den Frust loswerden. Der Gastgeber schwebt dagegen weiter in Abstiegsgefahr. „Wir müssen die Punkte am Schulzentrum behalten. Ich hoffe, wir holen einen Punkt – Minimum.“ Nach der 3:5-Niederlage gegen Mitkonkurrent Lohauserholz II, der allerdings Verstärkungen wie Goalgetter Timo Hilse aus der Bezirksliga-Elf erhielt, blieb es sechs Punkten Vorsprung auf den möglichen Relegationsplatz. „Wir werden nicht absteigen“, ist sich Thiemann sicher.

Ein Dreier im Lokalduell wäre natürlich ein großer Schritt, zumal man dann eine Woche später gegen Schlusslicht Nordbögge nicht unter ganz so hohem Druck stehen würde. „Wir müssen wir beim 7:2 gegen Wiescherhöfen spielen. Das war top. Da haben wir jede Chance, die wir hatten, reingemacht“, weiß Thiemann, wie es gehen könnte. Im Hinspiel zeigte die SpVg dem Lokalrivalen übrigens die Grenzen auf. Zweifacher Torschütze beim 7:0-Kantersieg war damals übrigens ein gewisser Raphael Thiemann. - bob

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