Fußball

IG-Neuzugang Ismail Budak: "Die Ziele haben mich beeindruckt"

Ein sehr erfahrener Spieler ist Bönens Neuzugang Ismail Budak (links).
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Ein sehr erfahrener Spieler ist Bönens Neuzugang Ismail Budak (links).

Ismail Budak ist der neue Mann für das zentrale Mittelfeld des Fußball-Landesligisten IG Bönen. Der 28-Jährige kommt vom Regionalliga-Aufsteiger RW Ahlen.

Bönen - Der Telgter verfügt über eine interessante sportliche Vita, spielte für den VfL Osnabrück in der 3. Liga, für den SC Verl in der Regionalliga. Ahlen ist sein Ausbildungsverein. Dort spielte der 1,80 m große Budak in der A-Jugend-Bundesliga wie auch bei Arminia Bielefeld. Der Familienvater sprach mit Markus Liesegang über seine Ambitionen mit der IG Bönen.

Sind Sie defensivfähig?

Ja, auf jedem Fall. Wenn der Trainer Defensive verordnet, stelle ich mich auf das Spiel ein. Das ist ja viel Kopfsache.

Ich frage deshalb, weil IG-Trainer Ferhat Cerci ja mit einem 2-3-5 ein offensives System spielen lassen will. Da kommt es auch auf die Mittelfeldspieler an. Die müssen ja mehr nach hinten arbeiten.

Richtig. Aber das System ist nicht so, wie man sich das vorstellt. Es hört sich ja sehr offensiv an, wenn man das richtig umsetzt, ist das ein gutes System. Wir haben es grob angesprochen, müssen das natürlich noch verfeinern und umsetzen. Aber ich denke, wenn das klappt, werden wir damit sehr erfolgreich sein.

Kennen Sie die IG Bönen eigentlich, haben Sie sich vorher informiert?

Wir hatten ja schon Kontakt, Ferhat und ich, als ich bei Preußen Münster gespielt habe. Das war so vor drei Jahren, aber da hatte ich noch einen Vertrag und es ist nicht dazu gekommen.

Die IG spielt zwei beziehungsweise jetzt nach dem Aufstieg drei Ligen niedriger als RW Ahlen. Was hat Sie dazu bewogen, nach Bönen in die Landesliga zu wechseln?

Also, ich hab dieses Familiäre dort gespürt. Ich bin Familienvater mit zwei Kindern. Die Gespräche mit Ferhat und Kemal Cakir (Anm. der Red.: Präsident der IG) haben mir gefallen. Ich habe sofort zugesagt. Dazu kommt, dass mich die Ziele, die der Verein hat, sehr beeindruckt haben.

Sie sehen also das Potenzial im Verein?

Es ist sehr viel Potenzial vorhanden. Dass man es dieses Jahr nicht geschafft haben, eine Liga höher zu gehen, ist schon traurig für den Verein.

Wie sehen Sie Ihre Rolle im Verein? Sehen Sie sich mit dem Hintergrund der Erfahrung aus den höheren Ligen als Stammspieler?

Klar sehe ich mich als Stammspieler. Selbstkritik ist aber vorhanden. Sicher muss ich in der Vorbereitung alles zeigen, Gas geben. Vom Nichtstun steht man nicht auf dem Platz. Für mich zählt, dass die Mannschaft erfolgreich ist. Wenn ich dazu im Mittelfeld beitragen kann, umso besser. Wenn da einer ist, der das dann besser macht als ich, hat er auch verdient zu spielen. Letztlich stellt der Trainer auf. Er ist der Chef. Aber mit meiner Erfahrung sollte ich der Mannschaft im Mittelfeld gut tun.

Was sind Sie für ein Spielertyp? Kommunizieren Sie viel mit den Kollegen?

Auf dem Platz hört man mich schon ein Mal. Egal, ob es das letzte Spiel der Saison ist. Ich will immer gewinnen, die drei Punkte holen. Auch, wenn es nur ein Freundschaftsspiel ist. Ich will immer gewinnen. Da bin ich ehrgeizig. Und wenn die Mitspieler dieses Ziel nicht verfolgen, dann kann ich laut werden, das ist traurig, dann sage ich auch was an.

Kennen Sie Spieler der IG?

Mit Andre Born hab ich schon bei Preußen Münster zusammengespielt. Ansonsten kenne ich einige vom Namen, aber so richtig noch nicht.

Wie schätzen Sie Ferhat Cerci als Trainertyp ein?

Sehr ehrgeizig. Er will, dass seine Mannschaft sehr dominant und auch hart spielt. Sie soll alles spielerisch auflösen. So schätze ich ihn ein. Menschlich ist er ein Supertyp, auch wenn ich ihn ja erst aus ein paar Gesprächen kenne.

Ziel der IG ist der direkte Aufstieg in die Westfalenliga. Sollte das nicht klappen, bleiben Sie dann trotzdem am Ball, sprich: bei der IG?

Ich bin 28. Will noch ein paar Jahre spielen, wenn die Familie mitspielt. Im Gespräch mit Ferhat habe ich auch angedeutet, dass ich nicht mehr wechseln will. Es sollte sozusagen meine letzte Station sein – wenn alles super klappt.

Sie rechnen bei dieser aktuellen Besetzung der IG ja sowieso mit dem Aufstieg, oder?

Der Zusammenhalt ist entscheidend, nicht welche Namen auf dem Platz stehen. Wenn wir es schaffen, eine Mannschaft zu werden, sehe ich gute Chancen auf den Aufstieg. Ziel ist das auf jedem Fall.

Sie sind jetzt in der Münsterland-Gruppe der Landesliga eingestuft, ist es schwerer oder leichter als die Dortmunder Gruppe?

Das kann man nicht sagen. Aber unser Ziel bleibt der Aufstieg.

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