IG-Kapitän Hüseyin Kücük über die Meisterschaft und seine Rolle  

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Abräumer als Sechser, 24-Stundennotdienst und Großer Bruder: Hussein Kücük

Bönen – Seit dem Kreuzbandriss von Aufstiegskapitän Emir Bajric im Spiel gegen den FC Rheda im September 2018 ist dessen Kollege auf der Sechs, Hüseyin Kücük, Kapitän der IG Bönen.

Am Sonntag beginnt für den Bezirksligatabellenführer das neue Fußballjahr mit dem Heimspiel gegen Verfolger SC Cappel. Im Hinspiel am zweiten Spieltag verspielte die IG eine 2:0-Pausenführung und verlor 2:3. Der 32-jährige Kücük spricht über seine Rolle in der Mannschaft und die Erwartungen der Bönener an die Rückrunde.

Herr Kücük, was erwarten sie vom Meisterschaftsneustart am Sonntag?

Wir müssen die ersten beiden Spiele gewinnen und dann von Sonntag zu Sonntag schauen. Das Spiel gegen Cappel ist schon etwas Besonderes. Das Hinspiel war das erste Spiel in der neuen Bezirksliga, das wir verloren haben. Wir haben uns danach zusammengesetzt, darüber gesprochen und tatsächlich die Kurve gekriegt. Das Ziel wird für uns sein, den Abstand zu halten. Jeder wird uns jagen. Aber, wenn wir alle 100 Prozent geben, wird es schon klappen. Wir freuen uns auf den Start.

Der letzte Teil der Vorbereitung verlief ja nicht so optimal. Die Testspiele, die Trainer Ferhat Cerci zur Mannschaftsfindung gedacht hatte, wurden witterungsbedingt abgesagt. Wer wird jetzt spielen?

Wir sind alle ganz gut dabei, haben viel Fitnessarbeit und Krafttraining gemacht, Spinning, waren in der Soccerhalle. Ein hartes Programm. Durch die Spielausfälle am Wochenende hatte ich tatsächlich schon das Gefühl, ich hätte zwei Wochen frei. Am Mittwoch und am Freitag gehen wir auf den Kunstrasen in Rhynern und studieren noch Spielzüge ein und machen Schusstraining. Der Kader ist groß. Jeder will spielen, die Chance nutzen. Außerdem haben wir uns ja richtig gut verstärkt. Mal sehen, wer aufläuft.

Apropos Neuzugänge. Was hinterlassen die bisher für einen Eindruck?

Ferhat hat Spieler ausgesucht, die zu uns passen. Verteidiger Wynal Medjignia ist so gut dabei als ob er schon die Sommervorbereitung bei uns mitgemacht hätte. Im Test gegen Neheim hat er bestimmt 95 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen.

Sie sind ja erst seit kurzem Kapitän. Wie sehen Sie ihre Rolle?

Ich bin immer für die Mannschaft da, quasi 24 Stunden erreichbar und ansprechbar bei jeglichen Problemen, die ein Spieler hat. Eine Art 24-h-Notdienst. Die Jungs vertrauen mir. Ich kenne ja auch fast alle von früher. Sie haben Respekt vor mir. Ich bin ja auch wie Emir ein paar Tage älter und habe schon viele Vereine auch in höheren Ligen kennengelernt. Dann bin ich auch großer Bruder, gebe die Anweisungen von Ferhat weiter. Und ich sorge dafür, dass es in jedem Fall nach dem Spiel Shakehands mit dem Gegner gibt. Die Außenwirkung ist wichtig für uns. Mit der Mannschaft gibt es aber keine Probleme, sie macht Spaß. Ich habe das Gefühl, alle wollen mehr.

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