Kreispokal

IG wirft den zweiten Oberligisten aus dem Pokal

Nach der Zwangspause brauchte die IG (von links Andre Born und Bünyamin Uysal) ein wenig, um ins Pokalspiel zu finden, verdiente sich letztlich aber den Sieg.
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Nach der Zwangspause brauchte die IG (von links Andre Born und Bünyamin Uysal) ein wenig, um ins Pokalspiel zu finden, verdiente sich letztlich aber den Sieg.

Holzwickede – Nach Westfalia Rhynern hat die IG Bönen mit dem Holzwickeder SC den zweiten Oberligisten aus dem Fußball-Kreispokal geworfen. Im ersten Spiel nach der Corona-Quarantäne setzte sich der Fußball-Landesligist mit 2:1 (0:1) durch. Im Viertelfinale trifft der Vorjahresfinalist nun auf den Kreisligisten TuRa Bergkamen.

Die Bönener wurden allerdings nach nur drei Minuten kalt erwischt. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung spielten die Holzwickeder über ihre linke Seite Dario Biancardi im Strafraum frei, der zum 1:0 vollendete. Der Oberligist, der mit einer zweiten Garnitur aufgelaufen war, hatte zunächst leichte optische Vorteile, mehr als zwei Distanzschüsse sprangen aber nicht heraus. Die Partie spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab.

Dort setzten die Gäste, die nach der Zwangsause sichtbar erst ihren Spielrhythmus finden mussten, ihr Pressing an und kamen so zu einigen Ballgewinnen. Torgefahr entwickelten sie allerdings lange nicht. „Die Unsicherheit hat man gespürt“, meinte IG-Trainer Ferhat Cerci. HSC-Coach Alex Schmeing fand die Bönener sogar „erschreckend schlecht in der ersten Halbzeit. Die haben ja auch ein paar Kracher dabei.“

Holzwickede verpasst das 2:0, IG trifft direkt nach der Pause

In der 29. Minute schoss Arif Et von der Strafraumgrenze drüber, im Gegenzug zielte Biancardi aus zehn Metern genau auf Torwart Marcel Klemmer, nachdem die IG-Abwehr unsortiert war. Die letzte nennenswerte Szene Tim Finkhaus, der aus kurzer Distanz freistehend verzog, als die Bönener eine Flanke unterschätzten (36.). Zwischenzeitlich musste Cabuk mit Rippenproblemen vom Feld.

So schlecht der Beginn des ersten Durchgangs für den Landesligisten gewesen war, umso besser verlief der Start in Abschnitt zwei. Bereits in der 46. Minute markierte Yasin Acar den Ausgleich. „Bönen hat sich in der zweiten Halbzeit freigeschwommen, ist besser geworden und wir kontinuierlich schlechter“, meinte Schmeing, während Cerci über die 90 Minuten angesichts der Voraussetzung von einer „überragenden Leistung“ sprach.

Beinahe hätte aber Klemmer, dem ein langer Ball durchrutschte, den zweite Holzwickeder Treffer verschuldet. Doch weil sich Tomislav Ivancic zu viel Zeit vor dem leeren Tor ließ, spitzelte Almin Spahic ihm noch in höchster Not die Kugel weg (54.). Auf der anderen Seite zwang Emre Demir HSC-Keeper Malte Hegemann aus knapp zehn Metern zu einer Glanzparade (59.).

Acar an den Pfosten, Demir ins Tor

Die IG ließ Holzwickede nun mehr Spielanteile, das damit aber wenig anzufangen wusste. Vorne hatte Acar das 2:1 auf dem Fuß. Nach einer Maßflanke von Serhad Gün traf er aber nur den Innenpfosten (73.) und köpfte direkt im Anschluss vorbei. Besser machte es zwei Minuten später Emre Demir. Diesmal hatte Gün geschickt durchgesteckt, sodass Demir frei vor Hegemann abschloss.

Dem HSC fiel nicht mehr viel ein. Für Bönen verpassten Gün nach einem langen Abschlag von Klemmer (85.) und Acar frei vor dem Keeper knapp die Vorentscheidung (87.). Da vom Gastgeber allerdings gar nichts mehr kam, geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr. „Ich kann nur alle Hüte vor der Mannschaft ziehen“, sagte Cerci, der die hohe Laufbereitschaft und die gute Arbeit gegen den Ball lobte.

HSC: Hegemann – Pfaff, Venos, Cinar, Mihajlovic – Finkhaus (64. Türkmen), Duffy (79. Ibrahim), Ivancic, Ünal – Mcleod, Biancardi (82. Schmidt)
IG: Klemmer – Kusakci, Kuhn (46. Dotor Ledo), Spahic, Güvercin – Gün, Uysal (79. Gümüstas), Demir, Cabuk (30. Born) – Et (59. Algan), Acar
Tore: 1:0 Biancardi (3.), 1:1 Acar (46.), 1:2 Demir (75.)

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