IG vor Nachbarschaftsduell mit Bockum-Hövel

IG und der Powerfußball nach dem Anpfiff

Zu mehr als einem Joker-Einsatz in Herbern hat es für Stürmer Yasin Acar in dieser Saison noch nicht gereicht.
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Zu mehr als einem Joker-Einsatz in Herbern hat es für Stürmer Yasin Acar in dieser Saison noch nicht gereicht.

Vom Spitzenplatz ist die IG Bönen am vergangenen Wochenende auf Rang sieben „abgestürzt“. Trainer Ferhat Cerci war aber der freie Spieltag wichtiger als der Blick auf die Tabelle der Fußball-Landesliga, ging seine Mannschaft doch trotz des erfolgreichen Saisonstarts mit zwei Siegen und 12:1 Toren am Stock. Am Sonntag gegen die SG Bockum-Hövel (15 Uhr/Schulzentrum) gibt es nun etwas mehr Alternativen.

Bönen – Die Bockum-Höveler sind eines der sechs Teams, die zuletzt an der IG vorbeizogen. Alle haben sieben Punkte – und damit einen mehr als die Bönener. „Der Start ist gelungen“, sagt SG-Coach David Schmidt zufrieden. Doch er weiß auch, dass mit der IG nun der erste echte Gradmesser für die SG kommt. „Das wird ein ganz anderes Spiel. Wir werden definitiv mehr gefordert“, so Schmidt, dessen Schützlinge bislang dreimal gegen defensiv agierende Gegner antrat. Bönen wird die Partie anders angehen.

Das bewies die IG schon beim 8:0 gegen den TuS Altenberge am ersten Spieltag und anschließend mit dem 4:1-Sieg beim SV Herbern, als die Bönener den Gegner zu Beginn beinahe überfallartig unter Druck setzten und erst drei Tore in elf, dann zwei in den ersten zehn Minuten bejubeln durften.

Angriff ist die beste Verteidigung

Laut Trainer Ferhat Cerci ist die Taktik ein wenig aus der Not heraus geboren: „Wir haben in der Vorbereitung nicht das erreicht, was ich erreichen wollte, läuferisch und von der Fitness her. Da ist es gut, die Power, die man hat, in der Anfangsphase zu nutzen.“ Weil die Bönener bislang ihre ersten sich so ergebenen Möglichkeiten häufig auch vollenden, stellt sich gleich noch ein weiterer positiver Effekt ein. „Er wird dann deutlich einfacher gegen Mannschaften die kompakt stehen und defensiv spielen“, sagt Cerci, der zudem die Chancenverwertung lobt. In der Vorbereitung, aber auch in beiden Abbruchsaisons davor, lag hier eine der Problemzonen.

Gegen das noch ungeschlagene Bockum-Hövel, dem Cerci einen Zugewinn an spielerischer Qualität im Mittelfeld attestiert, wird Bönen wohl wieder direkt nach dem Anpfiff Druck ausüben. „Wir wollen von Anfang an zeigen, wer Herr auf dem Platz ist. Warum sollen wir jetzt den Matchplan ändern?“, fragt der Trainer rhetorisch.

Fünf Spieler fehlen Bönen weiterhin

Dass die IG noch nicht auf dem Level ist, das Cerci vorschwebt, ist vor allem auf die vielen Verletzungen zurückzuführen. „Ich hatte hier auch schon nur neun, zehn Leute beim Training“, sagt der Coach. Für die Abschlusseinheit am Freitagabend hatte er immerhin 15 Zusagen. Die zwei Wochen Pause taten den Bönenern jedenfalls gut, die Spieler konnten sich auskurieren oder den Rückstand auf die fitten Akteure verkürzen.

So kann Cerci wieder mit Emre Demir, Yasin Acar und Sedat Gün planen. Für Samet Akyüz kommt ein Einsatz allerdings zu früh. Jesse Kuhn und Ersin Kusakci (beide Muskelfaserriss) sowie Ismail Budak (Adduktorenprobleme) bleiben auf der Verletztenliste. Dazu fehlen Okan Güvercin (Arbeit) und Adil Elmoueden (Urlaub). Bei Bockum-Hövel muss nur Marc-Andre Wohlrath (Muskelfaserriss) passen.

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