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IG vor Topspiel: „Darauf arbeitet man die ganze Saison hin“

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Von: Boris Baur

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Den Saisonstart hat Ismail Budak verletzungsbedingt verpasst, doch nach drei Spielen in der Startelf fühlt er sich wieder richtig fit.
Den Saisonstart hat Ismail Budak verletzungsbedingt verpasst, doch nach drei Spielen in der Startelf fühlt er sich wieder richtig fit. © Markus Liesegang

Im dritten Jahr in der Fußball-Landesliga – im zweiten absolvierte sie ehrlicherweise nur drei Spiele – wird die IG Bönen den eigenen Erwartungen und denen von außen gerecht. Neun Siege aus zehn Partien, die meisten Tore und die wenigsten Gegentreffer: Die Bönener sind auf Aufstiegskurs und können am Sonntag den nächsten Schritt in die Richtung machen.

Bönen – Am Schulzentrum ist um 14.30 Uhr der SV Eintracht Ahaus beim Spitzenreiter zu Gast. Der ungeschlagene Tabellenzweite ist nach dem ersten Saisondrittel mit drei Punkten Rückstand der einzige Kontrahent in Reichweite, der BSV Roxel als Dritter hat schon fünf Zähler weniger als Bönen. „Wenn wir gewinnen, sind wir auf sechs Punkte weg. Das ist ein großer Sprung“, sagt Mittelfeldspieler Ismail Budak. „Auf so ein Spiel arbeitet man die ganze Saison hin. Das ist schon was Besonderes, da bereitet man sich mental anders vor.“

Die IG könnte sich mit einem Erfolg gegen Ahaus von der Konkurrenz absetzen. Von einer Entscheidung möchte Budak jedoch nicht sprechen, obwohl er natürlich um den möglichen Big Point am Sonntag weiß. „Sechs Punkte sind nicht viel. Das sind nur zwei Spiele, die kann man jederzeit verlieren. Aber für unsere Qualität ist das schon ein guter Vorsprung, auf den wir aufbauen können und müssen.“ Um gegen die Eintracht, die bislang sieben Siege und drei Unentschieden auf dem Konto hat, erfolgreich zu sein, appelliert der 29-Jährige an die einfachen Dinge im Fußball: „Wir müssen die Zweikämpfe annehmen, konzentriert bei der Sache sein und die Tore machen.“

Wichtige Spieler kehren zurück: „Umso mehr Leute, umso besser“

Die Bönener spielen mit Ausnahme der 0:1-Niederlagen gegen Roxel auf dem Papier eine makellose Saison, auf dem Platz hakt es allerdings immer mal wieder. Das hat sicherlich mit der langen Verletztenliste zu tun, die die Mannschaft schon seit der Vorbereitung begleitet. „Wir hatten echt Probleme“, sagt Budak, der selbst den Saisonstart verpasst hatte. „Ich war lange verletzt, hatte einen Muskelfaserriss, der zweimal wieder aufgegangen ist. Aber jetzt fühle ich mich wieder fit.“

Auch wichtige Spieler wie Arif Et oder Emre Demir seien zuletzt in Altenrheine wieder zurückgekehrt. „Umso mehr Leute, umso besser“, meinte der aus Telgte kommende Budak, der bislang in sechs Partien mitgewirkt hat, zuletzt dreimal von Anfang an spielte und dabei zweimal die Kapitänsbinde trug. „Je länger man auf dem Platz steht, desto mehr Selbstvertrauen kriegt man als Spieler“, sagt der Mittelfeldmann, der sich selbst auf einem guten Weg sieht.

„Luft nach oben ist immer“

Das Gleiche gilt für das gesamte Team: „Luft nach oben ist immer, aber wir stehen nicht umsonst da oben“, sagt er. Die Personalsorgen habe die IG bislang gut verkraftet. Kritik übt Budak – und dabei wird er bei Trainer Ferhat Cerci ein offenes Ohr finden – allerdings am Umgang mit den Torchancen. „Wir müssen konsequenter die Dinger wegmachen. Wir haben noch viele Chancen vergeben, sonst hätten wir höher gewinnen können.“

Oder die Partien früher entscheiden können. Nicht nur zuletzt beim 3:1-Auswärtserfolg gegen den SC Altenrheine mussten die Bönener lange um den Sieg bangen. Erst in der Nachspielzeit markierte Et das dritte Tor. Bei den langen Bällen, die der Gegner in der Schlussphase probierte, hätte durchaus einer durchrutschen können, und dann hätte es lange Gesichter im Bönener Lager gegeben. Unvergessen die Begegnung gegen Dorsten-Hardt, als die IG sogar eine 3:0-Pausenführung verspielte, ehe Cabuk in der Nachspielzeit noch zum 4:3 traf.

Die Prinzipien, die der Trainer vorgibt, umsetzt

So hoffen die Bönener im Topspiel auch in diesem Punkt den nächsten Schritt zu gehen. „Wir müssen jedes Spiel fokussiert sein, egal ob es gegen den Zweiten oder den Letzten geht“, fordert Budak, dessen Team in der Hinrunde nach dem Kräftemessen mit Ahaus aus der aktuellen Top Ten der Tabelle nur noch Haltern II fehlt. Der 29-Jährige, der 2020 von Regionalligist RW Ahlen ans Schulzentrum wechselte und zu Beginn seiner Seniorenlaufbahn für den VfL Osnabrück zweimal in der 3. Liga eingewechselt wurde, ist guter Dinge, dass die IG weder gegen Ahaus noch bis zum Winter stolpert. „Wir haben unsere Prinzipien, die uns der Trainer vorgibt und die wir durchsetzen müssen. Wenn wir die beherrschen, kann es nur einen Sieger geben.“

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