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Drei Punkte fürs Gepäck: Weite Fahrt soll sich für IG lohnen

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Von: Boris Baur

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Wieder ins Training eingestiegen ist Emre Demir. Nach seiner Verletzungspause hat er aber noch Rückstand.
Wieder ins Training eingestiegen ist Emre Demir. Nach seiner Verletzungspause hat er aber noch Rückstand. © Boris Baur

Die torgefährlichste Mannschaft der Fußball-Landesliga stand zuletzt fast ohne Offensivleute da. Einziger komplett fitter Akteur mit stetem Drang nach vorne war vor einer Woche Adem Cabuk, der beim 3:1 gegen Senden dann gleich zwei Tore erzielte. Dennoch ist Trainer Ferhat Cerci froh, dass es vor der Auswärtspartie beim SC Altenrheine am Sonntag um 14.30 Uhr wieder etwas besser ausschaut.

Bönen – „Es ist gut, dass wir wieder mehr gelernte Offensivkräfte haben“, so der Coach, der gegen Senden zum Improvisieren gezwungen war und vor allem mit der Vorstellung in der ersten Hälfte nicht einverstanden war. „Ich bin überzeugt, dass wird jetzt anders aussehen“, sagt er. Gegen Senden musste er gelernte Außenverteidiger auf die offensiven Außenpositionen schieben und Sechser Ilker Algan auf die Zehn.

Mehr Schwung sollen dem Tabellenführer nun Semih Yigit, der aus den Flitterwochen zurück ist, sowie Emre Demir und Arif Et verleihen. Die beiden Letzteren sind in dieser Woche wieder ins Training eingestiegen, Cerci muss aber genau schauen, wie viel Einsatzzeit in Altenrheine Sinn ergibt, da das Duo nun schon einige Wochen ausgesetzt hat. Serhad Gün, der zuletzt nach seiner Rippenprellung nur eingewechselt wurde, ist wieder fit. Verzichten muss die IG allerdings weiter auf Zübeyir Kaya und Yasin Acar.

Zusätzlich könnte Linksverteidiger Adil Elmoueden ausfallen, der sich im Training die Leiste gezerrt hat. „In der Defensive sind wir aber gut besetzt“, könnten Cercis Bönener diesen Ausfall wohl verschmerzen.

Das Topspiel gegen Ahaus wirft seine Schatten

Die Verletztenliste bei der IG ist schon seit der Vorbereitung lang, vom angepeilten Weg Richtung Westfalenliga hat sich das Team aber nicht abbringen lassen. Acht Siege aus neun Spielen bedeuten Platz eins mit drei Zählern Vorsprung auf den Zweitplatzierten Eintracht Ahaus. Der ist zwar noch ungeschlagen, hat aber schon dreimal unentschieden gespielt – zuletzt am vergangenen Sonntag beim TuS Altenberge. Beide Mannschaften treffen am Wochenende darauf am Schulzentrum aufeinander.

„Wir wollen mit einer guten Moral und viel Euphorie in das Topspiel gehen“, sagt Cerci und will deshalb in Altenrheine, ein Stadtteil von Rheine, die sechs Partien lange Siegesserie weiter ausbauen. Unterschätzen wird er den SC allerdings nicht. „Altenrheine war vor ein paar Wochen noch Dritter“, meint der IG-Coach über den Gegner, der zuletzt zweimal hintereinander verloren hat und auf Rang sieben abgerutscht ist.

Altenrheine zuletzt zweimal ohne eigenen Treffer

Die Gastgeber sind defensivstark – nur Bönen und Ahaus haben weniger Gegentore kassiert – und auch in der Offensive nicht zu unterschätzen (Platz vier im Ranking. „Sie haben einige schnelle Spieler, die Tempo haben“, sagt Cerci. Ein richtiger Goalgetter hat sich jedoch noch nicht herauskristallisiert. Erfolgreichster Schütze ist Lennart Theismann mit vier Treffern. Nach dem 6:2 bei Viktoria Heiden gelang dem SC zuletzt zweimal kein eigener Treffer.

Das soll nach Cercis Wunsch auch am Sonntag so bleiben. „Wenn man so weit fährt, soll es sich auch lohnen“, will der IG-Trainer gut gelaunt mit drei Punkten im Gepäck die 100 Kilometer lange Heimreise antreten.

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