Fußball-Kreispokal

IG und SpVg im Pokal-Achtelfinale nur Außenseiter

IG-Stürmer Arif Et hat zumindest seine Muskelprobleme in der zweiwöchigen Zwangspause überwunden.
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IG-Stürmer Arif Et hat seine Muskelprobleme in der zweiwöchigen Zwangspause überwunden.

Bönen – Erstmals seit vielen Jahren haben wieder zwei Teams aus der Gemeinde das Achtelfinale im Fußball-Kreispokal erreicht. Die Vorfreude auf die Partien am heutigen Mittwochabend könnte aber größer sein bei der IG und der SpVg Bönen. Schuld daran ist die Corona-Pandemie.

Die IG Bönen hat eine zweiwöchige Quarantäne hinter sich. Am Montag begrüßte Trainer Ferhat Cerci seine Schützlinge erstmals wieder beim Training. „Die Jungs sind alle erleichtert und glücklich gewesen“, berichtet der Coach. Nichts Weltbewegendes habe er in der Dreiviertelstunde gemacht, vor allem Ballgefühl sollten die Spieler zurückgewinnen.

Nun folgt gleich eine Partie, die der Landesligist nur mit einer großen Kraftanstrengung ordentlich bewerkstelligen wird. Die Bönener gastieren beim zwei Klassen höher spielenden Holzwickeder SC (19 Uhr/Montanhydraulik-Stadion), der mit fünf Siegen in die Oberliga-Saison gestartet ist. Angesichts der zu erwartenden anstrengenden 90 Minuten befürchtet IG-Coach Ferhat Cerci Muskelverletzungen bei seinen Spielern aufgrund des Quasi-Kaltstarts. Deshalb schont er angeschlagene Akteure. Ismail Budak, Zübeyir Kaya, Ilker Algan und Samet Akyüz werden daher nicht zum Kader gehören. Immerhin hat Arif Et seine Muskelprobleme auskuriert. „13, 14 Leute werden wir zusammenbekommen“, so Cerci.

Trainingsspiel-Charakter statt Pokal-Fight

Der Bitte um eine Verlegung der Partie, die wegen des fehlenden Flutlichts in Bönen in Holzwickede ausgetragen wird, kam der HSC übrigens nicht nach, weil der Spielplan in der 21er Staffel in den kommenden Wochen zu eng ist.

Nach dem 7:5-Erfolg nach Elfmeterschießen gegen Oberligist Westfalia Rhynern in der zweiten Pokalrunde hatten sich die Bönener, immerhin Finalist der Vorsaison, eigentlich auf das nächste Pokal-Highlight gefreut. Jetzt spricht Cerci lediglich von einer „Trainingseinheit“ mit Blick auf die Meisterschaft am Sonntag. „Wir waren auf einem richtig guten Weg“, hadert der IG-Coach mit der Zwangspause. Die Partie beim HSC soll den Rhythmus zurückbringen. „Wir wollen uns teuer verkaufen. Jeder soll an seine Leistungsgrenze gehen“, sagt der IG-Coach. Im Vorfeld der Partie gegen Rhynern hatte das kämpferischer geklungen.

SpVg gegen den A-Liga-Aufstiegskandidaten

Auch die SpVg Bönen hatte ein unverhofftes freies Wochenende. Beim Gegner vom vergangenen Sonntag, dem VfK Weddinghofen, gab es einen Coronafall, die A-Liga-Begegnung wurde abgesagt. Inwieweit die Pause seiner Mannschaft für das anstehende Pokalspiel gegen den VfL Kamen (19 Uhr/Rehbusch) geholfen hat, wollte Trainer Tayfun Basyigit nicht beurteilen. Immerhin kehrt Sören Symmank nach seinem Muskelfaserriss in den Kader zurück. Weiter fehlen wird dagegen Yannic Weißenberg, der beim Training einen Rückschlag erlitten hat. Außerdem sind Cengiz Güner und Justin Nowak verhindert.

Mittelfeldakteur Sören Symmank kehrt für die Partie gegen Kamen in den Kader der SpVg zurück.

Nachdem die SpVg in der zweiten Pokalrunde mit der SG Bockum-Hövel einen Landesligisten (5:3 nach Elfmeterschießen) aus dem Wettbewerb geworfen hat, kommt es im Achtelfinale nun zum Kreisliga-Duell. Wesentlich einfacher dürfte es aber nicht werden. Der VfL ist der Topfavorit der A1 und nach Startschwierigkeiten mit einer Niederlage und einem Sieg mittlerweile gut in Fahrt. Aus den letzten drei Partien sammelte nicht nur drei Siege, sondern auch 25:2 Tore. Zweimal erzielten die Kamener elf Treffer, Mitkonkurrent Eintracht Werne zeigten sie beim 3:0 klar die Grenzen auf. „Das ist ein dickes Ausrufezeichen. Sie bringen es jetzt auf den Platz“, sagt Basyigit.

Der SpVg-Coach will sich mit seinem Team nicht verstecken und setzt auf den Kampfgeist seiner Truppe. Da wegen des fehlenden Flutlichts auf dem Rasenplatz auf Asche gespielt wird, kommt dem Einsatzwillen vielleicht die entscheidende Bedeutung zu.

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