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Spitzenspiel für den Tabellenführer: IG erwartet Werner SC

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Von: Boris Baur

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Vor der Rückkehr in den IG-Kader steht Arif Et. Ob es schon für Sonntag reicht, entscheidet sich kurzfristig.
Vor der Rückkehr in den IG-Kader steht Arif Et. Ob es schon für Sonntag reicht, entscheidet sich kurzfristig. © Liesegang Markus

Die IG Bönen ist mit dem 6:0-Sieg bei der SG Borken an die Tabellenspitze der Fußball-Landesliga zurückgekehrt und möchte dort nun länger bleiben, als die zwei Wochen zu Saisonbeginn. Am Sonntag kann der Aufstiegskandidat mit dem Werner SC einen direkten Konkurrenten distanzieren.

Bönen – Der WSC erlebt derzeit ein Wechselbad der Gefühle. Nach einer überraschenden 0:2-Niederlage beim TuS Altenberge, den die IG zum Saisonauftakt noch 8:0 besiegt hatte, gewannen die Werner am Freitag vor einer Woche das prestigeträchtige Derby gegen den SV Herbern mit 1:0, um dann am Donnerstag im Kreispokal gegen den Liga-Konkurrenten VfL Senden mit 1:4 auszuscheiden. In der Liga rangieren die Gäste mit einem Punkt weniger als die IG in Lauerstellung auf Platz drei, haben allerdings eine Partie mehr als die Bönener absolviert.

Für IG-Coach Ferhat Cerci unterscheidet sich der kommenden Gegner von den meisten Mannschaften in der Landesliga-Staffel 4. Die seien meist körperlich robust, großgewachsen und agieren mit viel Präsenz in den Zweikämpfen. „Werne ist da ein bisschen anders. Sie kommen über das Spielerische.“ Dazu lobt Cerci die „torgefährlichen“ Angreifer Chris Thannheiser und Jannik Prinz. Ersterer ist WSC-Urgestein und feierte im Derby sein Startelfdebüt in dieser Saison, nachdem er sich im August die Achillessehne angerissen hatte. Letzterer gehörte bei der Hammer SpVg II zu den Schützlingen von Cerci. Mit Lars Müller sitzt zudem ein Mann auf der Trainerbank, unter dem Cerci sogar noch bei der HSV selbst aktiv war. „Wir tauschen uns hin und wieder über die Gegner aus. Er kennt die Liga auch ein bisschen besser als ich“, freut sich Cerci auf ein Wiedersehen.

Keine neuen Verletzten, für die Bönener schon ein Glücksgefühl

Der IG-Coach hofft, dass seine Mannschaft die Vorstellung aus dem Borken-Spiel konservieren kann. „Da haben wir vor allem in der zweiten Halbzeit oft schnörkellos und zielstrebig mit wenig Kontakten gespielt. „Das Ziel ist, das beizubehalten“, sagt Cerci. Zumindest personell sind die gleichen Voraussetzungen gegeben, denn die 15 Akteure inklusive der beiden Torhüter sowie des Sportlicher Leiters und Standby-Spielers Hüseyin Kücük, die in Borken überzeugten, stehen allesamt erneut bereit. „Dass wir keine weiteren Verletzten hatten, hat mich neben den drei Punkten am meisten glücklich gemacht“, sagt Cerci aufgrund der angespannten Lage.

Eventuell kehren Mohammed Bulut und Arif Et in den kleinen Kader zurück. Bulut, der sich gegen Dorsten-Hardt eine Zerrung zugezogen hatte, hat am Mittwoch wieder mittrainiert. Et, der zuletzt am 19. September beim 5:2 gegen die SG Bockum-Hövel mitwirkte, war in der Woche laufen. Cerci wollte bei beiden das Abschlusstraining abwarten. „Wir gucken, ob wir einen Einsatz riskieren können oder ob das Risiko zu groß ist, dass es einen Rückschlag geben könnte“, würde der IG-Coach eher auf Nummer sicher gehen. Schließlich gehe seine Mannschaft seit Wochen mit der angespannten Personallage hervorragend um. „Da bin ich stolz drauf, wie wir das mit einem so kleinen Kader machen.“

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