IG-Trainer Cerci klagt vor dem Start gegen Altenberge über Personalnot

Yassin Acar steht der IG Bönen zum Auftakt gegen Altenberge nicht zur Verfügung.
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Yassin Acar steht der IG Bönen zum Auftakt gegen Altenberge nicht zur Verfügung.

Die neue Saison hat noch gar nicht richtig begonnen, und schon muss die IG Bönen mit dem Pokal-Aus gegen Kreisligist Herringen den ersten Rückschlag verarbeiten.

Bönen – „Das ist vergessen, wir gucken nach vorne“, sagt Ferhat Cerci, Trainer des Fußball-Landesligisten. Wenn die Bönener am Sonntag (15 Uhr, Sportplatz am Schulzentrum) zum Liga-Start auf den TuS Altenberge treffen, erwartet der IG-Trainer eine Reaktion von seiner Mannschaft. „Wir wollen mit einem Sieg starten“, sagt Cerci.Man habe das Herringen-Spiel unter der Woche aufgearbeitet.

Zu viele Chancen für zu wenig Tore

„Die Niederlage war unnötig, wir hatten gefühlt 80 Prozent Ballbesitz“, erklärt der IG-Trainer. Er bemängelt, dass sein Team daraus zu wenig gemacht habe. „Wir schlagen kein Kapital aus unseren Chancen. Das zieht sich schon durch die gesamte Vorbereitung.“ Zudem fordert der Bönener mehr Tempo nach Balleroberungen: „Wir waren gegen Herringen in manchen Situationen zu behäbig. Da muss der Ball schneller laufen.“ Um in die Saison zu finden, will Cerci vor allem in der Frühphase der Saison die „Grundtugenden des Fußballs“ von seiner Mannschaft sehen: Über Laufbereitschaft und Zweikampfstärke will die IG in den nächsten Wochen zu mehr fußballerischer Leichtigkeit kommen, die in einer durchwachsenen Vorbereitung noch fehlte. „Aller Anfang ist schwer. Aber wir werden von Woche zu Woche besser spielen“, ist sich Cerci sicher.

Sieben fallen aus, zwei sind fraglich

Auch wenn die Bönener einige spielerische Defizite schon bis zum Altenberge-Spiel beheben können – bleiben werden die personellen Sorgen. „Es trifft uns derzeit hart“, sagt Cerci. Sieben Spieler fallen am Sonntag sicher aus: Serhad Gün, Samet Akyüz, Ismail Budak, Emre Demir, Yassin Acar und Arif Et fehlen verletzt, Muhammed Bulut sah gegen Herringen die Gelb-Rote Karte und ist gesperrt. Zudem ist der Einsatz von Adil Elmoueden und Semih Yigit fraglich.

Cerci führt die lange Verletztenliste auch auf den Wiedereinstieg nach fast neunmonatiger Wettkampfpause zurück. „Die meisten Spieler haben sich in Testspielen Muskelverletzungen zugezogen. Die Belastung ist eben noch mal eine andere als im Training“, sagt Cerci, der ähnliche Probleme bei anderen Klubs beobachtet. Auch habe sein Team weite Teile der Vorbereitung auf einen Physiotherapeuten verzichten müssen. „Wir müssen jetzt das Beste aus der Situation machen.“ Die Bönener Ersatzbank wird allerdings dünn besetzt sein.

Sofort eine Standortbestimmung

Die Gäste aus dem Münsterland, bekannt für ein kompaktes Auftreten und ihre kompromisslose Abwehrarbeit, sind gleich zum Saisonstart eine Standortbestimmung für die ambitionierte IG. Zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs im vergangenen Jahr führte der TuS mit 16 Punkten aus acht Partien die Tabelle an, Bönen stand zu diesem Zeitpunkt bei sechs Zählern aus lediglich drei Spielen. Ein direktes Aufeinandertreffen beider Teams hatte es noch nicht gegeben. „Das ist kein leichter Gegner“, sagt Cerci. Er macht allerdings auch deutlich, dass er nach der langen Pause von Prognosen nicht viel hält. „Wir wissen nicht, wo wir stehen. Die wissen nicht, wo sie stehen. Das wird sich in den nächsten Wochen zeigen.“ Und eine erste Kostprobe ihres Leistungsvermögens werden die Teams schon am Sonntag in Bönen abgeben.

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