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IG startet in den zweiten Teil des Unternehmens Aufstieg

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Von: Boris Baur

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Fünf intensive Wochen hat IG-Coach Ferhat Cerci (hier mit seinem Co-Trainer Evren Karka) in der Vorbereitung geplant.
Fünf intensive Wochen hat IG-Coach Ferhat Cerci (hier mit seinem Co-Trainer Evren Karka) in der Vorbereitung geplant. © Markus Liesegang

Nur 14 Tage nach dem letzten Spiel im alten Jahr begrüßte Trainer Ferhat Cerci die Fußballer der IG Bönen am Montagabend bereits wieder zum Trainingsauftakt. Der Zeitplan ist straff, schließlich steht am 6. Februar schon das nächste Meisterschaftsspiel auf dem Programm.

Bönen – Der Bönener Tabellenführer sehnt diesen Sonntag herbei, weil er mit der Partie bei Viktoria Heiden die Hinrunde abschließt. Das wäre ein großer Schritt, denn wenn alle geplanten Spiele an diesem Tag stattfinden, wären 50 Prozent der Saison ausgetragen und dann könnte auch die Landesliga-Staffel 4 gewertet werden, auch wenn wegen der Corona-Pandemie abgebrochen werden muss.

Sportlich scheint der IG der Aufstieg kaum mehr zu nehmen. Bei 14 Siegen aus 15 Begegnungen sowie und sieben Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten – und sogar 13 auf den Dritten. Doch es sind natürlich noch 17 Spiele zu absolvieren, und deshalb wird Trainer Ferhat Cerci in den kommenden Wochen alles unternehmen, um seine Mannschaft perfekt vorzubereiten. „Ich habe den Jungs gesagt, dass die Rückrunde deutlich anstrengender als die Hinrunde wird“, so der Coach, der an die Erfolge natürlich anknüpfen möchte.

Nur zwei Absagen wegen Arbeit beim Trainingsauftakt

Zu schaffen gemacht hat den Bönenern in der Hinserie vor allem die personelle Lage. Durch die vielen, meist wochenlangen Ausfälle aufgrund von Verletzungen war das Aufgebot an den Spieltagen meist erheblich ausgedünnt. Doch weil sich das zum Ende des Jahres hin erheblich besserte und am Trainingsauftakt alle Akteure mit Ausnahme zweier beruflich bedingter Absagen teilnahmen, verzichtete der Aufstiegskandidat auf Transfers im Winter.

„Unser Kader ist breit aufgestellt. Und es spricht alles für uns“, erklärt der Sportliche Leiter Hüseyin Kücük, weshalb dem bisherigen Team – wenig überraschend angesichts der bisherigen Ergebnisse – das Vertrauen geschenkt wird. Abgänge gab es auch nicht, so dass die IG, nur wenn sich kurzfristig etwas ergeben sollte, noch im Winter aktiv wird. „Wir halten Augen und Ohren offen, aber im Moment ist nichts geplant“, ergänzt Cerci, der wenn von „Perspektivtransfers“ sprach.

Vertragsverlängerung? Cerci ist aktuell anderes wichtiger

Kücük kümmert sich deshalb so langsam um den Kader für die kommende Saison. Allen voran wird er mit dem Trainerduo Cerci und Evren Karka Gespräche führen. Beide standen schon zu Kreisliga-Zeiten an der Linie – und stehen nun vor dem dritten Aufstieg. Für Kücük steht einer Fortsetzung nichts im Weg. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir so weiterarbeiten werden. Wir sind zufrieden, auch der Herr Cakir. Sie machen ihre Sache sehr gut“, sagt der 35-Jährige, kurz bevor er am Montag selbst die Trainingssachen überzog. „Das macht weiter Spaß mit den Jungs zu zocken.“ Außerdem sei es eine gute Sache, dass er als Sportlicher Leiter die Spieler so auch unter der Woche sehe. In der Hinrunde kam er aufgrund der Personalnot auch einige Male zum Einsatz.

Cerci denkt über eine Vertragsverlängerung nach, schieb sie jedoch nach hinten. Zunächst möchte er die gesteckten Ziele mit der Mannschaft, aber auch persönliche erreichen. Er macht sich durchaus Gedanken, strebt den nächsthöheren Trainerschein an, will auch Zeit für die Familie haben. Derzeit hat allerdings für ihn sowieso das Tagesgeschäft Vorrang.

Dreigeteilte Vorbereitung

Die Vorbereitung mit je fünf Einheiten die Woche hat er dreigeteilt. In den ersten zehn Tagen stehen Grundlage, Ausdauer und Kräftigung im Vordergrund, danach sollen Übungen zum Zweikampfverhalten, zu Spritzigkeit und Schnelligkeit folgen, dann geht es in die Nähe von Side in die Türkei.

Vom 22. bis 30. Januar wollen die Bönener nach Antalya fliegen. „Das ist super, dass wir dann, wenn der Feinschliff gemacht werden muss, im Trainingslager sein können.“ Cerci möchte im taktischen Bereich arbeiten, Spielzüge einstudieren und Standardsituationen durchspielen. Auch ein Testspiel soll organisiert werden. „Und für den Zusammenhalt ist das auch eine super Sache.“

Viel vor mit dem großen Kader

Beim Auftakttraining waren die Bedingungen im nasskalten Hamm allerdings deutlich schlechter. Dennoch konnte sich Cerci bei der ersten Einheit ein Lächeln nicht verkneifen. „Ich habe zu Evren gesagt, wie schön das ist, dass wir 18, 19 Mann beim Training haben“, erzählt er. In der Hinrunde war das nie der Fall. „Ich konnte meinen Plan, den ich mir vorher gemacht habe, oft nicht umsetzen, weil wir nicht genügend Leute waren. Mit elf, zwölf Spielern ist es schwer, einen vernünftigen Trainingsablauf umsetzen“, meint Cerci. Deshalb hofft er, dass der Kader nicht erneut durch Verletzungen oder gar durch den Coronavirus in Mitleidenschaft gezogen wird.

Die Verantwortlichen setzen im Training derzeit auf die vorgeschriebene 2G-Regelung für den Freiluftsport, verzichten laut Kücük auf eine zusätzliche Testpflicht der Teilnehmer. „Wer aber Symptome hat, soll Bescheid sagen und zuhause bleiben“, sagt der Sportliche Leiter: „Da soll keiner einen falschen Ehrgeiz haben.“

Testspiele

12. Januar: Osmanlispor Dortmund (A/19.30 Uhr)
15. Januar: Westfalia Kinderhaus (H/14.00 Uhr)
20. Januar: SC Preußen Münster II (A/19.30 Uhr)
2. Februar: SV Westfalia Rhynern (A/19.30 Uhr)

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