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IG gewinnt Topspiel und setzt sich von den Verfolgern ab

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Von: Boris Baur

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Die Entscheidung im Spiel und vielleicht schon mehr... Arif Et, der gleich noch den Keeper umspielt, auf dem Weg zum 3:1.
Die Entscheidung im Spiel und vielleicht schon mehr... Arif Et, der gleich noch den Keeper umspielt, auf dem Weg zum 3:1. © Baur Boris

Am zwölften Spieltag der Fußball-Landesliga 4 hat die IG Bönen einen vielleicht vorentscheidenden Schritt in Richtung Aufstieg gemacht. Im Topspiel schlugen die Gastgeber am Schulzentrum den direkten Verfolger SV Eintracht Ahaus mit 3:1 (1:1) und haben nun fünf Punkte Vorsprung auf den zweiten Platz, den der BSV Roxel übernommen hat.

Bönen – „Ich habe der Mannschaft gesagt, wenn alles klappt, haben wir bis zur Winterpause mehr als sechs Punkte Vorsprung“, wagte der „sehr zufriedene“ Trainer Ferhat Cerci schon einen Blick in die Zukunft.

170 Zuschauer – darunter einige aus dem knapp 100 Kilometer entfernten Ahaus an der niederländischen Grenze – gaben dem Spitzenspiel Erster gegen Zweiter einen würdigen Rahmen. Neben den trommelnden Bönener Fans sorgte auch eine singende Gruppe SVE-Anhänger für gute Stimmung. Und die Akteure auf dem Rasen gaben in der intensiven Partie von Beginn an alles.

Die IG musste kurzfristig auf Innenverteidiger Damir Kurtovic verzichten, der sich am Sonntagmorgen krankgemeldet hatte. Dafür rückte Samet Akyüz in die Startelf.

Früher Rückstand schockt Bönen nicht

Es dauerte nur sieben Minuten bis zum 0:1. Jan Kröger hatte erfolgreich abgeschlossen und Cerci kurz die Laune verdorben. „So früh in Rückstand zu geraten ist ärgerlich“, sagte er: „Aber wir haben Moral bewiesen.“

Bönen übernahm danach die Initiative, hatte ein optisches Übergewicht – zumindest bis zum Strafraum. Denn Ahaus verteidigte gut, so dass nur wenige gefährliche Szenen entstanden. Emre Demirs Versuch wurde knapp neben den Pfosten gelenkt (12.), Adem Cabuk hatte Platz für seinen Kopfball, geriet aber in Rücklage und der Ball flog weit drüber (24.). Danach wurde die IG erst in der Schlussphase der ersten Hälfte wieder gefährlich. Ismail Budak probierte es mit einem Schuss (44.), dann rutschte Yasin Acar nach einem Pass über die Eintracht-Abwehr vor Keeper Jonas Averesch weg (45.). Daraus entstand aber immerhin der Freistoß am linken Strafraumeck, den Akyüz im Gewühl zum Ausgleich ins Tor beförderte.

Bönener glauben an ihre Stärke

„Wir haben in Rückstand die Ruhe bewahrt“, meinte Cerci: „Wir haben mittlerweile so viel Selbstbewusstsein. Die Jungs haben mir in der Kabine gesagt: ‘Wir gewinnen das Spiel auf jeden Fall.’ Wir glauben an unsere Stärke.“ Mit breiter Brust startete die IG dann auch in den zweiten Durchgang. Nur vier Minuten nach Wiederbeginn erwischte Budak eine schöne Flanke von Cabuk mit dem Kopf nicht richtig. Aber auch Ahaus hatte nun seine Aktionen. Kröger scheiterte von halbrechts an IG-Schlussmann Marcel Klemmer (51.), eine Minute später zielte Lennart Varwick aus 16 Metern drüber. Das Topspiel nahm weiter Fahrt auf.

In der 58. Minute hatte Bönen dann das „Glück des Tüchtigen“, wie auch Cerci konstatierte. Den eigentlich ungefährlichen Drehschuss von Budak aus 16 Metern fälschte Till Dresemann gegen die Laufrichtung seines Torwarts ab: 2:1 für die IG. Die ließ den Gegner etwas mehr kommen, um Räume für Konter zu haben. Beide Mannschaften verteidigten aber weiterhin stark. Die nennenswerten Szenen von Ahaus durch Kleine Schonnefeld ans Außennetz (59.), Kröger gegen Klemmer (62.) und die an die Latte gezirkelte Ecke von Justus Schücker waren eher Halbchancen – halbgar meist auch Bönens Gegenstoßversuche.

Et macht den Deckel drauf

In der 89. Minute die Erlösung für die Gastgeber. Rechtsverteidiger Ersin Kusakci eroberte einen Ball, startete gleich nach vorne und erhielt den Pass in den Lauf. Seine Hereingabe erreichte Arif Et, der sich gegen zwei Gegenspieler durchsetzte, vor Averesch die Ruhe behielt und überlegt zum 3:1 einschob. Die Entscheidung, obwohl Serhad Gün noch seine zweite Gelbe Karte in nur 16 Minuten Einsatzzeit sah.

IG: Klemmer – Kusakci, Akyüz, Spahic, Güvercin (65. Elmoueden) – Budak, Algan – Cabuk (76. Gün), Demir (70. Et), Gün – Acar (85. Kuhn)
Eintracht: Averesch – Kleine Schonnefeld (79. Hoffmann), Brillert, Dresemann, Sicking – Kröger, Reinfeld (66. Schücker), Büsker, Lovermann – Bolat, Varwick
Tore: 0:1 Kröger (7.), 1:1 Akyüz (45.), 2:1 Budak (58.), 3:1 Et (89.)
Gelb-Rote Karte: Gün wegen Foulspiels und Meckerns (90.+2)

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