Fußball

Böse Überraschung für die IG Bönen

Ratlose und enttäuschte Mienen: Die IG Bönen scheitert am A-Kreisligisten SVF Herringen mit 5:6 nach Elfmeterschießen.
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Ratlose und enttäuschte Mienen: Die IG Bönen scheitert am A-Kreisligisten SVF Herringen mit 5:6 nach Elfmeterschießen.

17.10 Uhr an Schacht Franz: Elf Spieler begruben SVF-Torwart Dominik Kloß im Fünfmeterraum unter sich. Bedröppelt standen die elf Gegner dagegen am Mittelkreis. Kloß hatte soeben den sechsten Elfmeter, getreten von IG Bönens Abwehrchef Damir Kurtovic gehalten. Er entschied damit das an sich ungleiche Kreispokalgastspiel zugunsten des Kreisligisten SVF Herringen, der damit mit 6:5 nach Elfmeterschießen (0:0, 0:0) triumphierte.

Hamm - „Elfmeterschießen halt“, urteilte Bönens Coach Ferhat Cerci nach der Entscheidung. „Wir haben es nicht geschafft aus 80 Prozent Ballbesitz Kapital zu schlagen und müssen uns an die eigene Nase fassen.“ Cerci gratulierte umgehend Sven Pahnreck, der selbstredend „sehr zufrieden“ war. „Es ist ein schönes Erlebnis, was aber verdient war“, lobte er den disziplinierten Auftritt seiner Mannschaft. „Wir waren läuferisch sehr stark, haben auch zwei Chancen gehabt und wir waren immer in Überzahl am Mann. Das musst du auch bei solch starken Spielern.“ Die Herringer hatte in der ersten Hälfte sogar zwei Großchancen, als die Bönener Deckung patzte: Marvin Krause setzte den Ball neben das Tor, Justin Sporkert schoss nach seinem Sololauf Torwart Marcel Klemmer an.

Bönen ohne einige Leistungsträger

Auch wenn Bönen auf einige Leistungsträger verzichten musste, zudem Ismail Budak nach 22 Arif Et nach 65. Minuten verletzt runter mussten. Die Elf, die auf dem Platz stand, war keineswegs eine B-Elf. Und Hüsseyin Kücük, eigentlich Sportlicher Leiter der IG, der für Budak auflief, spielte trotz Trainingsrückstand sicher nicht schlecht. „Nein, die Elf hätte immer noch gewinnen müssen. Aber man hat gesehen, dass Ballbesitz nicht reicht. Wir hätten einfach schneller spielen und mehr Entschlossenheit beim Abschluss gebraucht“, ärgerte sich Cerci. Kurz vor dem Abpfiff standen Zübeyir Kaya, Serhat Gün und Adem Cabuk drei Herringern gegenüber. Cabuk überlief seinen Gegenspieler – und versuchte einen Chipball auf Gün statt scharf reinzupassen. Den klärte Jan-Philipp Faros zur Ecke. Zuvor hatte Kücük den Torjubel schon auf den Lippen. Ersin Kusakci hatte den Ball von Rechtsaußen auf den Elfmeterpunkt platziert, kücük ihn direkt genommen. Kloß bekam die Fingerspitzen noch dran und lenkte zur Ecke. Im nächsten Angriff setzte der aufgerückte Innenverteidiger Jesse Kuhn die Kugel nach einer Fllanke von Muhammed Bulut knapp über den rechten Torwinkel. Die letzte Konsequenz, vielleicht auch Konzentration fehlte den überlegenen Bönenern.

In der Schlussphase verloren einige Spieler des turmhohen Favoriten auch noch die Nerven. Bulut sah zunächst die Gelbe Karte nach Foul an Zweikampfsieger Simon Brömmelhaus mit Ballwegschlagen. Kurz darauf wurde er an der Mittellinie gelegt, revanchierte sich umgehend und verließ den Platz nach der zwangsläufigen, zweiten Verwarnung.

Stark war die IG vor allem driekt nach dem Seitenwechsel als zehn Minuten lang Welle für Welle Richtung Herringer Tor brandete. Aber immer war entweder ein Herringer Bein dazwischen oder aber der Ball landete drüber oder neben dem Tor.

Zur Pause hatte Pahnreck noch nicht daran geglaubt, ins Elfmeterschießen zu kommen. „Bis zur Pause ein 0:0 ist schon gut. Wir wollten uns hier nicht abschlachten lassen“, äußerte er, um dann nach dem zwölften Elfmeter mit der Mannschaft zu jubeln.

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