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IG ist für den Aufstieg gerüstet

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Von: Rainer Gudra

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Beste Laune herrschte bei den Akteuren der IG Bönen während der Tage in der Türkei.
Beste Laune herrschte bei den Akteuren der IG Bönen während der Tage in der Türkei. © Kücük

Nach der Rückkehr der IG Bönen vom einwöchigen Trainingslager in der Türkei fühlt sich der souveräne Spitzenreiter der Fußball-Landesliga für den Rest der Spielzeit gut gerüstet. Einem Härtetest unterzieht sich das Team von Trainer Ferhat Cerci am Mittwochabend beim Oberligisten Westfalia Rhynern.

Bönen - Tabellenführer IG Bönen ist für die zweite Serie in der Fußball-Landesliga (4) bestens gerüstet. Am späten Sonntag landete die mehr als 20-köpfige Gruppe nach einem einwöchigen Trainingslager an der türkischen Mittelmeerküste wieder in Düsseldorf. In Side wurde zuvor mit täglichem Training und einem Test gegen den Viertligisten Manavgatspor am sportlichen Feinschliff gearbeitet, mit diversen anderen Maßnahmen rundherum auch an der Optimierung der Teamchemie.

Die Verantwortlichen lassen nichts aus, damit möglichst schon vor dem Saisonfinale am 6. Juni daheim gegen Heiden der Aufstieg in die Westfalenliga gefeiert werden kann. „Es hat alles wunderbar geklappt und gepasst wie gewünscht. Organisation und Anlage waren top, alle hatten ihren Spaß“, berichtet der Sportliche Leiter, Hüseyin Kücük, der vor allem angetan davon war, wie gut die Spieler miteinander auskommen: „Es ist in der Freizeit viel in großen Gruppen gemacht worden, und auch beim Spiel haben die, die draußen standen, das Team bis zum Ende mitgecoacht und angefeuert. Bei aller sportlichen Konkurrenz stimmt es in der Truppe.“

Tägliche Trainingseinheiten

Nun muss sie auf hohem Niveau weiter liefern. Schon jetzt hat die IG Bönen in der Liga die beste Abwehr mit nur zwölf Gegentoren in 15 Spielen sowie den besten Angriff mit 55 Toren – erzielt hauptsächlich von Adem Cabuk und Zübeyir Kaya (je zehn) sowie weiteren vier Spielern mit fünf und mehr Treffern. Und trotz dieser Top-Werte gab es für Trainer Ferhat Cerci in den täglichen Einheiten unter mediterranen Bedingungen genügend Ansatzpunkte zur weiteren Verbesserung im taktischen Bereich. „Wir haben noch einmal verstärkt auf Spielzüge geachtet, dann auch auf unser Anlaufverhalten, um den Gegner unter Druck zu setzen – und auf Standardsituationen“, sagt Kücük. Wobei da der Schwerpunkt schon eher auf der Verteidigung von Eckbällen und Freistößen lag, denn: „Sechs oder sieben unserer zwölf Gegentore haben wir nach ruhenden Bällen kassiert.“ Dies geschah vor allem in Kopfball-Situationen, aber auch „bei zweiten Bällen für den Gegner, wenn wir nicht sauber genug geklärt haben“.

Generalprobe vor dem ersten Punktspiel des Jahres

Beim 2:2-Unentschiedenam vergangenen Donnerstag im Testspiel gegen den professionell aufgestellten Viertligisten Manavgatspor aus der Provinz Antalya – die Tore erzielten Arif Et und Sedat Gün – sei sehr deutlich zu sehen gewesen: „Die Jungs geben alle Vollgas, der Konkurrenzdruck ist da.“ Dabei ist die richtige Generalprobe für das erste Punktspiel des Jahres am Mittwoch geplant, wenn die IG Bönen beim Oberligisten SV Westfalia Rhynern antreten wird (19.30 Uhr, Papenloh). „Ich denke, in den ersten 45 Minuten, oder etwas länger, wird die mögliche Startelf für Sonntag spielen, später wird dann durchgewechselt“, sagt Kücük.

Dass auf Kunstrasen getestet wird, kommt den Bönenern sehr entgegen, denn auch am Sonntag, im 16. und letzten Hinrundenspiel beim FC Viktoria Heiden (15 Uhr, Sportzentrum am Spaßbad), wird jahreszeitlich bedingt auf Kunstgrün gespielt. „Wir sind technisch versiert, da werden wir spielerisch viel mehr lösen können als auf einem schweren und tiefen Rasen, wie auch Heiden einen hat“, sagt Kücük.

Nach der Rückkehr aus Side hatte Trainer Cerci seinem Team zwei freie Tage spendiert. Dem Test in Rhynern wird am Freitag das Abschlusstraining folgen, dann geht es in den Ligabetrieb zurück, in dem die Bönener mit sieben Punkten vor der SG Bockum-Hövel und 13 vor dem BSV Roxel und dem Werner SC die Tabelle anführen – und das ohne Unterbrechung seit dem siebten Spieltag.

Heiden schon im Kopf

Gegen Heiden haben die Bönener nach ihrem Wechsel im Jahr 2020 von der Staffel 3 in die 4 bisher noch kein Spiel absolviert. „Aber unsere Mannschaft wird gut vorbereitet sein, denn der Trainer ist ein Fuchs und wird die entsprechenden Recherchen machen“, sagt Kücük über Cerci, der auf den im ersten Halbjahr bewährten Kader setzen wird: „Wir haben uns in der Winterpause nicht weiter verstärkt.“ Nicht zuletzt ist der Kader groß und stark genug, um auch so das Saisonziel zu erreichen, zudem gibt es aktuell keine längerfristig verletzten Spieler auf den Schlüsselpositionen.

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