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IG-Zweite routiniert zum Sieg im Derby

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Von: Boris Baur

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Auch wenn die Nordbögger um Hagen Reiber (hinten) gut dagegenhielten, sein Tor machte IG-Stürmer Sedat Cakir im Derby.
Auch wenn die Nordbögger um Hagen Reiber (hinten) gut dagegenhielten, sein Tor machte IG-Stürmer Sedat Cakir im Derby. © Baur Boris

Der VfK Nordbögge hat das erste von drei Derbys hintereinander verloren. Dem Drittletzten der Fußball-Kreisliga B1 fehlten gegen den Tabellenzweiten IG Bönen II schlicht die Mittel und die Erfahrung, um das 0:4 (0:2) zu verhindern. Die kämpferische Einstellung und die vielen gewonnenen Zweikämpfe können den Gastgeber an der Feuerwache aber Mut für die anstehenden Partien gegen den TVG Flierich-Lenningsen und SpVg Bönen II machen.

Bönen – „Bis auf das Ergebnis kann man Positives mitnehmen“, lobte VfK-Coach Lars Lenser Laufbereitschaft und die vorhandene Aggressivität. Gegenüber Gültekin Ciftci war zufrieden mit den drei Punkten, die seine Mannschaft nach der geschenkten Führung routiniert eingefahren hatte: „Die zwei Wochen ohne Training, nur einmal Soccerhalle, hat man gemerkt. Aber das war souverän.“

Die Bönener übernahmen sofort das Heft des Handelns, doch Nordbögges Keeper Robin Wittenborn stand dem ersten Tor zunächst im Weg. Er war beim Kopfball von Sedat Cakir (7.) ebenso zur Stelle wie bei seinem Schuss (15.) und dem Freistoß aus 20 Metern von Raphael Thiemann (11.). Nordbögge war in den Zweikämpfen, schlug sich dann aber selbst. Vor der Flanke von Yusuf Güney zum 0:1 schlug Luke Schnieber am rechten Strafraumeck ein Luftloch, in der Mitte verschätzte sich Wittenborn beim Herauslaufen – Yousef Bouaid köpfte ein (18.).

IG nutzt Raum eiskalt

Danach agierten die Gastgeber mutiger, kamen durch Sven Koslowski, Luke Schnieber und Domenic Stöhr zu Abschlüssen. Die IG hatte mehr Ballbesitz, aber wenig Durchschlagskraft. Dafür aber in der 36. Minute auf einmal viel Platz: Miguel Dotor-Ledo eroberte die Kugel nach einem Nordbögger Missverständnis im Spielaufbau in der eigenen Hälfte, trieb sie nach vorne und wurde erst im Strafraum geblockt. Sedat Cakir vollendete zum 2:0.

Nach dem Wechsel ein ähnliches Bild, wobei Bönen zu oft das Tempo verschleppte. Der laut Ciftci „überragende“ Bouaid erhöhte aus 16 Metern auf 3:0 (75.), Thiemann auf 4:0. Zuvor hatte Schnieber einen Krampf, weswegen Tamer Saglam durchlaufen und querlegen konnte. Dotor-Ledo war da schon lange mit einer Rippenverletzung raus, beim VfK musste Matthias Reger mit Sprunggelenkproblemen runter.

VfK: R. Wittenborn – Francki – Coreira, Reiber – Dalley (64. Szurrat), Stöhr (71. Steinke) – Schnieber, Reger (42. P. Wittenborn), Peitsch (64. Täuber) – Koslowski
IG II: Onur – Avci (81. Sahin), Bouaid, Özkan, Beniz – Tirgil (71. B. Akkaya), Dotor-Ledo (57. M. Thiemann) – Güney, Saglam, R. Thiemann – Cakir (75. M. Akkaya)
Tore: 0:1 Bouaid (18.), 0:2 Cakir (36.), 0:3 Bouaid (75.), 0:4 R. Thiemann (90.)

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