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Großer Ärger um Yasin Acar und Wechsel zu Türkspor Dortmund

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Von: Patrick Droste

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Yasin Acar möchte zu Türkspor Dortmund wechseln und sorgt damit bei der IG Bönen für eine Menge Unmut.
Yasin Acar möchte zu Türkspor Dortmund wechseln und sorgt damit bei der IG Bönen für eine Menge Unmut. © Rainer Gudra

Seinen Ärger kann Ferhat Cerci kaum verbergen. „Das ist eine asoziale Art, unterste Schublade. Das ekelt mich an“, echauffiert sich der Trainer der IG Bönen über das Verhalten der Verantwortlichen von Türkspor Dortmund und von Yasin Acar.

Hamm - Dabei sollte bei der IG Bönen eigentlich eitel Sonnenschein herrschen. Das Team ist überaus souverän in die Fußball-Westfalenliga aufgestiegen, war erst am Donnerstag von der Mannschaftsfahrt aus der Türkei zurückgekehrt und könnte normalerweise den Erfolg der vergangenen Saison noch ein wenig länger auskosten. Doch der Unmut bei Cerci über den wechselwilligen Acar, der 2020 vom Oberligisten Westfalia Rhynern zur IG gekommen war, ist immens groß. „Man spricht doch erst einmal den Verein an, wenn der Spieler noch einen Vertrag hat. Aber so ist das eine absolute Respektlosigkeit“, schimpft der Coach der Bönener.

Vor dem letzten Saisonspiel gegen Viktoria Heiden hatte sich Acar freitags bei Cerci gemeldet, seinen Wechselwunsch Richtung Türkspor kund getan und gleichzeitig darum gebeten, ihn für die Partie am Sonntag aus dem Kader zu streichen. „Ihm muss damals schon der Kopf gewaschen worden sein. Warum soll er nicht das letzte Spiel für uns machen? Das ist alles nicht die feine Art“, sagt Cerci angesichts der Tatsache, dass Acar nach Aussage des IG-Trainers in Bönen noch einen Vertrag bis 2023 habe.

Angebot auch für Ilker Algan

Auch Ilker Algan sollen die Dortmunder, die in der Parallelstaffel ebenfalls sehr souverän Landesliga-Meister geworden waren, ein Angebot gemacht haben. „So etwas geht doch gar nicht. Die tanzen uns ja auf der Nase herum. Die haben daher schon von uns eine entsprechende Ansage bekommen“, stellt Cerci klar und ärgert sich vor allem über Türkspor-Trainer Orhan Özkara, mit dem er früher in Bielefeld zusammen gespielt hat. „Da sieht man wie viel Freundschaft wert ist, wenn es um Fußball geht. Sie hätten uns doch einfach kontaktieren können, dann hätte man schon eine Lösung gefunden. Aber hinten herum, nein, so macht man das nicht. man zwingt doch den Spieler nicht, seinen Vertrag aufzulösen. Es müsste eine Regelung geben, dass man einen Spieler erst sechs Monate, bevor sein Vertrag bei seinem alten Verein endet, ansprechen darf.“

Emre Demir will kürzer treten

Anders gelagert ist der Fall bei Emre Demir. Dessen Kontrakt bei der IG endet zum 30. Juni, so dass er den Verein wechseln kann. Der 27-Jährige wird in diesem Jahr Vater und denkt darüber nach, in Sachen Fußball ein wenig kürzer treten zu wollen. Daher steht er mit dem VfL Kamen, der am Samstag in einem Entscheidungsspiel auf den Kamener SC trifft und um den Aufstieg in die Bezirksliga kämpft, in Kontakt. „Emre war mit auf unserer Mannschaftsfahrt. Wir haben in diesen Tagen mit ihm gesprochen. Sein Wechsel ist noch nicht zu 100 Prozent klar“, betont Cerci und hofft, dass Demir, der schon in der Regional- und in der Oberliga gespielt hat, weiter für die IG aufläuft. „Ihm ist der Zeitaufwand bei uns zu groß. Er will mehr Zeit für die Familie haben. Aber da ist das letzte Wort über einen Wechsel noch nicht gesprochen“, so der Bönener Coach.

Zübeyir Kaya zieht nach Bielefeld

Definitiv verlassen wird Zübeyir Kaya den Landesliga-Meister. Der 25-Jährige zieht aus beruflichen Gründen nach Bielefeld und will sich dort einen neuen Verein suchen. „Bei den Spritpreisen ist das ja kaum noch zu bezahlen, wenn man drei- oder viermal von Bielefeld nach Bönen kommen würde“, zeigt Cerci Verständnis für diesen Abgang.

Neuzugang vom ASC Dortmund

Derweil hat die IG aber auch schon den ersten Neuzugang für die kommende Saison in der Westfalenliga an sich gebunden. Vom Oberligisten ASC 09 Dortmund wird der Belgier Inan Barbaros nach Bönen wechseln. Der 19-jährige Stürmer hatte in der vergangenen Saison lange Zeit mit Rückenproblemen zu kämpfen und kam in der Aufstiegsrunde nur dreimal als Einwechselspieler zum Einsatz. „Der Junge braucht Zeit und Spielpraxis. Beides wird er bei uns bekommen“, hatte sich Cerci bei einem Probetraining selbst einen Eindruck über den jungen Angreifer machen können und zeigte sich anschließend sehr angetan. „Er hat wirklich gute Ansätze gezeigt.“

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