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Gegner im harten Abstiegskampf: Cerci fordert seriösen Auftritt

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Von: Tobias Kurz

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Adem Cabuk (vorne) und Kapitän Arif ET sind Kandidaten auf die interne Torjägerkanone.
Adem Cabuk (vorne) und Kapitän Arif ET sind Kandidaten auf die interne Torjägerkanone. © Rainer Gudra

Für die IG Bönen geht es um nichts mehr, für den Gegner dafür um einiges. „Uns ist die Brisanz dieses Spiels bewusst“, sagt IG-Trainer Ferhat Cerci vor dem Gastspiel seiner Mannschaft in der Fußball-Landesliga (4) bei Borussia Münster.

Bönen - Während die IG bereits sicher Meister ist, kämpft die Borussia am Sonntag (15 Uhr, Sportanlage an der Grevingstraße) noch um die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Bei einer Niederlage droht dem Tabellen-15. gar der vorzeitige sichere Abstieg.

„Müssen das Spiel ernst nehmen“

Cerci will sich keine Wettbewerbsverzerrung vorwerfen lassen und schärfte unter der Woche bei seiner Mannschaft noch einmal die Sinne. „Münster wird alles reinwerfen. Das muss uns klar sein“, erwartet er eine andere Stimmungslage als in der Vorwoche. Beim 4:1-Auswärtssieg gegen den Tabellenvierten Vorwärts Wettringen ging es für den Gegner nur noch um die „goldene Ananas“. Cerci warnt daher: „Wenn wir das Spiel nicht ernst nehmen, werden wir Probleme bekommen.“ Als Beweis dafür taugt das Hinspiel (3:2), das die IG erst durch ein Tor in der fünften Minute der Nachspielzeit für sich entschied.

Demir Siegtorschütze im Hinspiel

Siegtorschütze damals war Emre Demir, der sich mit Adem Cabuk, Yasin Acar (alle 14 Treffer) und Zübeyir Kaya (13 Treffer) ein heißes Rennen um die interne Torjägerkanone liefert. Selbst Arif Et und Semih Yigit (beide zehn Tore) haben im Wettstreit noch ein Wörtchen mitzureden. „Mir war das gar nicht bewusst“, meint Cerci, angesprochen auf das Kopf-an-Kopf-Rennen im internen Knipser-Ranking, und ergänzt: „Die Jungs flachsen da mit Sicherheit untereinander, wer am Ende ganz oben steht. Das ist normal und gehört dazu.“ Alleingänge vor dem gegnerischen Kasten fürchtet der IG-Coach aber nicht. „Wenn ich so etwas sehen würde, hätte das Konsequenzen. Da kennen mich die Jungs“, sagt er. „Ich weiß aber auch, dass bei allen das Wohl des Teams im Vordergrund steht.“ Dass so viele Spieler in seinem Kader ihre Treffsicherheit regelmäßig nachweisen, freut Cerci. „Das zeichnet uns aus, dass wir die Last auf mehrere Schultern verteilen.“

Überragende Breite im IG-Kader

Diese Devise vertritt er nicht nur mit Blick auf die offensiven Leistungsträger, sondern auf den gesamten Kader. In Wettringen blieben neben Demir und Cabuk auch die Stammspieler Damir Kurtovic und Ilker Algan zunächst auf der Bank. Keine wilde Rotation, wie Cerci wichtig ist zu betonen, sondern ein Indiz für die Tiefe des Meisterkaders. „Die Spieler aus der vermeintlichen zweiten Reihe würden bei allen Landesligisten Stamm spielen“, betont er. „Unsere Optionen sind wirklich überragend.“ In Münster kündigt der Übungsleiter wieder einige Wechsel an, ohne Namen nennen zu wollen. „Wir werden auf vier bis fünf Positionen etwas verändern. Alle sollen ihre Spielzeit bekommen.“

Verzichten muss die IG am Sonntag auf Jesse Kuhn (Gelb-Rot-Sperre) und Ilkay Nagis (Kreuzband-OP). Ansonsten stehen dem künftigen Westfalenligisten alle Spieler zur Verfügung.

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