RSV zündet Turbo bei Jahn Dellwig nach der Pause

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Lukas Florian drehte in der zweiten Hälfte richtig auf und führte den RSV zum Auftaktsieg in Dellwig.

Frödenberg - Etwas Anlaufschwierigkeiten hatte der RSV Altenbögge im ersten Saisonspiel beim TuS Jahn Dellwig, am Ende stand aber nach einer fast perfekten zweiten Hälfte aber ein hochverdienter 33:21-Erfolg zum Start in die Handball-Bezirksliga-Saison zu Buche.

„Das war ähnlich wie im Pokalspiel. Wir sind schwer reingekommen“, sagte Mike Rothenpieler der ein gelungenes Meisterschaftsdebüt als Altenbögger Trainer feierte. Damit hatten sich aber auch die Vergleiche mit dem Duell von vor einer Woche, das Bönen haushoch mit 44:22 gewonnen hatte. Die Fröndenberger traten mit einer deutlich verstärkten Mannschaft an. Nur fünf Spieler standen im Aufgebot der Jahner, die auch im Pokal mitgewirkt hatten – und Alexander Unkhoff und Rene Rohrberg saßen die meiste Zeit draußen.

Dementsprechend entwickelte sich ein anderes Spiel. Dellwig stand in der Defensive sicher und fand auch im Angriff die Lücken zum Torwurf. „Die Deckung hat gut gestanden. Die erste Halbzeit war komplett ausgeglichen“, meinte TuS-Coach Thomas Faltin.

Überhaupt ging es behäbig los. Die Gastgeber lagen nach 13 Minuten mit 6:3 vorne, ehe das Spiel langsam Fahrt aufnahm. Altenbögge glich nach zwei Toren von Dennis Geckert zum 8:8 aus (19.), Lukas Florian bescherte dem Gast im Anschluss die erste Führung. Dellwig blieb jedoch dran, so dass sich Bönen über den knappen 14:13-Vorsprung zur Pause freuen durfte, den Jonas Karlin mit einer starken Parade in den Schlusssekunden festhielt. „Das war wichtig“, meinte Rothenpieler.

Doch die Jahner kamen zunächst besser aus der Kabine, Matthias Rosteius und Michael Hering sorgten für die 16:15- und 17:16-Führungen (34., 37.) des Gastgebers. Doch ab dann ging plötzlich nichts mehr beim TuS. Bis zur 48. Minute warf Dellwig nur ein Tor. „Die Deckung stand extrem gut“, lobte Rothenpieler. Dreimal zeigten die Schiedsrichter Zeitspiel gegen die Fröndenberger an, die kein Mittel mehr im Angriff fanden. Angeführt vom überragenden Lukas Florian, der allein im zweiten Durchgang achtmal traf, zog Bönen über 22:18 (47.) auf 29:20 (57.) davon.

„Je mehr wir das Tempo erhöht und je mehr Spieler wir gebracht haben, umso besser wurde es“, sagte Rothenpieler. Und tatsächlich Dellwig wirkte Mitte der zweiten Hälfte platt und resignierte langsam. „Wir haben zu viele einfache Tore bekommen, das hat sich sofort gerächt. Hintenraus waren es ein paar Fehler zuviel“, meinte Faltin, während Rothenpieler noch allen Akteuren Spielzeit gab: „Wir haben das gut gemacht. Jetzt zählt, es nicht abzuheben.“ - bob

Jahn: Witthaupt – Olbricht (3), Winzenburg (2/1), Stammmer (5), Schreiber (5), Rahn, Hering (4), Braach (1), Rosteius, Unkhoff, Rohrberg (1/1), Schlesinger, Rehfeldt (n.e.)

RSV: Karlin, Wollek (n.e.) – T. Weber (1/1), Florian (13/5), Stracke (3), Betz (1), Geckert (3), J. Weber (3/1), Leniger (4), Gerwien (1), Altner, Eißing (3), Pieper, Grzybowski

Zeitstrafen; 4/4 – Schröder (2), Rohrberg, Rosteius( J. Weber, T. Weber, Leniger, Gerwien

Torfolge: 2:2, 6:3, 8:8, 9:11, 12:12, 13:14 – 16:15, 17:16, 17:20, 20:24, 21:30, 21:33

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