RSV Altenbögge: „Es könnte so weiterlaufen“

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„Es läuft.“ Führungsspieler Tino Stracke ist mit der momentanen Situation beim RSV hochzufrieden.

BÖNEN -  Als der letzte Ball am Sonntagabend aufs Tor geworfen war, hätte die Stimmung bei den Handballern des RSV Altenbögge nicht besser sein können. „Ich hätte nichts dagegen, wenn es nächstes Jahr so weiterlaufen würde“, meinte Tino Stracke nach dem 39:21-Sieg gegen den Werler TV, mit dem die Bönener ihre Tabellenführung in der Kreisliga behaupteten und mit in die Weihnachtspause nahmen, bevor es am 12. Januar in Lünen weitergeht.

Das Klassement ist zwar krumm, weil der Zweitplatzierte SuS Oberaden ein Spiel weniger absolviert hat und von den Minuspunkten her vorne liegt. Doch das störte in Foyer der MCG-Halle niemanden. „Den Aufstieg hat sich keiner als Ziel gesetzt, aber wir würden uns auch nicht wehren“, sagte Stracke zur aktuellen Tabellensituation: „Und wenn es nicht klappt, ist es auch nicht schlimm.“

Die Bilanz des RSV liest sich jedenfalls eindrucksvoll. Zehn Siege bei nur einem Unentschieden und einer Niederlage, dazu 430 geworfene Treffer (35,83 im Schnitt) und eine Tordifferenz von plus 142 sind starke Zahlen. „Es war ja klar, dass wir nach der Trennung von Uwe Nitsch nicht um den Klassenerhalt bangen müssen, aber dass es plötzlich so gut läuft, war auch nicht zu erwarten“, meinte Stracke. Für ihn war nach der Trainerentlassung das Remis gegen den VfL Kamen zum Saisonauftakt die Initialzündung: „Das erste Spiel hat uns einen Push gegeben, dieses Unentschieden beim Bezirksliga-Absteiger und ersten Aufstiegsaspiranten.“ Kamen liegt derzeit mit sechs Minuspunkten hinter Altenbögge (3) und Oberaden (2) auf Rang drei. Danach feierte der RSV vier Siege, ehe in Werne die einzige Niederlage folgte, weil die Bönener wie so oft mit dem Harzverbot nicht klarkamen. Doch ab dieser Begegnung erhöhten die Altenbögger noch einmal die Konzentration, landeten sechs Erfolge in Serie, deklassierten dabei auch Oberaden mit 32:23.

„Wir haben viel Abwehr trainiert“, erklärte Stracke. Die Umstellung auf eine 6:0-Deckung sei dem Team entgegengekommen. „Hinten holst Du Dir das Selbstvertrauen. Und vorne wissen wir, dass wir unsere Tore machen“, führte der Rückraumakteur aus. So haben die Bönener ganz nebenbei auch hinter Oberaden die zweitwenigsten Treffer kassiert (nur 24 im Schnitt). „Es läuft“, bilanzierte Stracke, der auch den breiteren Kader als Argument für den Erfolg nannte. Durch die Rückkehr vom derzeit allerdings Langzeitverletzten Dennis Bettermann, Hendrik Abel und Matthias Michalik sowie die Integration der beiden A-Jugendlichen Lukas Florian und Lukas Florian stehen mehr Alternativen zur Verfügung. „Du kannst jetzt mal wechseln“, so Stracke. Trainer Thomas Richter sorgt dafür, dass alle viel Einsatzzeit bekommen. „Das ist auch Taktik. Damit diese Leute im Frühjahr, wenn es drauf ankommt, das Spielen gewohnt sind“, meinte Betreuer Björn Dörnemann.

Die Erfolgsgeschichte führt nebenbei dazu, dass der 1. Vorsitzende Karsten Schilling die Trainersuche auf die lange Bank schieben kann. „Never change a winning team“, lobte er das Zusammenspiel von Richter, Dörnemann und Timo Althaus bei Training und Spiel. Das Trio wird laut Schilling bis zum Saisonende weitermachen. „Langfristig brauchen wir aber Alternativen“, erklärte er, dass weiter Gespräche mit Übungsleitern laufen: „Aber piano. Wir haben keinen Druck. “ - bob

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