Herbstferien stehen vor der Tür: Zeit zum Durchschnaufen

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Tino Stracke hat momentan wenig Alternativen im Rückraum zur Verfügung. Er selbst fällt länger aus.

BÖNEN - Erst ein Spiel von fünf konnten die Altenbögger Landesliga-Handballer in ihrer zweiten Landesligasaison für sich entscheiden. Panik bricht im Umfeld der Sporthalle des Marie-Curie-Gymnasiums trotzdem nicht aus. Die Mannschaft habe sicher das Potenzial, die Liga zu halten, meint Spielertrainer Tino Stracke. Ist die Ursache für den miesen Tabellenstand doch eindeutig auszumachen: Die Roten Teufel plagt enormes Verletzungspech.

Quasi der gesamte Rückraum fällt aus. Zuletzt erwischte es Mittelmann Stracke selbst. „Der Arzt meinte: Da ist ja von jedem etwas dabei“, erzählte der Altenbögger Spielertrainer mit ein wenig Galgenhumor von seinem Besuch im MRT. Seine Strecksehne hinge am seidenen Faden, erfuhr er. „Das wird wohl langwieriger.“

Damit fehlt den Altenböggern die komplette Rückraummitte. Spielmacher Dominik Warias setzt seit Saisonbeginn mit einer Sprunggelnksverletzung aus. Seine Rückkehr ist zeitlich nicht fassbar. Christian Kleff, der die Position spielen könnte, ist nach seinem „Klassespiel“ gegen Dortmund momentan ebenfalls pflegebdürftig.

„Alternativen?“ „Nein, bis jetzt noch nicht“, heißt es. Außenspieler Dennis Geckert rückte zwar in die Mitte, ist aber auf der Position nicht eingespielt. Er und sein möglicher Rückraumpartner Felix Warias haben die Vorbereitung nicht durchgehend mitgemacht.

Apropos Training: Auch das sei schwierig mit schmaler Besetzung. „Gegen Airbodies zu spielen, ist etwas anderes als gegen einen echten Gegner“, erklärt Stracke. Frederic Betz, in der Vergangenheit immer im Dunstkreis der ersten Mannschaft, setzt mit einem Studium andere Prioritäten. „Ben Schrage will sich erst einen Platz in der Zweiten erspielen.“ Tim Hellmann ist ein weiterer Name, den Stracke für die vakante Position nennt. Der frühere Juniorenspieler des RSV stünde wegen einer OP aber erst im kommenden Jahr zur Verfügung.

„Den Blick nach oben können wir erst einmal abhaken“, meint der Altenbögger Spielertrainer. „Und wir müssen aufpassen“, warnt er. „Das Quentchen Glück fehlte auch“, sagt Stracke. „Vielleicht auch die Luft, weil die Konzentration bei Dauereinsatz in Angriff und Deckung nachlässt.“ Zwei Spiele noch bis zu den Herbstferien mit drei Wochen Zeit zum Durchschnaufen. - ml

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