RSV unterliegt gegen acht Overberger

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Gestoppt: Steffen Pieper und der RSV fanden zu wenig Lücken in der Overberger Abwehr.

BÖNEN -  Das Jahr 2015 begann für die Handballer des RSV Altenbögge mit einem bitteren Rückschlag. Die Bönener verloren zuhause nach schlechter Leistung verdient gegen den TuS Eintracht Overberge mit 29:32 (13:13). Die Gäste traten dabei in der MCG-Halle nur mit sieben Feldspielern an. Doch der RSV schaffte es nicht, daraus Kapital zu schlagen, sondern baute in der zweite Hälfte sogar noch ab.

„Wir hätten das Spiel ganz locker für uns entscheiden können, wenn wir als Mannschaft aufgetreten wären und jeder Einzelne gezeigt hätte, dass er gewinnen will“, sagte Altenbögges Betreuer Björn Dörnemann enttäuscht: „Das habe ich aber nicht gesehen. Wir waren lethargisch.“ So verpasste der RSV die Gelegenheit den Kreiskontrahenten zu distanzieren, während Overberge vom vor- auf den drittletzten Platz kletterte.

Dementsprechend zufrieden war daher Eintracht-Coach Frank Pätzold, der mit seiner aus der Reserve aufgefüllten Rumpftruppe gar nicht von einem Erfolg in Bönen geträumt hatte: „Wir wollten diszipliniert spielen, auch wenn wir in Rückstand geraten.“ Das tat sein Team dann beherzt: „Wir haben viel Einsatz gezeigt und waren ausgeschlafener“, meinte Pätzold, der sogar auf ein Mitwirken von Frank Plattfaut verzichtete.

Im ersten Durchgang schien es so, als habe der RSV die Partie unter Kontrolle. Doch aus seinen Vorteilen machte der Gastgeber nichts. Die Altenbögger schenkten sowohl eine 5:2-Führung (9.) wie auch einen 9:6-Vorsprung (17.) direkt wieder her. Erst packte die Deckung nicht zu, dann war der Angriff zu schwach. Overberge spielte seinen Stiefel konzentriert runter und glich auch nach dem 11:9 (25.) bis zur Pause wieder aus.

Nach dem Wechsel fand der RSV dann gar nicht mehr in die Spur. Das 16:15 durch Dennis Geckert (37.) war die letzte Führung der Heimmannschaft. Die Eintracht lag erst ein, zwei, später drei und beim Stand von 23:27 (53.) sogar vier Tore vorne. RSV-Trainer Thomas Richter reagierte, ließ erst den überragenden Spielmacher Karsten Rockel kurznehmen, dem der sich durch geschicktes Abknicken nach links aber entzog. Er kam am Ende auf zwölf Treffer. In der Schlussphase deckte der Gastgeber noch offensiver mit totaler Manndeckung übers ganze Feld. Das zeigte kurzfristig Wirkung, denn Bönen war beim 28:29 (58.) wieder in Reichweite, wurde dann allerdings doch ausgekontert.

„Obwohl wir durchwechseln konnten, haben wir es nicht geschafft, das Spiel zu gewinnen“, so Dörnemann: „Die Gründe dafür sind mannigfaltig: Wir haben die Spielzüge nicht zu Ende gespielt, die Würfe waren zu ungenau, wir sind nicht gelaufen und waren in der Abwehr zu langsam und zu träge.“ - bob

RSV: Springhoff (1.-41., 52.-60.), Joneleit (41.-52.) – Michalik (1), Lublow (4/2), Leniger (5), Florian (3), Geckert (7), Bettermann (5), Denger (1), Beutner (3), Bajramovic, Wöllert, Abel, Pieper

Eintracht: Guminski (1.-60.), Wenzel (zwei 7m) – Hlawa (5), Arslani (4), Rockel (12), Biernath (6), Jäger (2), Kirchhoff (3), Hoenig, F. Plattfaut (n.e.)

Zeitstrafen: 1/0

Torfolge: 5:2, 5:5, 9:6, 9:9, 11:9, 11:11, 13:13 – 16:15, 16:18, 19:22, 23:27, 28:29, 29:32

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