Heimdebüt für Kaczor, SpVg gewarnt, IG hofft auf Bonuspunkt

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Bönens Sedat Cakir ist vor dem Spiel gegen Lohauserholz II ebenso angeschlagen wie einige seiner Teamkollegen.

Bönen - Sven Kaczor steht am 23. Spieltag der Fußball-Kreisliga A1 vor seinem Heimdebüt als Trainer des VfK Nordbögge. Die SpVg Bönen will einen ärgerlichen Punktverlust aus der Hinrunde vergessen machen, während die IG den ersten Sieg im Jahr 2016 anpeilt.

SpVg Bönen – TuS Germania Lohauserholz II (Sonntag 15 Uhr, Rehbusch/Hinspiel 2:2). Es war eine tolle Hinrunde, die die SpVg nach dem Abstieg aus der Bezirksliga hinlegte. Bis zum letzten Spieltag blieb Bönen ungeschlagen und war zwischenzeitlich sogar alleiniger Tabellenführer. 

Zwei Makel hatte die Serie aber doch, die beiden Unentschieden gegen Lohauserholz II und Nordbögge – die aktuell schlechtesten Teams der Liga. Trainer Hendrik Dördelmann mahnte dann auch zur Rückrunde an, dass die Einstellung gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften besser werden muss.

Nachdem die Bönener bis jetzt fast immer auf Gegner getroffen waren, die weiter oben stehen, kommt es nun gegen den TuS zum ersten Härtetest. „Wir dürfen solche Mannschaften nicht als schwach bezeichnen. Wir müssen sofort richtig reingehen, in die Zweikämpfe gehen und uns viel bewegen“, fordert der Sportliche Leiter Hansi Sack daher und erklärt: „Mal eben machen, geht nicht. Wenn man einmal in so einem Trott ist, kommst du nicht mehr auf hundert Prozent.“

Die SpVg will ihre aktuelle Spitzenposition schließlich nicht kampflos räumen. Allerdings rechnet Sack auch bei der richtigen Einstellung mit keinem leichten Spiel: „Lohauserholz ist eine gute Mannschaft.“ Zudem wollen die Germanen mit ihrer Reserve unbedingt die Klasse halten, so dass es zuletzt schon Unterstützung aus der Bezirksliga-Elf gab. Außerdem hat Bönen noch einige angeschlagene Spieler wie Jörn Holtmann, Sedat Cakir und Fatih Korkmaz, die neben den Langzeitverletzten auszufallen drohen.

VfK Nordbögge – TuS Wiescherhöfen II (Sonntag 15 Uhr, Feuerwache/2:5). Sein erstes Heimspiel als verantwortlicher Trainer bestreitet Sven Kaczor ausgerechnet gegen seinen Heimatverein Wiescherhöfen. Nicht nur deshalb will, dass sich seine Mannschaft besser verkauft als bei seinem Debüt: „Wir müssen generell eine Reaktion auf das Dienstag-Spiel zeigen, müssen uns anders präsentieren.“ Beim 0:8 in Uentrop war der VfK völlig chancenlos, lief spätestens ab dem 0:1 nur noch nebenher. „Wir müssen defensiv kompakt stehen“, fordert Kaczor. Seine Schützlinge bräuchten dringend ein positives Erlebnis. „Die Jungs sind völlig verunsichert. Aber das ist in der Situation normal“, weist der Trainer auf die 18 Niederlagen in 20 Partien hin.

Auch gegen den Tabellenzehnten ist Nordbögge natürlich Außenseiter, auch weil gleich mehrere Akteure angeschlagen. Jonas Wiggermann fällt mit einer Bronchitis definitiv aus, hinter den Einsätzen von Philip Preiß, Philip Rudolph, Marco Schelte, Steffen Serr, Sascha Frey und Daniel Möller stehen ziemlich große Fragezeichen. Immerhin steht Thomas Kul wieder im Kader. Außerdem kündigt Kaczor „die eine oder andere Überraschung an“, wollte aber nicht ins Detail gehen.

IG Bönen – Hammer SpVg III (Sonntag 15 Uhr, Schulzentrum/2:4). Sven Kabutke sieht die Dinge positiv: „Wir haben in diesem Jahr erst einmal verloren – und das beim VfL Mark. Wir haben also keinen schlechten Lauf“, sagt der Trainer der IG Bönen. Zwar haben die Bönener auch noch nicht einmal gewonnen, doch gerade das 1:1 am vergangenen Wochenende beim TuS Uentrop fühlte sich für die IG an wie ein Sieg. „Das war ein Bonuspunkt“, so Kabutke zur Punkteteilung beim Tabellenvierten, der zwei Tage später den VfK Nordbögge in seine Einzelteile zerlegte. „Das hat uns noch mal gezeigt, dass wir da kein schlechtes Spiel gemacht haben können“, sagt Kabutke.

Am Sonntag geht die Jagd der IG auf Bonuspunkte weiter, wenn sich die Drittvertretung der HSV am Schulzentrum vorstellt. Die ist, wie in Uentrop in der Vorwoche, als Fünfter in der Tabelle vorne mit dabei. Was genau seine IG erwartet, kann Kabutke dennoch kaum benennen. „Das ist eine dritte Mannschaft. Da kann immer viel passieren“, sagt er über mögliche Personalrochaden im Kader der Gäste. Dementsprechend richtet sich der Fokus erst einmal auf die eigenen Reihen: „Wir möchten uns weiter steigern, dürfen auf dem Platz nicht so viel reden, sondern müssen mehr Fußball spielen“, fordert Kabutke Konzentration ein. Bei Tato Tsekvashvili ist eine Oberschenkelblessur wieder aufgebrochen, hinter den Einsätzen von Evren Karka und Raphael Thiemann stehen Fragezeichen. - bob/jan

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