Bekanntes Gesicht zwischen den Pfosten

Dickschat ist die neue Nummer 90 beim RSV

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Niklas Dickschat (Mitte) wird in der kommenden Saison beim RSV zwischen den Pfosten stehen.

Die Fans des RSV Altenbögge werden zum Saisonstart gegen den TV Brechten ein neues Gesicht im Tor ausmachen. Niklas Dickschat wird sich dort ab dem 15. September mit Kay Kleeschulte und Dirk Joneleit abwechseln.

Bönen – Im Verein aktiv ist der 29-Jährige schon länger. Seit der Rückrunde der abgelaufenen Saison trainiert er mit großem Erfolg die Minis. Engagiert wurde der Wiescherhöfener allerdings als das, was er ist: nämlich als Keeper. 

„Der RSV hatte ja damals ein Torwartproblem“, erinnert sich Dickschat an die Anfrage aus Bönen. Joneleit ist Polizist mit entsprechenden Wechseldiensten. Leon Drevermann, der seine Karriere beendet hat, war damals verletzt. „Ich habe ja eine zweijährige Pause hinter mir, habe mir aber gesagt: Versuch´s einfach noch mal.“

 Trikot-Aufdruck entspricht Dickschats Geburtsjahr

Zumal Dickschat einen Teil der Mitspieler in Altenbögge schon kannte. Er hat die gleiche Vergangenheit wie Sören Feldmann und Co., spielte bei HSE und Handball Hamm (jetzt ASV Hamm III), auch in der Landesliga. Zum Derby wird es aber in der Spielzeit 2019/20 nicht kommen. Die Hammer sind in die Landesligastaffel 3 umgruppiert worden. „Schade“, meint Dickschat, „die sind in der Münsterlandgruppe und haben die langen Fahrten vor sich, wir bleiben in der Dortmunder.“ 

Dafür kommt in Staffel 3 ein neues Derby gegen die Verbandsliga-Reserve des SuS Oberaden dazu. „Die Nummer eins ist ja nicht so gewichtet wie im Fußball“, deutet Dickschat auf sein Trikot. Sie habe aber immer etwas zu sagen. Der Hammer gibt sich bescheiden und wählte die 90 als Aufdruck, entsprechend seinem Geburtsjahr. „Trotzdem wünsche ich mir, viele Spiele zu machen“, betont er. „Und ich will vor voller Halle spielen.“ 

Neue Saison ist für Dickschat "eine Wundertüte"

Ähnlich wie seine Hammer Kollegen ist für den 29-Jährigen das familiäre Umfeld wichtig. „Das habe ich früher auch bei der HSE geschätzt“, sagt er. Dieses enge Miteinander in Altenbögge lernte er auch bei seinem Wunsch, noch einmal in einen anderen Bereich hinein zu schnuppern, kennen. Der Sozialhelfer bekam über Bernd Lublow, Ex-Spielertrainer der zweiten Mannschaft, einen Ausbildungsplatz als Gas- und Wasserinstallateur bei einem RSV-Sponsor. 

„Hier ist das ja auch so, dass nicht alles auf den reinen Sport beschränkt ist.“ Aktivitäten gebe es auch nach Abpfiff. Was die neue Saison sportlich bringt, kann er schlecht einschätzen, obwohl er die Rückrunde der vergangenen Saison verfolgt hat. „Es sind immer neue Mannschaften dabei, alte verändern sich durch neue Spieler. Ein konkretes Ziel zu definieren ist schwer. Alles ist wie eine Wundertüte. Wir müssen die ersten Spiele abwarten.“ 

Dickschat sieht das Potenzial der Altenbögger aber durchaus im oberen Drittel. „Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben.“ Der RSV-Coach ist kein unbekannter für den neuen Torwart. Mit Jens Schulte-Vögeling spielte er in Hamm zusammen. „Sein Training kannte ich nicht. Es ist anspruchsvoll, vor allem vor den Fitnesseinheiten im Trimm-Dich-Wald hatte ich Respekt“, sagt er über die Vorbereitung, „aber der Spaß ist immer dabei.“ 

Dickschat sorgt für gute Stimmung in der Mannschaft

Spaß ist auch das Stichwort, wenn es um seine Person geht. „Ich sorge oft für gute Stimmung, bin für einen Lacher gut“, beschreibt sich Dickschat. Ihm ist Zwischenmenschliches wichtig. „Ich bin zwar nicht der Mann für Ansprachen an die Mannschaft, aber ich rufe im Spiel schon mal rein, um Positives herauszukitzeln.“ Seine Arbeit bei den Minis des Vereins wird er weiterführen. Dafür wurde er auf der Mitgliederversammlung ausdrücklich gelobt. Der RSV hätte in dem Bereich noch nie einen solchen Zulauf gehabt, betonte Vorsitzender Karsten Schilling damals. 

Den Trainerschein zu machen, plant Dickschat aber nicht. „Das ist mir zu zeitaufwändig.“ Er konzentriert sich erst einmal auf seinen Job, Tore zu verhindern, und einen erfolgreichen Abschluss der neuen Ausbildung.

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