Handball-Landesliga

Tino Stracke arbeitet jetzt hinter den RSV-Kulissen

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Tino Stracke (rechts) trat in der Rückrunde wieder als Spielertrainer auf.

Handball-Landesligist RSV Altenbögge hat die Saison auf Platz fünf beendet. Spielertrainer Tino Stracke, der das Team auch in der kommenden Saison betreuen wird, zog jetzt ein positives Fazit.

Bönen – Auf dem fünften Tabellenplatz beendete der RSV Altenbögge mit dem 28:26-Sieg über Oespel-Kley seine dritte Handball-Landesligasaison. Das ist dieselbe Platzierung wie in der ersten Saison in dieser Spielklasse. Im vergangenen Jahr schlossen die Altenbögge dann auf Platz elf ab, verhinderten die Relegation im letzten Spiel eben gegen Oespel-Kley (24:23). Der Unterschied: Während 2016/17 die Euphorie nach den Aufstieg pushte, zählte in diesem Jahr die Erfahrung.

 „Wir sind holprig gestartet, haben aber gut abgeschlossen“, erklärt RSV-Trainer Tino Stracke, der in der kommenden Saison durch Trainer Jens Schulte-Vögeling ersetzt wird. Mit dem holprigen Start meinte er die miese Vorbereitung. Die Halle am Marie-Curie-Gymnasium bekam einen neuen Boden, die Altenbögger mussten in die Goethehalle und nach Overberge ausweichen. „Vielen Dank nochmal an die beiden TuS“, sagt Stracke.

 Die Einarbeitung der vielen neuen Hammer in der Mannschaft setzte sich bis in den Oktober im Spielbetrieb fort. „Wir haben uns reingekämpft“, erinnert sich Stracke. Der Blick ging nach oben. „Vielleicht habe ich da zuviel Druck aufgebaut. Aber in dieser Saison war ja lange alles offen, nicht klar, wer um den Meistertitel spielt, wer gegen den Abstieg.“ In jedem Fall erfolgte zum Jahreswechsel ein Bruch, sportlich wie menschlich. „Ich habe die Diskrepanz zwischen mir als ehemaligen Mitspieler und dem aktuellen Status als Trainer unterschätzt“, gibt Stracke zu. Unschöne Entscheidungen seien mit der Trennung von Steffen Feldmann und Sebastian Burchert gefallen, „unschön für beide Seiten“, so Stracke.

Aufschwung mit Marius Schrage

 Im Winter kassierte Altenbögge vier Niederlagen in Folge gegen Dorstfeld, Herne, Oespel-Kley und sogar gegen Westerholt, damals im Tabellenkeller beheimatet. Als Phase der „Eskalation“ bezeichnet Stracke den Jahreswechsel. „Es waren sechs Leute beim Training.“ Ein weiterer Umstand, der auch Marius Schrage zweifeln ließ, ob ein Engagement in der Landesliga das richtige sei. „Der war entsetzt, als er die paar Männeken gesehen hat. Ich hab ihm dann die Trainingsstatistik vorgelegt, um zu beweisen, dass das nicht immer so war“, erzählt Stracke. Schrage spielte die Rückrunde, hatte maßgeblichen Anteil am Comeback der Spielfreude und einer gewissen Lockerheit beim RSV.

 „Erfahrene Spieler können mit Druck eher umgehen als Junge“, meint der RSV-Coach, der nach dem Jahreswechsel auch wieder als Spielertrainer fungierte. Die Qualität sei bei den jungen Spielern da. „Das hat man gesehen, als dieser Druck weg und Ruhe eingekehrt war.“ Mit dem Abstieg hatte der RSV schnell nichts mehr zu tun. „Wir sind in der Liga etabliert“, freut er sich nach seinem emotionalen Abschied als Aktiver.

Zusammenhalt im Verein fördern

 Stracke will sich jetzt um die Weiterentwicklung des Vereins kümmern. „Ich bin froh, dass meine Familie mitgezogen hat“, erzählt er von zahlreichen „Randaktivitäten“ neben der Arbeit als Spielertrainer. Sponsorenbetreuung, viel Organisatorisches sei dabei gewesen. Zum Beispiel zusammen mit Thomas Wollek die Stärkung des Zusammenhalts im Verein mit „RSV and friends“, dem Tanz in den Mai. 

„All das ist sehr zeitintensiv. Da muss ich auch nochmal Sören Feldmann danken, der Trainingsstunden übernommen hat.“ Künftig möchte Stracke als eine Art Sportlicher Leiter mitarbeiten. Das Umfeld des Vereins weiter verbessern, hin zu noch mehr familiärer Atmosphäre. „Ich denke, unser Publikum ist ein Pfund, mit dem man Spieler locken kann“, erklärt er. Zu hoch anzugreifen, um in Ligen zu spielen, die für Zuschauer uninteressant sind, hält Stracke für wenig erstrebenswert. Die Kaderplanung für die nächste Saison sei abgeschlossen. Luca Tröster und Dominik Weigel kommen vom ASV Hamm. Außerdem setzt der RSV auf die Einbindung des eigenen, erfolgreichen A-Jugendjahrgangs.

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