Handball-Landesliga

Das ist der neue Trainer des RSV Altenbögge

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Jens Schulte-Vögeling (Mitte) übernimmt beim RSV das Traineramt von Tino Stracke (rechts). Links A-Jugend-Coach Thomas Wollek.

Der RSV Altenbögge wechselt zur kommenden Saison den Trainer. Nachfolger von Tino Stracke wird der Hammer Jens Schulte-Vögeling, der zum ersten Mal für eine Seniorenmannschaft hauptverantwortlich sein wird. Zu seinen Aufgaben gehört auch, die künftigen A-Junioren langsam heranzuführen.

Bönen – Nachdem Stracke beim RSV Altenbögge vor fast genau zwei Jahren interimsweise für Mike Rothenpieler als Coach einsprang und dann ab der folgenden Saison 2017/2018 Trainer für den Handball-Landesligisten war, legt er nun im Sommer die Arbeit in die Hände seines alten Bekannten. Gemeinsam mit Jens Schulte-Vögeling spielte er in der Jugend und später auch zu Oberliga-Zeiten bei der HSE Hamm.

„Ich habe schon vor zwei Jahren zu Jens Kontakt aufgenommen“, erzählt Stracke. Er erhielt jedoch eine Absage. Schulte-Vögeling trat zu dem Zeitpunkt wegen der Geburt seines zweiten Kindes kürzer. Da Stracke nun selbst aus zeitlichen Gründe den Posten aufgeben wollte („Es wird mir zuviel.“), fragte er wieder an und fand diesmal ein offenes Ohr. 

Schulte-Vögeling war vor Babypause Co-Trainer bei der SG Handball Hamm

Schulte-Vögeling gab seine Zusage. „Ich habe Bock. Ich will wieder in die Halle und da nicht nur auf der Tribüne rumsitzen“, freut sich der 37-Jährige auf seine kommende Aufgabe. Vor seiner Babypause war er unter Christoph Reichenberger und Tobias Mateina Co-Trainer bei der SG Handball Hamm in der Oberliga.

„Es war nötig, dass jemand Externes kommt. Jemand, der mal komplett unvoreingenommen an die Sache herangeht“, erklärt Stracke die Wahl seines Nachfolgers. „Und wie ich ihn kenne, passt er zum Verein.“ Nachdem in den vergangenen Jahren mit Uwe Nitsch und Mike Rothenpieler Leute aus den eigenen Reihen das Traineramt innehatten, mit denen die Mannschaft dann irgendwann nicht klarkam, Spieler wie Timo Althaus, Thomas Richter oder zuletzt Stracke das Sagen hatten, geht der RSV also neue Wege. Schulte-Vögeling kennt zwar viele der Gesichter und Namen des aktuellen Kaders, hatte aber näheren Kontakt nur zu Stracke, Marius Schrage, der unter ihm bei der SG spielte, und Sören Feldmann, mit dem er seit Jahren freundschaftlich verbunden ist.

Der 37-Jährige besitzt schon seit 2001 die C-Lizenz, hat seitdem viele Jahre mit Jugendmannschaften und als Kreisauswahltrainer gearbeitet. Eine Tatsache, die ihm jetzt zu Gute kommen könnte. Denn die Altenbögger wollen zur neuen Saison die talentierten A-Jugendlichen eng mit der Ersten verzahnen. „Die Jungs über so viele Jahre zusammenzuhalten, ist viel Wert. Ich möchte versuchen, sie heranzuführen und einzubinden und sie mal in ein Spiel reinzuwerfen“, sagt Schulte-Vögeling. 

Mit Thomas Wollek hat der neue Trainer noch beim HC Heeren gespielt

Mit deren Coach Thomas Wollek hat er selbst noch beim HC Heeren gespielt, Kontakt zu den Jugendlichen hat er bereits aufgenommen. Der RSV will den Nachwuchs mit einem Doppelspielrecht ausrüsten. Schon in dieser Saison hat das alte B-Jugend-Oberliga-Team mit den Senioren trainiert, eventuell könnten sogar noch die ersten Einsatzminuten folgen.

Die Altenbögger stehen als Fünfter jenseits von Gut und Böse. Stracke möchte noch „das Bestmögliche“ aus der Spielzeit herausholen. Derzeit laufen die Gespräche mit den aktuellen Akteuren und potenziellen Neuzugängen. „Ich würde mir wünschen, dass alle bleiben“, sagt Stracke und lässt durchblicken, dass das nicht unrealistisch ist. „Wir wollen den Kader in den nächsten Wochen endgültig fix machen“, sagt Schulte-Vögeling, der schon in die Planung eingebunden ist und bereits das jüngste Heimspiel gegen Brechten verfolgt hat.

Stracke möchte zwar raus aus dem Tagesgeschäft, für den Verein aber im Hintergrund weiterarbeiten und den Vorstand unterstützen. „Die Trainer beim RSV sollen sich nur noch auf das Sportliche konzentrieren“, erklärt er – und meint damit nicht nur den Neuen bei der Ersten.

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