Handball-Landesliga

Nach dem Klassenerhalt freuen sich die RSV-Spieler auf Mallorca

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Felix Warias wartet noch ab, ob und wann er wieder zum Ball greift.

Bönen - Es war zwar nur der Klassenerhalt, aber die Feier nach dem Krimi in Dortmund konnte locker mit jeder Aufstiegsfete mithalten. Bis 2 Uhr nachts saßen die Handballer des RSV Altenbögger noch bei Spielertrainer Tino Stracke, um das versöhnliche Ende einer Landesliga-Saison zu begehen, für die sehr oft das Wort mit Sch... gefallen war. Dementsprechend groß war die Erleichterung nach dem 24:23-Sieg im direkten Duell bei der DJK Oespel-Kley, um die Abstiegsrelegation herumgekommen zu sein.

„Wir können jetzt nach Mallorca fahren“, sagte Torhüter Kai Kleeschulte mit einem Grinsen auf dem Gesicht, nachdem die Schlusssirene in der Sporthalle Lütgendortmund für kollektiven Jubel bei den Gästen gesorgt hatte. Ab dem Wochenende geht es mit der ersten und zweiten Mannschaft auf die Mittelmeerinsel. „Wir werden den Leute, die uns immer ausgeholfen haben, sicherlich nochmal danken“, meint Stracke, der die Spielzeit einfach nur abhaken wollte. „Hauptsache wir sind drin geblieben und erleben nicht nochmal eine solche Saison.“

Wegen andauernder und zahlreicher wie langfristiger Verletzungen stand Stracke seit September jede Woche nur eine Rumpftruppe zur Verfügung. Da zusätzlich ein vernünftiges Training kaum möglich war, gingen dem Team vor allem in der Hinrunde oft gegen Ende der Partien die Kräfte aus. Die Abstiegsgefahr wurde immer größer, acht Spieltage stand der RSV sogar auf dem vorletzten Platz, ehe die Bönener mit vier Siegen in Folge den Grundstein zum Klassenerhalt legten und am Sonntag den Matchball verwandelten. Daraus zog Stracke dann doch noch Positives aus der Saison: „Gegen Oespel hätten wir vom Spielerischen her nicht gewinnen dürfen, aber es hat wieder gezeigt, was man mit Wille, Leidenschaft und Zusammenhalt erreichen kann.“

Bedingt durch die angespannte Situation lagen die Planungen für die neue Spielzeit auf Eis. „Wir haben alle Gespräche verlegt, wichtig war das wir drin bleiben“, sagt Stracke: „Jetzt haben wir ein Argument mehr, weil wir weiter Landesliga spielen.“ So gibt es neben den vier feststehenden Neuzugängen vom ASV Hamm III (Sören und Steffen Feldmann, Gregor Stefek, Jonas Gerke) noch keine weiteren Verpflichtungen. „Mit drei, vier Leuten stehen wir noch in Gesprächen“, erklärt Stracke, der inklusive Perspektivspielern wie Niklas Kaftan mit 17 Akteuren planen möchte.

Vorerst nicht mehr zur Verfügung stehen werden Andre Brandt, der den Verein wechselt, Langzeiturlauber Dennis Geckert sowie Dominik Sürig und Dominik Warias, die zuallererst ihre Verletzungen an der Schulter beziehungsweise am Fuß auskurieren wollen. Felix Warias, dessen Genesung länger dauert, als erhofft, will erst einmal schauen. Auch Steffen Feldmann muss sich zunächst einer Operation an der Schulter unterziehen und wird so auch zu einem Wackelkandidaten. Derweil ist die Mannschaft schon wieder heiß, dass es weitergeht. „Es fragen mich schon alle, wann geht es los“, sagt Stracke. Einen genauen Termin hat er noch nicht. Er peilt Anfang Juli an. Allerdings wird in den Ferien der Boden in der MCG-Halle renoviert, in der Zeit muss sich der RSV ein Ausweichquartier für das Vorbereitungstraining suchen.

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