Handball-Kreispokal: Finalfour ohne Titelverteidiger

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Trost spenden Tino Stracke und Matthias Athens (rechts) Lukas Florian.

Bönen - Der Titelverteidiger RSV Altenbögge verpasste die Finalrunde des Kreispokals unglücklich. Der Landesligist unterlag im Siebenmeterentscheid der 3. Pokalrunde am Samstag in der Halle des Marie-Curie-Gymnsaiums gegen den Bezirksligisten Hammer SC. Und obwohl angetreten mit einer gemischten Mannschaft und der Prämisse, die Liga geht vor, war den Spielern die Enttäsuchung über das Aus anzumerken.

„Ich muss die Jungs jetzt wohl aufbauen“, erklärte RSV-Coach Tino Stracke. Er war froh, dass sich kein neuer Name in der Verletzenliste der Altenbögger wiederfindet. Und dass die, die bisher darauf gestanden hatten, wieder Spielpraxis bekamen. Philipp Isenbeck und Dominik Sürig liefen auf. Zudem bekamen mit Yannik Kornrumpf und Dennis Lakony weitere Spieler der zweiten Mannschaft die Gelegenheit sich mit der Landesligamannschaft einzuspielen.

TuS Overberge – RSV Altenbögge 25:27 (15:11). Das Mixed-Team brauchte einige Zeit, um sich gegen den Kreisligisten durchzusetzen. Was auch daran lag, dass Stracke den Spielern aus der Kreisklasse viel Einsatzzeit gab. Es passte naturgemäß nicht alles. Die spielstarken Overberger fanden immer wieder Löcher in der Altenbögger Deckung, verteidigten zumindest in der ersten Hälfte gut. Sie profitierten aber auch davon, dass dem RSV im Angriff wenig einfiel. Das Tempo war nicht das der Landeliga. Außerdem fehlte die nötige Konzentration im Abschluss. TuS-Torsteher Johannes Guminski war Dank guter Reflexe auch kein schlechter.

Nach dem Seitenwechsel korrigierte Stracke. Auf der Platte stand eine reine „Erste“ mit Timo Weber auch im Angriff, der mit seiner körperlichen Präsenz für Platz sorgte. Andre Brandt glich sechs Minuten nach Wiederanpiff aus. Der Favorit warf in den folgenden sieben Minuten einen Vier-Tore-Vorsprung heraus (16:20).

RSV Altenbögge – Hammer SC 24:24 (10:13). Gleich darauf ging es für den Gastgeber ins zweite Pokalrundenspiel. „Ob man tatsächlich zweimal 25 Minuten spielen muss, die Mannschaften nur fünf Minuten zur Vorbereitung bekommen, ist fraglich“, kritisierte Stracke den Modus des Turniers.

Auch gegen die Hammer lag der RSV schnell zurück – 2:6 hieß es in der 8. Minute. Drei Minuten später waren die Altenbögger 5:7 dran. In der 21. Minute lagen sie wieder sechs Tore hinten (6:12).

Lukas Florian glich dann in der 32. Minute mit dem 15:15 erstmals aus. Er verwandelte einen seiner sechs Siebenmeter. Von nun an verlief die Partie des Landesligavorletzten gegen den Bezirksligadritten ausgeglichen.

Da der Hammer SC den TuS Oberberge im letzten Spiel des Tages mit 30:24 (18:15) schlug, verlangte das Regelwerk einen Siebenmeterentscheid – der direkte Vergleich der punktgleichen RSV und Hamm lautete ja Remis.

Ausgerechnet Florian, der im Spiel der beiden Mannschaften sechs seiner siebenStrafwürfe verwandelt hatte, scheiterte mit fünften und letzten Siebenmeter am Hammer Torwart. Eigentlich nur noch nebensächlich, denn Sürig hatte schon den ersten versemmelt, Hamm hingegen alle verwandelt. Trotzdem musste Stracke Florian zuallererst trösten.

„Phasenweise waren wir gut, haben eine tolle Moral gezeigt“, erklärte der RSV-Coach, „wir sind ja zweimal zurückgekommen. Im Siebenmeter stehen die Chancen eben 50:50.“

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