Handball-Kreisliga

RSV-Trainer Hadamik fordert "eine andere Art von Spiel"

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Nach langer Auszeit streift Mirza Bajramovic wieder ein RSV-Trikot über und läuft für die zweite Mannschaft auf.

50 Prozent Siege und Platz sieben in der Abschlusstabelle: Das erste Jahr in der Handball-Kreisliga ließ sich aus Sicht der zweiten Mannschaft des RSV Altenbögge gut an. Danach gab es allerdings einen Wechsel auf der Trainerbank.

Bönen - Aufstiegscoach Bernd Lublow hörte aus Zeitgründen auf, Peter Hadamik übernahm für ihn das Ruder am Spielfeldrand. Der neue Mann an der Linie hat seine Schützlinge mittlerweile schon etwas kennengelernt, denn schon seit Anfang Juni ist die RSV-Reserve bereits wieder im Training – und damit fast zwei Wochen vor der eigenen Erstvertretung. 

Hadamik hat also viel vor mit seinem Team. „Ich möchte eine andere Art von Spiel von der Mannschaft sehen. Und dafür braucht man viel Zeit“, begründet der Coach den frühen Beginn der Vorbereitung. Mehr Tempo erhofft er sich in der im September startenden Saison. Neue Spielzüge sollen die Altenbögger dem Gegner präsentieren, um dessen Defensive damit aus den Angeln zu heben. 

Zweimal wöchentliches Training beim RSV II

„Das muss man lange üben“, weiß Hadamik. Außerdem lenkt er die Aufmerksamkeit auf die Abwehr. Die Bönener sollen dort „dichter“ stehen, dem Gegner weniger Lücken zum Werfen eröffnen. Dass nicht immer alle Akteure bei den Einheiten vor Ort sind, erschwert dem Trainer die Arbeit. Mehr Zeit hilft also. 

Zweimal wöchentlich werden die RSV-Akteure in der Vorbereitung mit dem Ball üben, dazu kommt bis zum Saisonstart eine Laufeinheit. „Alle Spieler ziehen gut mit“, verteilt Hadamik ein erstes Lob an seine Mannschaft. 17 Leute gehören dem Kader an, viele Rückkehrer sind darunter. Torben Bolztz greift nach einer langen Verletzungspause wieder an und wird sich auf Linksaußen mit Jannik Mettner, der nach einer Auszeit wieder Lust auf Handball hat, um Einsatzminuten streiten. 

Vertrag mit einem Jahr Laufzeit für Hadamik

Keine Unbekannten in der MCG-Halle sind auch Kreisläufer Mirza Bajramovic und Rückraumakteur Alber Shabani, die ebenfalls eine Zeit lang ausgesetzt haben. Auf der anderen Seite legt Lublow nach zwei Jahren eine Pause ein. Regisseur Hendrik Abel hört ganz auf. Der flinke und torgefährliche Ivanilson Alexandrino wechselt zur SGH Unna-Massen, wird dort in einer unteren Mannschaft auflaufen, weil er eine Ausbildung angefangen hat. Der Aufwand, nach Bönen zu kommen, wurde ihm zu groß. 

Hadamiks Zusammenarbeit mit dem RSV ist vorerst auf ein Jahr angelegt, eine Verlängerung aber nicht ausgeschlossen. „Ich muss schauen, ob ich die Mannschaft führen kann und mit allen gut zurechtkomme“, sagt der 65-Jährige. Seine letzte Tätigkeit als Männer-Coach ist lange her. „Vor 20 Jahren bei Westfalia Rhynern“ leitete er zuletzt ein Team. Dort spielte Hadamik auch bis zu seinem 58. Lebensjahr. 

Neuer Coach verfügt über Zweitliga-Erfahrung

Familiäre und berufliche Verpflichtungen verhinderten ein weiteres Engagement als Coach. „Die Übungen kann ich jetzt auch noch vormachen“, betont er. Der neue Mann bei der RSV-Zweitvertretung verfügt zwar über keine Trainerlizenzen, „aber ich habe die praktische Erfahrung“, sagt Hadamik, der in Polen einst bis hoch in die 2. Liga aktiv war, wenn auch nur ein Jahr, wie er betont. In der Saison 2017/2018 betreute er zudem die C-Jungen in Altenbögge. Er kennt den Verein und das Umfeld also bereits.

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