Hammer Zweitligist  gewinnt mit 48:18 in Bönen

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Lukas Florian suchte immer wieder Lücken in der rigoros zupackenden ASV-Abwehr (von links Jan Brosch und Markus Fuchs).

Bönen -Doppelpässe vor dem Tor, 48 Treffer und 60 Minuten Tempo-Handball: Das Gastspiel des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen bot den gut 250 Zuschauern in der MCG-Halle gute Unterhaltung. Und auch die Spieler des RSV Altenbögge waren am Ende zufrieden, hatten sie doch 18 Mal gegen die Profis getroffen.

„Das hat auf jeden Fall Spaß gemacht“, meinte Kapitän Dennis Geckert erschöpft. Denn natürlich war es ein ungleiches Kräftemessen, schließlich liegen fünf Klassen zwischen den beiden Mannschaften. Dennoch verkauften sich die Bönener teuer. „Wir hatten einige gute Aktionen“, meinte auch RSV-Coach Mike Rothenpieler.

Am Anfang hielt der Bezirksligist sogar halbwegs mit. Dennis Geckert traf per Siebenmeter zum 1:2 (5.). Vorher und nachher parierte Torhüter Jonas Karlin zwei Würfe. Die Chance zum Ausgleich vergab dann jedoch Leon Altner.

RSV empfängt ASV Hamm-Westfalen

Die Profis waren keineswegs gewillt, den Altenböggern einfache Tore zu schenken. ASV-Coach Nils Pfannenschmidt hatte im Vorfeld eine hohe Konzentration seiner Schützlinge eingefordert – und die zeigte der Zweitligist auch über weite Strecken. So sahen die Gäste in den ersten neun Minuten zwei Gelbe Karten und foulten zweimal siebenmeterreif. Lukas Florian verwandelte den zweiten sicher zum 2:4 durch die Beine von Stammkeeper Tomas Mrkva. Das erste Feldtor markierte Jan Weber nach elf Minuten zum 3:6.

ASV-Maskottchen Maxi "half" den Schützen beim Siebenmeterwerfen gegen Tomas Mrkva in der Halbzeit.

„Hamm hat es am Anfang etwas ruhiger angehen lassen. Und dann ging irgendwann der Zug los“, meinte Geckert. „Sie haben uns über die schnelle Mitte überrannt“, staunte Melvyn Leniger. Manches Mal holte Jonas Karlin schon den Ball aus dem Tor, als der ein oder andere Bönener noch über einen eigenen Treffer jubelte. „Besonders der Rechtsaußen war ja nach zwei Sekunden wieder vorne“, zollte Karlin Lukas Blohme Respekt. Aber auch Joscha Ritterbach und später Lars Gudat zeigten, wie Gegenstöße bei richtigem Tempo aussehen. Dennoch: „Das hat echt Spaß gemacht. Es ist schon was anderes, wie die gucken, wie ich mich bewegen und dann in die andere Ecke werfen“, meinte Karlin begeistert.

Der weitere Spielfilm ist schnell erzählt: Die Gäste zogen über 5:10 (15.), 7:18 (24.) zum 9:23-Pausenstand davon. Nach dem Wechsel deckte der ASV offensiver, womit die langsam entkräfteten Altenbögger gar nicht mehr klar kamen und nun Gegenstoß um Gegenstoß kassierten. Dennoch wurde jedes RSV-Tor und jeder gehaltenen oder abgewehrte Ball vom Publikum gefeiert. 10:25 (34.), 12:34 (40.) und 14:39 (48.) waren die weiteren Zwischenergebnisse bis zum 18:48-Endstand. Immerhin erreichte die Gastgeber ihr Ziel unter 50 Gegentreffern zu bleiben.

Ein schönes Erlebnis war die Partie auch für Jan Brosch, der vor gut fünf Jahren noch mit der SG Massen zum Meisterschaftsspiel in der MCG-Halle angetreten war. „Das ist ein bisschen wie eine Reise in die Erinnerung. Ich habe hier ja überall in der Jugend gespielt“, so Brosch: „Wir wollen die Jugend fördern und zeigen, was im Handball möglich ist“, fasste er die Ziele der Westfalen-Tour des Zweitligisten, die ihn nach Bönen führte, zusammen.

ASV-Coach Nils Pfannenschmidt lobte die „tolle Atmosphäre“ in der Halle und was der RSV alles auf die Beine gestellt habe: „Ich finde das Drumherum richtig gut.“ Die Hammer waren auch gute Gäste, brachten ihr Maskottchen Maxi mit oder stifteten beispielsweise Freikarten beim Siebenwerfen in der Pause, bei dem sich Mrkva ins Tor stellte. Altenbögges Geschäftsführer Jörg Neumann sprach von „großartigen Event für den Verein“. Und Bernd Lublow brachte das Spiel am Ende mit einem Wort auf den Punkt: „Fantastisch!“ - bob

RSV: Karlin (1.-20.), Joneleit (21.-40.), Wollek (41.-60.) – J. Weber, Geckert, Leniger, Gerwien, Florian Altner, Brand, Beutner, Betz, T. Weber, Lublow, Pieper, Eißing, Goergens, Karkowski

ASV: Mrvka (1.-30.), Doden (31.-60.) – Blohme, Brosch, Fuchs, Saalmann, Zdrahala, Gudat, Wiencek, Gaubatz, Just, Orlowski, Zintel, Savvas, Pretzewowski, Pfänder, Ritterbach

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