Eltern- und Schülervertreter begrüßen Entscheidung über MCG-Spitze

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Für Dr. Peter Petrak gibt es keinen Weg mehr zurück an das Marie-Curie-Gymnasium.

Bönen – Der Blick am Marie-Curie-Gymnasium soll seit Donnerstag wieder nach vorne gehen, nachdem die Bezirksregierung Arnsberg Dr. Peter Petrak als Rektor ab- und dessen Stellvertreterin Bianca Giese als kommissarische Schulleitung eingesetzt hatte. „Das ist eine gute Entscheidung für die Schule“, findet Robert Stein.

Stein hat als Vorsitzender der Elternpflegschaft zusammen mit Stellvertreter Marcus Felbick durch die Rücktritte in einer Sitzung unmittelbar vor den Sommerferien die Personalentscheidung ins Rollen gebracht. Er und seine Pflegschaftskollegen hatten eine weitere Zusammenarbeit mit Petrak für unmöglich erklärt.

„Das war ein großes Aufatmen für uns“, meint auch Joost Grobe, der als Schülersprecher damals ebenfalls sein Amt – wie auch Stellvertreter Max Kalina – niedergelegt hatte, aber die Schüler weiter inoffiziell vertrat. „Ich glaube, ich kann an dieser Stelle für die ganze Schülerschaft und Schulgemeinschaft sprechen.“

Schulfrieden wiederhergestellt

„Wichtig ist, dass der Schulfrieden wiederhergestellt ist und sich jetzt auch nachhaltig hält“, begründet Stein seine Meinung und berichtet von einer großen Erleichterung unter den Eltern. Wichtig sei zudem, dass für alle Parteien eine gute Lösung gefunden wurde. Laut Bezirksregierung wird Petrak im Einvernehmen auf eine Stelle in der Lehrerbildung wechseln.

Stein sieht mit der Arnsberger Entscheidung vor dem Beginn des neuen Schuljahrs ein wichtiges Signal. „Jetzt kann Ruhe einkehren.“ Das Image der Schule solle nun wieder aufgebessert werden. Stein bedauert es, dass durch den mit dem Rücktritt verbundenen Knall, das MCG kurzfristig nachteilig in der Öffentlichkeit dagestanden habe. „Ich glaube aber, langfristig gewinnt der gymnasiale Standort Bönen dazu.“

Auf einer Ebene diskutieren

Grobe freut sich auf die künftige Zusammenarbeit mit Bianca Giese, die er als Lehrerin schon länger kennt. „Ich denke, dass man kooperativ arbeiten wird und auf der gleichen Ebene miteinander diskutiert.“ Auch Stein hält die kommissarische Einsetzung von Giese für eine gute Lösung, man wolle absolut konstruktiv zusammenarbeiten.“

Derzeit ist Maresa Viviani die einzige offizielle, weil nicht zurückgetretene Vertretung der Elternpflegschaft. Auch sie zeigte sich erleichtert über die Entscheidung aus Arnsberg. „Es kommt jetzt viel Arbeit auf das MCG zu. Aber wir sind eine starke Elternschaft und unterstützen, wo wir nur können“, meinte sie. Ein neuer Vorstand muss gewählt werden. Stein ließ seine Zukunft offen. „Für viele waren die vergangenen Monate anstrengend, weil wir vor eine Wand gelaufen sind.“

Gespannt auf das neue Schuljahr

Für Grobe und seine Mitschüler steht nun aber das in der kommenden Woche beginnende Schuljahr im Vordergrund, als Zwölftklässler ist es sein letztes. „Ich bin relativ gespannt, wie es losgeht.“ Ab sofort muss er auch im Klassenraum eine Maske aufsetzen. „Das ist natürlich nervig, aber trotzdem notwendig. Eine Schule kann sich schnell zum Corona-Hotspot entwickeln.“ Dass wieder die alten Kurs- und Klassengrößen erreicht werden, findet er gut. Zuvor sei es nicht so einfach für die eine Lehrkraft gewesen, die auf mehrere Räume verteilten Kurse zu motivieren.

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