Sechs Monate Sperre nach Abbruch von E-Jugend-Spiel

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Sechs Monate lang darf Gültekin Ciftci kein Traineramt mehr ausüben oder selbst spielen.

Bönen - Der Bönener Gültekin Ciftci wird seinem Verein TSC Kamen als Trainer im Aufstiegsrennen der Fußball-Kreisliga A2 bis auf Weiteres nicht mehr helfen können. Das ist das Resultat der Kreisjugendspruchkammersitzung (KJSK) am Montag in der Sportschule Kaiserau.

Die war zusammengekommen, um über ein abgebrochenes E-Jugend-Spiel zwischen dem FC Overberge und der SpVg Bönen vor den Osterferien (hier der Bericht auf WA.de) zu entscheiden, bei dem Ciftci als Trainer der SpVg involviert war. Wegen einer Tätlichkeit gegenüber dem Schiedsrichter wurde der Bönener für sechs Monate für alle Trainer- und Spielertätigkeiten gesperrt, teilte der KJSK-Vorsitzende Peter Bremer mit. Das Spiel wurde mit 2:1 für Overberge gewertet, dem Stand beim Abbruch in der 41. Minute.

Auslöser der Handgreiflichkeiten war, dass dem SpVg-Torhüter von seiten des Schiedsrichter, der in diesen Altersklassen von einem Vereinsmitglied – in diesem Fall ein Overberger – gestellt wird, vorgeworfen wurde, den Unparteiischen und einen Gegenspieler beleidigt zu haben. Er erhielt dafür eine sechswöchige Sperre, wobei der Keeper und auch Ciftci den Vorfall in der Verhandlung bestritten.

Ciftci selbst gab zu, dass er den Overberger mit einem Griff runtergezogen habe. „Wenn er mich nicht angegangen wäre, hätte ich das gar nicht machen müssen“, erklärte er, dass der Schiedsrichter ihn zuerst mehrfach gestoßen hätte. Die ihm vorgeworfene Beleidigung verneinte Ciftci, der aber im Gegensatz zum FCO keine Zeugen bei der Verhandlung auf seiner Seite hatte. Die Aktionen des Overbergers standen aber nicht im Spielbericht.

Laut Bremer sind die sechs Monate für eine Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter die Mindeststrafe. Ciftci empfand das Urteil dagegen als sehr hart, da er sich nur gewehrt habe. Gemeinsam mit der SpVg überlegt er nun, Einspruch einzulegen, um die Sperre zu reduzieren.

Unabhängig davon erklärte Ciftci, dass er beim TSC, wo er auch hin und wieder in der zweiten Mannschaft spielt, gemeinsam mit Tuncay Sömnez weitermachen möchte. Derzeit liegt Kamen als Dritter einen Punkt hinter Spitzenreiter Wethmar II. „Wir müssen jetzt aber gucken, wie wir das machen“, sagt der Bönener, zumal Sömnez bald in Urlaub fahre.

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