GSV-Vorsitz nur noch kommissarisch besetzt

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Rudolf Mäkler trat als 1. Geschäftsführer des GSV nicht mehr zur Wahl an.

BÖNEN -  „Vakant“ und „kommissarisch“ waren die Begriffe, die die Jahreshauptversammlung des Gemeindesportverbandes Bönen (GSV) prägten. Da der 1. Vorsitzende Detlev Renk und der 1. Geschäftsführer Rudolf Mäkler nicht mehr zur Wiederwahl antraten und sich keine Nachfolger fanden, müssen die Stellvertreter Uwe Varlemann (Vorsitz) und Karsten Schilling die Geschäfte bis auf weiteres kommissarisch übernehmen.

Es war ein trauriges Bild, dass sich den Vertretern der Bönener Sportvereine in der Gaststätte Dörnemann bot. Da sowohl Renk als auch sein Stellvertreter Uwe Varlemann aus beruflichen Gründen fehlten, übernahm Mäkler die Versammlungsleitung, verzichtete allerdings nach der Begrüßung darauf, den Bericht des 1. Vorsitzenden vorzutragen. Dieser stand im schlicht nicht zur Verfügung. Mäkler hob daher nur hervor, dass das wichtigste Thema des vergangenen Jahres, die Sportstättennutzungsgebühren, „mit der Gemeinde gut umgesetzt“ wurden. „Alle können gut damit leben“, sagte Mäkler. Dem pflichtete später auch Nadine Tewes, die die Gemeindeverwaltung vertrat, bei: „Ich habe das Gefühl, es ist gut angelaufen. Jetzt gucken wir, wie das erste Jahr läuft. Dann müssen wir vielleicht an zwei, drei Schrauben drehen“, will sie nicht vorschnell bilanzieren.

Doch nachdem der GSV dieses Mammutprojekt vom Tisch hat, scheint die Zukunft der Interessenvertretung der Sportvereine gefährdet. Denn seit Dienstag ist der GSV führungslos, weil sich für die Posten des 1. Vorsitzenden und des 1. Geschäftsführers niemand fand. Dementsprechend groß war die Erleichterung, als sich zumindest Klaus Rudack bereiterklärte, erneut als Kassierer zu kandidieren. Einstimmig verlief die Wiederwahl.

Varlemann und Schilling leiten nun die Geschicke kommissarisch, wodurch der Verband laut Satzung immerhin geschäftsfähig bleibt. Denn die Hälfte der Vorstandsposten sind besetzt. „Wir müssen uns überlegen, wie es weitergeht mit der GSV“, sagte Schilling zur aktuellen Situation. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung sollen die Ämter möglichst bald neu besetzt werden. „Wir müssen zeitnah einen funktionierenden Vorstand bilden“, so Schilling, der nun mit Varlemann, Rudack und Sportabzeichen-Obfrau Birgit Stephan das weitere Vorgehen absprechen will.

Gutes zu berichten hatte der Kassierer: Der GSV hat im vergangenen Jahr ein leichtes Plus erwirtschaftet, weswegen die Mitgliedsbeiträge an den Kreissportbund Unna (KSB), die früher von der Gemeinde übernommen wurden, aus der Kasse bezahlt werden können. Die Kassenprüfer Friedhelm Wittwer und Volker Schrupkowski bescheinigten Rudack eine „lückenlose Buchführung“ (Wittwer). Er empfahl die Entlastung des Vorstandes, die die Versammlung einstimmig gewährte. Als Nachfolgerin für Schrupkowski wurde Kerstin Stratemann-Kreyenbaum gewählt.

Stephan berichtete, dass sie im vergangenen Jahr 313 Minisportabzeichen, 394 Abzeichen für Grundschüler und 64 Urkunden an weiterführender Schulen verteilt habe. Zehn Familien wurden ausgezeichnet, dazu acht Goldabzeichen mit Zahl überreicht. Die Summe stieg im Vergleich zu 2012 um 31 auf 656. Bei den Vereinen über 300 Mitgliedern wies der RSV Altenbögge, bei dem 15,8 Prozent der Sportler die Prüfungen erfolgreich absolvierten, die beste Bilanz auf. Bei den Klubs unter 300 Mitglieder lag der RGS mit 11,3 Prozent vorne. - bob

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