Tennis

Grünes Licht für Rückkehr auf den Tennisplatz Anfang Mai?

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Zurück auf den Tennisplatz könnte es zeitnah für Frank Stefank, den Vorsitzenden von RW Bönen, gehen.

Die heimischen Tennis-Vereinen können die Instandsetzungsmaßnahmen an den Außenanlagen forcieren.

Bönen - Jedenfalls verbreitet Robert Hampe, Präsident des Westfälischen Tennis-Verbandes (WTV), derzeit große Zuversicht, dass ab 4. oder 5. Mai in der Region wieder Tennis gespielt werden darf: „In einigen Bundesländern ist das schon der Fall. Wir hoffen, dass auch wir bald grünes Licht von der Landesregierung aus Düsseldorf erhalten werden. Schließlich ist beim Tennis zwischen den einzelnen Spielern eine große Distanz gegeben.“

In Mecklenburg-Vorpommern darf seit dem 20. April schon wieder Tennis gespielt werden. In Berlin und Brandenburg wurden die Anlagen bereits am vergangenen Mittwoch freigegeben. Ab heute, Samstag, ist Tennis auch in Bremen erlaubt. In Schleswig-Holstein ist der Sport ab 4. Mai zugelassen. Westfalen soll nun möglichst zeitnah folgen.

Hampe kämpft mit allen Mitteln

Dafür setzt sich Hampe, der seit Tagen im Homeoffice an seinem Wohnort in Hamm fast rund um die Uhr beschäftigt ist, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln ein. „Ich sitze den ganzen Tag am Telefon, beantworte die Fragen der Vereine oder der verschiedenen Medien“, berichtet der pensionierte Lehrer. „Ständig gibt es irgendwelche Videokonferenz, auch auf DTB-Ebene.“

Seit einiger Zeit hält Hampe zudem sehr engen Kontakt zur Landesregierung von Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Vor allem zu Bernhard Schrank, der im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport als Abteilungsleiter für den Bereich Sport und Sportstätten zuständig ist. Hampe spricht von positiven Signalen, die aus Düsseldorf gesendet worden sind und hofft nun darauf, dass das entscheidende Schreiben nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Schon vor einigen Tagen hat der WTV mit einem Blick auf die mögliche Freigabe einen Katalog mit Richtlinien für das Tennisspielen im Verein veröffentlicht und an die heimischen Vereine geschickt. Die beinhalteten in erster Linie Verhaltensregeln, wie sich die Aktiven, Trainer und Vereinsmitarbeiter zu Corona-Zeiten auf den Anlagen zu verhalten haben, um für die größtmögliche Sicherheit zu sorgen. Unter anderem wurden die Klubs angehalten, einen Corona-Beauftragten zur Sicherstellung der Vorschriften zu benennen.

Corona-Beauftragte stehen häufig schon fest

Hampe zeigte sich erfreut üb er die Reaktionen. „In kurzer Zeit haben einige Vereine uns schon entsprechende Personen gemeldet“, bestätigt der WTV-Präsident, dass die Vertreter der Klubs das Thema sehr ernst nehmen und entsprechend handeln.

Wie Hampe betont, sollen auf den Anlagen zunächst nur Einzel gespielt werden. „Zumindest die ersten 14 Tage“, so der Hammer. „Danach können wir neu beraten, wann auch Doppel möglich sein werden.“

Noch besprochen werden muss, unter welchen Voraussetzungen die Übungseinheiten auf den Plätzen abgehalten werden dürfen. „Wir werden in den nächsten Tagen abklären, ob lediglich ein Einzeltraining oder auch Tennis-Unterricht mit zwei oder drei Schülern erteilt werden kann“, sagt Hampe. Redebedarf besteht beim Verband zudem, was den Ligenspielbetrieb im Sommer angeht. „Das werden wir erst nach dem 30. April entscheiden“, so der WTV-Chef. „Wir wollen uns in den nächsten Tagen auch noch die Meinungen der einzelnen Vereine einholen.“

Die Frage ist, ob zunächst nur in den unteren Klassen gespielt werden soll, in denen ja bekanntlich nicht so weite Reisen erforderlich sind. Zur Diskussion steht dabei, dass die höheren Ligen vielleicht erst später beginnen oder in diesem Jahr ganz darauf verzichtet wird.

„Alles hängt natürlich davon ab, wie die Landesregierung in der Sache entscheidet“, beurteilt Frank Stefank die Richtlinien des Verbandes. „Auf die Auflagen können und werden wir uns schnell einstellen“, so der Vorsitzender des TV RW Bönen. Auch die Platzanlage ist seit Wochen für den Spielbetrieb präpariert. „Wir müssen ja nur noch die Netze aufhängen“, sagt Stefank. Aufschlagen auf der Platzanlage am Südfeld würden, wenn der Spielplan nicht grundlegend geändert wird, die Herren 30 und 50 am Wochenende 9./10. Mai. Es wäre der 2. Spieltag der regulären Saison.

Stefank glaubt nicht an Maskenpflicht

Viele Vorgaben sind es auch nicht und es sind die allgemein bekannten Hygiene-Richtlinien wie Abstand halten und Hände waschen. Der TV werde die Umkleiden geschlossen halten, die Bänke auseinanderstellen sowie Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen, die praktische Umsetzung der Richtlinien noch persönlich mit den Trainern besprechen. „Dass eine Maske vorgeschrieben wird, kann ich mir hingegen nicht vorstellen“, meint Stefank zur ab Montag geltenden Pflicht in NRW.

Kontrollieren werde niemand, ob die Zuschauer die Abstandsregeln einhalten. „Wir können doch niemanden zehn Stunden auf die Platzanlage stellen.“ Der Vorstand des Vereins appelliert an die Vernunft des Publikums wie der Akteure.

„Die Gastronomie ist ja jetzt schon mit ihrer Bude und dem außer Haus Verkauf aktiv“, sagt Stefank, „Getränke gibt es dort auch.“ Verzehr gehört zum Sport dazu. Vereinsgaststätten dürfen aber analog zu den übrigen Restaurants bisher nicht öffnen.

Auch, wenn der Vorsitzende der Rot-Weißen in den hygienischen Vorgaben kein großes Problem für den Verein sieht, fragt sich Stefank, wie die Spielregeln umgesetzt oder abgeändert werden. Schließlich gehören in den Wettkampfsport die abschließenden Doppel. Und da könnten sich die Sportler näher kommen. Im Tischtennis sind Doppel untersagt.

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