Große Moral reicht RSV gegen ASC nicht

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Lukas Florian stemmte sich bis zum Schluss und mit 13 Treffern gegen die Niederlage.

Bönen - Tino Stracke war nach dem Heimauftritt seiner Mannschaft voll des Lobes für sein Team. „Es haben sich alle ins Zeug gelegt, keiner wollte aufgeben. Wir haben Dortmund alles abverlangt“, meinte der verletzte Spielertrainer des RSV Altenbögge nach 60 intensiven Minuten Landesliga-Handball. Die Punkte gingen aber zum vierten Mal in Folge an den Gegner. Der ASC 09 gewann mit 33:29 (15:11).

„Ich hoffe, die Verletzten bei den Altenböggern kehren bald zurück. Dann werden sie – besonders hier zuhause – noch ihre Punkte holen“, war sich Dortmunds Coach Henning Becker sicher, keinem Abstiegskandidaten gegenübergestanden zu haben. Die Realität sieht zumindest aktuell anders aus. Der RSV ist mit 2:8 Zählern Drittletzter.

Der ASC steht dagegen auf dem dritten Platz, musste sich am Sonntagabend vor 152 Zuschauer in der MCG-Halle aber mächtig strecken, um den Sieg mit nach Hause zu nehmen. „Gegen die aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft haben wir uns schwer getan“, sagte Becker. Denn die Gastgeber versuchten bis zuletzt, die Partie zu drehen, obwohl sie ab der 22. Minute nie näher als drei Tore dran waren.

Verdient war der Erfolg für die Gäste letztlich schon, denn die Dortmunder strahlten auf fast allen Positionen Torgefahr aus, fanden häufig die Lücken in der RSV-Deckung und kamen so zu leichten Toren. Die Altenbögger nahmen den besten Gästetorjäger Marc-Andre Bradtke bereits früh durch Philipp Isenbeck kurz, und der markierte nur noch wenige Treffer. Doch seine Kollegen legten sich teilweise mit sehenswerten Spielzügen die Bönener Abwehr zurecht.

In der vielleicht vorentscheidenden Phase hatten die Gastgeber allerdings Pech. Bis zum 8:8 (19.) war nichts passiert. Dann traf Fynn Mosel, während Andre Brandt nur den Pfosten anvisierte. Das machte er bis zur 25. Minute noch zwei weitere Male, und auch Isenbeck scheiterte am Aluminium. Dortmund war auf 12:8 enteilt, ehe Felix Warias wieder ein Tor für den RSV warf. Er landete kurz darauf mit dem Kopf auf dem Boden und konnte bald darauf nicht mehr mitwirken.

Dem Vier-Tore-Rückstand lief der RSV anschließend die ganze Zeit hinterher. Nach dem Wechsel lag der ASC sogar mehrfach sechs Treffer vorne: 18:12 (35.), 15:21 (40.), 20:26 (50.). Doch die Bönener zeigten große Moral, bissen sich immer wieder zurück in die Partie. Christian Kleff brachte ab der 37. Minute frischen Wind gegen seinen früheren Coach Becker (beide waren zusammen in Schwerte). Auch der fast durchspielende Lukas Florian drehte nun auf, markierte im zweiten Durchgang neun Tore.

Doch immer wenn das Spiel zu kippen schien, war dem RSV das Schicksal nicht hold. Mal war es ein Missverständnis zwischen Brandt und Florian, dann traf Geckert den Pfosten oder kassierte der starke Kai Kleeschulte ein dummes Tor. Die vermutlich letzte Chance machte dann Bradtke mit einer fulminanten Rettungstat beim Stand von 25:28 (56.) zunichte: Altenbögge eroberte einen Ball, Kleeschulte feuerte die Kugel auf den gestarteten Geckert, doch Bradtke warf sich in vollem Tempo in den Pass, rutschte in die Auswechselbank, verschaffte dem ASC aber das Leder.

RSV: Kleeschulte (1.-60.), Starzak (1 Siebenmeter) – Geckert (6/1), Florian (13/1), Fl. Warias, Brandt (3), Isenbeck, Sürig (2), Fe. Warias (1), Engelmann, Kleff (4)

ASC: Hakenes (1.-60.), Pusch (2 Siebenmeter) – Mosel (1), Grotemeyer (4), M.-A. Bradtke (7/2), D. Bradtke (5/1), Wegmann (1), Wolff (5), Wittland (2), Breickmann (4), Nimmesgern (1), Poggemann (1), Mecklenbrauck (2)

Zeitstrafen: 3:1 (Brandt 2, Fl. Warias/Grotemeyer)

Spielverlauf: 4:4 (11.), 8:8 (19.), 8:12 (24.), 11:15 (30.) – 12:18 (35.), 15:20 (39.), 19:23 (41.), 20:26 (50.), 23:27 (54.), 26:29 (57.), 29:33 (60.)

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