Ein schönes Abschlussgeschenk

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Mit geeinten Kräften versuchen die Altenbögger Dennis Geckert und Melwyn Leniger Overberges Björn Hlawa zu stoppen. RSV-Trainer Thomas Richter schaut zu.

BERGKAMEN -  Im Spiel der scheidenden Trainer machte der RSV Altenbögge seinem Übungsleiter eine Schleife um die eigenen Vorstellung und schenkte Thomas Richter zum Abschluss einen Sieg. Mit 28:26 (16:11) setzten sich die Bönener in ihrem letzten Saisonspiel beim TuS Eintracht Overberge durch. TuS-Coach Frank Pätzold kann vielleicht am kommenden Wochenende noch einmal einen Erfolg mit seinem Team feiern, wenn der RSV bereits spielfrei hat.

Nachdem Pätzold unmittelbar nach dem Anwurf vom Eintracht-Vorstand offiziell verabschiedet wurde, diktierte der Gast lange das Geschehen. Die Bönener legten angeführt von einem zu Beginn sehr starken Rückhalt Michael Springhoff im Tor einen Traumstart hin. Ein 0:7 leuchtete auf der Anzeigentafel. „Da lief einfach gar nichts zusammen. Ich weiß nicht, ob einige da vielleicht zu locker ins Spiel gegangen sind“, meinte Pätzold. Den Vorsprung hielt der RSV bis zur 20. Minute, als Richter anfing vermehrt durchzuwechseln. Overberge verkürzte bis zur Pause über 8:14 auf 11:16.

Dann blieb Altenbögge aber irgendwie in der Kabine. Die Eintracht holte Tor und Tor auf, während die Gäste zu überhastete Würfe nahmen. „Wir haben versucht zu spielen“, war Richter dennoch mit Ausnahme des Abschlusses nicht unzufrieden. „Overberge hat Tino kurz gedeckt. Damit sind wir in der ersten Hälfte gut zurecht gekommen, in der zweiten nicht mehr so“, erklärte der RSV-Coach, der mit einer Auszeit sein Team wieder auf Kurs brachte. „Da habe ich die Spieler gefragt, ob sie hier wirklich gewinnen wollen.“

Die Reaktion war eindeutig: Der Gastgeber hatte zwischenzeitlich ausgeglichen und lag sogar ein Tor vorne – doch dann übernahm Altenbögge wieder die Kontrolle und schnell auch die Führung (53.). „Da war mir klar, dass es nicht mehr in die Hose geht“, so Richter. Bönen machte wieder einige einfache Tore und brachte den Sieg knapp, aber sicher nach Hause.

Damit schaffte es der RSV, sein Punktekonto ausgeglichen zu gestalten (24:24). „Damit bin ich sehr zufrieden“, sagte Richter. Die Altenbögger schoben sich zudem zumindest vorübergehend auf den siebten Platz vor. Rang sechs ist bei einer sehr hohen Niederlage von Beckum möglich. Von hinten könnte Wickede mit einem Sieg noch vorbeiziehen.

Ein letzter – nicht ganz offizieller – Auftritt bleibt Richter noch. Am 16. Mai wird er bei der RSV-Fans-Party im Zechenturm sicherlich noch einmal mit seiner Mannschaft feiern. - bob

TuS: Wenzel (1.-60.), Glindmeyer – Aslani (1), Biernat (5), Brinkmann (2), Hlawa (5), Jäger (3), Kirchhoff-Bramey (1), Manzke (3), Schlickhoff (6), Hüttemann

RSV: Springhoff, Joneleit – Michalik (2), Florian (2), Lublow (3/2), Stracke (8), Leniger (2), Geckert (2), Bettermann (3), Bajromovic (1), Betz, Pieper, Denger (n.e.)

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