Wiedersehen für RSV-Neuzugänge mit dem Ex-Klub

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Tim Gerwien ist einer von drei Spielern, die neu aus Bergkamen zum RSV wechselten. Am Sonntag steigt für ihn das Duell mit den alten Kollegen.

Bönen - Um die erste Saisonniederlage ist der Handball-Bezirksligist RSV Altenbögge gegen den Lüner SV quasi in letzter Minute herumkommen. Mit 3:1 Punkten sortieren sich die Bönener erst einmal in der oberen Tabellenregion ein. Am Sonntag um 18 Uhr kommt es für drei RSV-Neuzugänge nun zu einem ganz besonderen Spiel. Sie treffen auf ihren Ex-Verein HC TuRa Bergkamen.

Tim Gerwien, Timo Weber und ganz frisch auch Andre Brandt, der gegen Lünen sein Debüt für Altenbögge feierten, spielten in der vergangenen Saison noch in der Bergkamener Reserve und konnten den Abstieg aus der Landesliga nicht verhindern. „Meine Motivation ist auf jeden Fall groß“, sagt Gerwien vor dem Wiedersehen. Zu den alten Weggefährten hält er noch viel Kontakt. „Es wird zur Sache gehen und die Halle wird voll sein“, glaubt der 22-Jährige, der seit der A-Jugend in Bergkamen spielte. TuRa selbst bezeichnet er dabei als „kleine Wundertüte“. Neben den drei Neu-Bönenern verließen weitere Akteure den Klub. Bergkamen löste zudem jüngst seine dritte Mannschaft auf. Außerdem berichtet Gerwien von Gerüchten, dass am Sonntag Spieler aus dem Verbandsliga-Team gegen Altenbögge auflaufen sollen.

Egal wer letztlich beim Gegner auflaufen wird, Gerwien fordert einen Sieg. „Wir müssen gewinnen“, stellt der Spielmacher klar und will das als Reaktion auf die Vorstellung vom vergangenen Sonntag verstanden wissen. „Da haben wir uns selbst geschlagen. Wir haben viel verworfen an Siebenmetern und freien Würfen“, sah Gerwien eine zu hohe Fehlerquote. Auch dass er um die 40. Minute nur noch mit zwei weiteren Feldspielern auf der Platte stand, wurmte ihn: „Das darf uns nicht passieren. Wegen Meckerns haben wir da Zeitstrafen bekommen.“ In dieser Phase verlor der RSV erstmals gegen Lünen den Anschluss (17:22). Zwar kam Altenbögge wieder auf 21:23 heran, doch nach einer weiteren Schwächeperiode lag der Gastgeber in der MCG-Halle acht Minuten vor dem Ende scheinbar aussichtslos 21:27 zurück. „Da hatten wir quasi schon verloren“, hatte auch Gerwien nicht mehr mit einem Punktgewinn gerechnet.

Doch Bönen kämpfte sich in den turbulenten Schlussminuten zurück. Daraus will Gerwien nun Selbstvertrauen für das Bergkamen-Spiel ziehen. „Wir haben uns da sehr kämpferisch gezeigt. Daran müssen wir anknüpfen“, fordert er.

Dass es am Ende nicht zu einem Sieg gegen den LSV reichte, weil Melvyn Leniger sieben Sekunden vor dem Abpfiff bei Stand von 28:28 seinen Siebenmeter nicht im Tor unterbrachte, bezeichnete Gerwien als ärgerlich. „Er war ein bisschen down“, berichtet der 22-Jährige aus der Kabine, „aber keiner hat ihm einen Vorwurf gemacht. Da hätten nicht viele den Wurf zu genommen.“

Auch wenn gegen Lünen mehr drin war, ist der Saisonstart des RSV nach zwei Meisterschaftsspielen sowie dem Kantersieg im Pokal gegen Dellwig vorerst als ordentlich zu bezeichnen. Besonders mit der Leistung im zweiten Durchgang beim Liga-Auftritt in Dellwig (33:21) deutete das Potenzial an, dass in der Mannschaft steckt. „In der ersten Halbzeit hat man die Nervosität gemerkt beim ersten Saisonspiel. Danach haben wir dann in der Abwehr zugepackt und eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt“, meint Gerwien. Dennoch sieht er nicht nur wegen des durchwachsenen Auftritts gegen Lünen noch Luft. „In den ersten Spielen muss man sich erst finden. In der Abwehr sind die Absprachen und die Laufwege noch nicht perfekt“, erklärt er und wird sicher alles dafür tun, dass am Samstag in Bergkamen die Stabilität in der Deckung zunimmt. - bob

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