Tim Gerwien schätzt mannschaftliche Geschlossenheit des RSV

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1,92 m groß und selbstbewusst: Altenbögges junger Spielmacher Tim Gerwien.

Bönen - 22 Jahre alt ist Tim Gerwien. Das ist jung. In den gemeinsamen Trainingseinheiten, die der RSV Altenbögge bisher absolvierte, trägt der Neuzugang entsprechend die Trikotnummer 22. Das Alter merkt man seinem Spiel hingegen nicht an. Gerwien gibt den Spielmacher.

Er teilt sich die Rückraummitte mit Routinier Timo Stracke. „Von dem kann ich mir noch was abgucken meint er.“ Akzeptanzprobleme hat er nicht gegenüber den älteren Mitspielern wie Stracke und Tom Beutner, der im halblinken Rückraum agiert. „Nee, es klappt gut mit der Rollenverteilung“, sagt er.

Gerwien fing schon mit vier Jahren bei den Minis in Overberge an. Der gelernte Linksaußen wechselte als Jugendlicher zum TuS Westfalia Kamen in die Junioren- Oberliga. Als dort der reguläre Mittelmann verletzt ausfiel, übernahm Gerwien. Mit einer Körpergröße von 1,92 m war er prädestiniert für diese Position. Der 17-Jährige fühlte sich gleich wohl.

Zum RSV kam er von TuRa Bergkamen. Der Landesligaabsteiger ist einer der Gegner der Altenbögger in der kommenden Bezirksligasaison. Für die Spielzeit rechnet sich Gerwien einiges aus. „Ich denke, ein dritter oder vierter Platz müsste drin sein“, sagt er, „und wenn alles passt, wir die ersten Spiele gewinnen und keiner verletzt ausfällt, können wir auch um den Titel mitspielen.“ Zwei schwere Verletzungen hat der Handballer selber schon hinter sich – einen Kreuzbandriss und zuletzt vor zwei Jahren eine Schultereckgelenksprengung. „Da musste ich mich schon neu motivieren, mit Handball weiterzumachen.“

Warum Altenbögge? „Ich brauchte eine neue Herausforderung. Das Gespräch mit Mike (Trainer Mike Rothenpieler, die Redaktion) und dem RSV-Vorstand verlief positiv wie auch das Probetraining“, erklärt der Chemikant, der bei Bayer Pharma in Bergkamen arbeitet. Wichtiger ist ihm aber, „dass das ´ne Mannschaft ist, ohne einen, der meint, er wäre der Überflieger – die Stimmung im Team passt, es macht Spaß.“

Seine sportlichen Qualitäten sieht Gerwien in seinem „Auge für die Mitspieler“, dem Tempospiel und in der Abwehrarbeit – speziell im Zusammenspiel mit den Brüdern Timo und Jan Weber, die er aus Bergkamener Zeiten kennt. Dem Rest dieser Mannschaft, mit der er aus der Landes- in die Bezirksliga abstieg, trifft der 22-Jährige am 3. Spieltag wieder. Dann, am 20. September, gastiert der RSV Altenbögge beim HC TuRa Bergmanen II in der Friedrichsberghalle. - wa/ml

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