Fußball

Vögel sollen der SpVg Bönen helfen

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Die Eichen am Rehbusch sind derzeit noch frei von Eichenprozessionsspinnern.

Die Gemeinde Bönen hat erste Nistkästen am Rehbusch  installiert.  Damit sollen Vögel angesiedelt werden, die der SpVg im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner helfen.

Bönen  - Der Eichenprozessionsspinner (EPS) sorgte im Frühsommer 2019 für die Sperrung des Sportplatzes am Rehbusch. Das soll in diesem Juni nicht passieren. „Die Gemeinde hat schon im letzten Jahr versprochen, Nistkästen für Vögel aufzuhängen“, erklärt SpVg-Vorsitzender Peter Hahnemann. Solche wurden bereits vor knapp zwei Wochen im benachbarten Jahnstadion in Kamen auf Eigeninitiative von der Leichtathletik-Abteilung des VfL aufgehängt. Die Sportler litten im vergangenen Sommer ebenfalls unter dem Befall der Eichen rund um ihre Sportstätte durch die Raupen des berühmt-berüchtigten Nachtfalters.

Schädlinge verspeisen

Die Kamener informierten sich über umweltverträgliche Maßnahmen und wurden beim Naturschutzbund Deutschland (NaBu) fündig. Auf deren Seite fanden sie eine Bauanleitung für ein Zuhause von Meisen und Rotkehlchen, deren Nachwuchs die Schädlinge verspeist. In Bönen ist aber nicht der Fußballverein für die Anlage verantwortlich, sondern der gemeindliche Bauhof. Und der hat die Angelegenheit auch durchaus im Blick.

 „Die Nistkästen sind schon da“, erklärt Maximilian Drexler, Umweltschutzbeauftragter der Gemeinde Bönen. Sie seien auch schon aufgehängt worden. Gewählt wurde eine Holzbetonnisthöhle „2MFG der Firma Grube“, so der Fachmann. Geeignet ist sie für zahlreiche Vögel. Drexler zählt dabei „Kohl-, Blau-, Sumpf-, Tannen-, Haubenmeise, Gartenrotschwanz, Kleiber, Halsband- und Trauerschnäpper, Wendehals, Feld- und Haussperling und Fledermäuse“ auf. „Außerdem werden wir Fallen anbringen. Da ist das Problem, dass der Kleber noch fehlt“, sagt Drexler zum Stand der Dinge in dem auch von vielen Hundefreunden genutzten kleinen Wäldchen mit Buchen, Eichen und Ahorn. 

Sportbetrieb ruht

Hahnemann hingegen hat noch keine Nisthöhle ausmachen können. Ein Ortstermin bringt nur einen steifen Nacken – „die sind sehr hoch gehängt“, so Drexler – und übel Riechendes an den Schuhen. Auch Herrchen weiß nichts von Nistkästen. Immerhin ist auch noch kein Gespinst des EPS auszumachen, obwohl die Wanderung der Raupen im Mai beginnt. „Zur Not werden wir aber auch absaugen“, erklärt Drexler. Konkrete Not besteht augenblicklich nicht, da der Sportbetrieb bekanntlich ruht.

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