VfK-Frauen vor den Wochen der Wahrheit

Die kommenden drei Wochen entscheiden über die Aufstiegschancen der Nordbögger Frauen (links Priscilla Hahne). J Foto: Liesegang

BÖNEN - Die zweite Serie in der Kreisliga ist für die Fußballerinnen des VfK Nordbögge nur ganz schleppend in die Gänge gekommen. Ein Spiel am 22. Februar, dann waren sie am 15. und 22. März gefordert, danach war wieder Pause.

Doch jetzt wird es so richtig ernst für den Tabellendritten. In den nur drei Wochen sie auf die drei Mitkonkurrenten im Aufstiegsrennen und bestreiten ein Nachholspiel beim Sechsten.

„Alle Mannschaften nehmen sich noch gegenseitig Punkte weg. In der Hinserie waren wir der Nutznießer. Mal schauen, wie es nun läuft“, sagt Nordbögges Trainer Thomas Seepe vor den Wochen der Wahrheit.

Die Tabelle ist jedenfalls noch völlig offen. Vorne liegt die zweite Mannschaft des SV Holzwickede (18 Spiele/46 Punkte), gefolgt vom FC Overberge (19/45) dem VfK (17/42) und dem Königsborner SV (20/42). Seepe traut allen Teams zu, am Ende ganz vorne zu stehen. Sein Favorit ist aber Holzwickede: „Die wollen gezielt aufsteigen, werden in den Topspielen sicher Spielerinnen von oben aus der Landesliga einbauen.“ Die Nordböggerinnen treffen zuerst am Sonntag zuhause auf Overberge (17 Uhr/Feuerwache), bestreiten dann am Mittwoch ihr Nachholspiel beim Hammer SC, ehe sie in Holzwickede und zum Abschluss am 26. April gegen den KSV antreten. „Wir müssen uns von Spiel zu Spiel arbeiten“, mahnt Seepe nicht zu weit voraus zu denken.

Die Ausbeute aus den drei Spitzenspielen war in der Hinrunde für den VfK mit zwei Unentschieden gegen den HSV und Königsborn sowie einer Niederlage gegen den FCO mager. „Was nützt es, wenn man diese Spiele gewinnt, aber die anderen Mannschaften nicht schlägt“, sagt Seepe jedoch. Zu dieser Einschätzung bringt ihn die Erfahrung aus der Hinrunde, als er mit seinen Schützlinge die Herbstmeisterschaft feierte, weil sich sein Team in allen weiteren Partien schadlos hielt.

In der bisherigen Rückrunde leistete sich Nordbögge gegen den Liga-Achten Weddinghofen allerdings schon ein Remis. Das lag auch zu großen Teilen daran, dass die VfK-Frauen personell am Stock gingen. Das hat sich im Verlauf der Osterferien deutlich gebessert, so dass der Trainer jetzt Bestbesetzung vermeldet. Die dreiwöchige Pause hat die Mannschaft genutzt, um die Verletzungen und Krankheiten auszukurieren. Seepe hatte nur leichtes Training angesetzt.

Der Coach erwartet am Sonntag viel Arbeit: „Overberge kommt immer über den Kampf.“ Dementsprechend ist er froh, dass seine Schützlinge alle wieder fit sind. Zuletzt verkrampfte der VfK in seinen Spielen gegen schwächere Gegner. „Die Mädchen haben sich selbst unter Druck gesetzt. Das müssen wir aus den Köpfen rauskriegen“, hofft der Coach auf mehr Lockerheit. Dazu nimmt er Dampf vom Kessel: „Wir haben keinen Druck. Wenn wir am Ende oben stehen, würden wir es aber schon gerne annehmen.“ Derzeit haben die Nordböggerinnen alles noch selbst in der Hand. - bob

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