Starker Pflanzenbewuchs am Rehbusch und am Schulzentrum

Fußballplatz oder Blumenwiese? Die Bönener Ascheplätze sind derzeit auch voller Grün

Der Ascheplatze am Schulzentrum bietet derzeit auch Insekten ein schönes Zuhause.
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Der Ascheplatz am Schulzentrum bietet derzeit auch Insekten ein schönes Zuhause.

Die einen regten sich über die schlechte Pflege auf, die anderen unkten, dass Bönen über den Sommer zwei neue Fußballrasenplätze erhalten hatte. Ganz so weit ist es noch nicht, doch nachdem die beiden Ascheplätze in der Gemeinde im vergangenen Jahr und auch die meiste Zeit in diesem Jahr in einem optisch richtig guten Zustand waren, sind sie in den letzten Wochen mit Blumen und Gestrüpp zugewachsen. Zwei bis drei Monate sei der Bauhof nicht mehr aktiv gewesen, klagen die Verantwortlichen bei der IG und der SpVg Bönen. Und der Meisterschaftsstart am 29. August rückt näher.

Bönen – Bis dahin seien die Anlagen am Rehbusch wieder in einem akkuraten und spielfähigen Zustand, verspricht Kerstin Luttrop, die sich in der Verwaltung um die Pressearbeit kümmert. „Mit der Pflege der Sportplätze wurde heute begonnen und es ist in einer Woche abgeschlossen“, teilte Luttrop auf Nachfrage mit. Allerdings hat der Regen gleich zu einer Unterbrechung geführt, da deshalb „die Arbeiten nicht fortgeführt werden können“.

Während für die SpVg die Sache damit zur Zufriedenheit erfüllt sein dürfte, da derzeit noch auf dem Rasenplatz trainiert und gespielt werden kann, ist der Platz am Schulzentrum für die zweite Mannschaft der IG Bönen auch Trainingsplatz. „Wir können ein Viertel nutzen“, sagt Geschäftsführer Peter Thiemann. Auf den anderen Teilen des Platzes wäre es zum Fußballspielen zu huckelig, außerdem liefen die Spieler Gefahr, in den Pflanzen hängenzubleiben.

Doch wie kam es überhaupt zu diesem Bewuchs? Laut Luttrop ist er „ein Indiz dafür, dass auf den Flächen nicht genügend Trainings- beziehungsweise Spielbetrieb stattfindet. Zudem herrschen in diesem Jahr besondere Wuchsbedingungen.“ Der viele Regen in Kombination mit den warmen Temperaturen führe zusätzlich zu einem verstärkten Pflanzenwachstum auf allen Grünflächen.

Schulhöfe und Schulwege hatten zuletzt Vorrang

Um dem Herr zu werden, pflege der Bauhof die Plätze „normalerweise“ (Luttrop) regelmäßig. „Nach Rücksprache mit dem Gärtnermeister des Bauhofes, Herrn Nick, wurden in den letzten Wochen auf den Schulhöfen die dringende Grünpflege durchgeführt, damit diese zum Schulbeginn abgeschlossen ist“, erläutert die Pressesprecherin, warum die Plätze teilweise zuwachsen konnten. Hierbei ging es auch um die Sicherheit, zum Beispiel im Verkehr durch zugewachsene Hinweisschilder und eingeschränkte Sicht an Kreuzungen oder Gefahrenquellen auf den Schulhöfen.

Bei der Sportplatzpflege werde mit einer Art Striegel über die Fläche gefahren, um so die Unkräuter aus dem Aschebelag zu ziehen und den Boden gleichzeitig glatt zu ziehen, erklärt Luttrop das Vorgehen. Funktioniert Letzteres nicht, werde per Hand nachgearbeitet. Das könne bei größeren Pflanzen der Fall sein.

Auch am Rehbusch haben sich die Pflanze breit gemacht. Der Bauhof will aber zeitnah aktiv werden.

Peter Hahnemann monierte zusätzlich, dass das Feld neben dem Rasenplatz und hinter dem Spielplatz derart zugewachsen sei, dass über die Hecke fliegende Bälle nicht mehr wiedergefunden werden können. Hier hofft er auf Abhilfe. „Die Hecke ist aber schön geschnitten und die Tribüne gesäubert“, hat der SpVg-Vorsitzende auch lobende Worte für die Verwaltung.

Bohrungen für Nachnutzung

Während die Pflege der Ascheplätze vorübergehend ausgesetzt war, war eine andere Firma dort aktiv und nahm Bohrungen vor. „Dies zu ermitteln ist notwendig für eine mögliche Sanierung beziehungsweise anderweitige Folgenutzung“, erklärt Luttrop dazu. Da die IG und die SpVg bald am Förderturm eine neue Heimat erhalten, werden die alten Standorte für andere Projekte frei. Das Großprojekt am Turm macht weiter Fortschritte, derzeit würden die Unterlagen für die Beantragung der Bundesmittel erstellt, heißt es aus der Verwaltung.

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