IG und SpVg Bönen bilden bei den Junioren eine Spielgemeinschaft

Gültekin Ciftci gilt bei der Bildung der Spielgemeinschaft als treibende Kraft.
+
Gültekin Ciftci gilt bei der Bildung der Spielgemeinschaft als treibende Kraft.

Statt saftiger Wiesen nur ein ausgedörrtes Pflänzchen. So lässt sich der Zustand der Nachwuchsarbeit der Fußballvereine aus dem Gemeindehauptort Bönen beschreiben.

Bönen – Zusammen brachten es SpVg und IG zum Start der vergangenen Saison gerade einmal auf eine gemeldete Juniorenmannschaft. Das soll sich nach der Sommerpause ändern, und deshalb engagieren sich beide Klubs fortan gemeinsam.

Zuletzt nur eine B-Jugend gemeldet

Die Jugendarbeit der SpVg konnte sich in der Vergangenheit sehen lassen, war ein Quell guter Spieler und wichtiger Baustein der Seniorenteams. Doch seit einigen Jahren ging es bergab. Der Tiefpunkt war in der Vorsaison erreicht, als lediglich ein B-Jugendteam als Neuner-Mannschaft ohne Wertung antrat. Der Jugendvorstand nannte als einen wichtigen Hintergrund, dass in Bönen im Spätherbst, Winter und Frühjahr nur auf Asche trainiert werden kann.

Bei der IG stand dagegen lange Zeit Nachwuchsarbeit gar nicht auf der Agenda. Erst mit der Loslösung von der Moschee wurde es ein Thema. Doch der Versuch von Null, eine oder mehrere Mannschaften neu zu bilden, ist schwierig. In Coronazeiten vielleicht sogar unmöglich. Zwar hatte die IG seit Jahresbeginn einige Zusagen in verschiedenen Altersklassen, zu einem spielbereiten Team reichte es nicht.

„Wollen für Bönen etwas zusammen machen“

So wären beide Vereine in der kommenden Saison beinahe ganz ohne Jugendteam dagestanden. Doch immerhin kennt man sich untereinander gut, und so ging die IG auf die SpVg zu. „Wir wollen für Bönen etwas zusammen machen“, sagt Marco Wittwer von der SpVg-Seite. „Wir haben uns in einem ersten Gespräch ausgetauscht, und es fielen uns keine Nachteile ein. Alle wollten etwas für die Jugend in Bönen machen“, sagt auch Gültekin Ciftci. Bei einem zweiten Treffen wurden weitere Details festgezurrt, in dieser Woche dann bereits die offizielle Anmeldung einer Jugendspielgemeinschaft beim Verband getätigt. Die heißt so einfach wie schlicht JSG Bönen.

Eine B-Jugend ist bereits für die kommende Saison fix, weil die Vereine schon vorher Jugendliche gefunden hatten. Ciftcis Sohn spielte beim Kamener SC, bringt nun Freunde und in Bönen wohnende Kumpels mit. Dazu kommt der Bestand der SpVg. In den anderen Jahrgängen muss noch geschaut und geworben werden. Dazu sollen in den kommenden Wochen verschiedene Schnuppertrainings angeboten werden – ein erstes am Sonntag ab 14 Uhr am Rehbusch, offen für alle Altersklassen und einfach nur zum Kicken. Trikots wären übrigens kein Problem. Laut Ciftci hat sich IG-Präsident Kemal Cakir bereit erklärt, die Teams auszurüsten.

Arbeitskreis kümmert sich um die JSG

Beide Vereine bilden in der JSG einen sechsköpfigen Arbeitskreis, dem Ciftci, Ayhan Sezer und Osman Celik von IG-Seite beisitzen. Für die SpVg sind Marco Wittwer, Daniel Bednarek und Patrick Horesji mit an Bord. Dort wird die weitere Zusammenarbeit geregelt. Denn noch ist alles frisch. „Das steckt alles noch in den Kinderschuhen“, sagt Wittwer.

Natürlich hoffen die Verantwortlichen, dass sich mit der Fertigstellung der neuen Sportanlage am Zechenturm der Nachwuchs nicht mehr bei den umliegenden Klubs wie in Kamen und Heeren anmeldet. „Bis dahin wäre es aber zu spät gewesen“, sagt Wittwer.

Später sollen die Plätze am Turm zum Anziehungspunkt für den Fußballnachwuchs werden. „Ich bin optimistisch, dass, wenn die Kunstrasenplätze fertig sind, viele von außerhalb zurückkommen, um in Bönen zu spielen. Da müssen sie auch die Eltern nicht immer bringen, denn sie können mit dem Fahrrad hinfahren“, sagt Ciftic. Damit das dann auch funktioniert, soll jetzt die Basis geschaffen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare