Fußball

Basyigits Demission sorgt für Frust in Bönen

Niclas Arenz (rechts), Sportlicher Leiter der SpVg Bönen, muss sich nach einem neuen Trainer umsehen.
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Niclas Arenz (rechts), Sportlicher Leiter der SpVg Bönen, muss sich nach einem neuen Trainer umsehen.

Der kurzfristige Wechsel von Trainer Tayfun Basyigit in den Nachwuchsbereich der Hammer SpVg hat den Fußball-Kreisligisten SpVg Bönen vor neue Probleme gestellt.

Bönen – Vier Spiele, keins verloren. Acht Punkte, Platz fünf. Das war die nicht üble Bilanz der Spielvereinigung Bönen in der Saison 20/21. Lange her ist diese Momentaufnahme. Ganz frisch ist allerdings die Nachricht, dass Tayfun Basyigit den Fußball-Kreisligisten verlässt und die U16-Junioren der Hammer SpVg in der Landesliga übernimmt.

„Ich bin immer noch sprachlos“, bekennt Niclas Arenz, „Letztes Jahr die Geschichte mit Dommo, jetzt das gleiche mit Tayfun“, spielt der Sportliche Leiter der SpVg auf den ebenso kurzfristigen Wechsel von Verteidiger Dominik Sorge zum Landesligisten TuS Wiescherhöfen im vergangenen Sommer an.

Eine schwierige Situation

Schwierig sei die Situation nicht nur, weil der Kreisligist ohne Übungsleiter und Co-Trainer dasteht – Hendrik Dördelmann erkannte im Laufe der Corona-Auszeit, dass er künftig lieber Arenz als Sportlicher Leiter unterstützen würde. „Schwierig ist es auch, dass der Kader ja meist eng mit dem Trainer verknüpft ist. Spieler bleiben, wenn der Trainer bleibt.“ Es sei zum einen ungewiss, ob die Neuzugänge jetzt tatsächlich kommen.

Der letzte, Stürmer Yasin Gider, gab Basyigit persönlich seine Zusage. Dann sei natürlich nicht klar, was der neue Trainer für eine Spielidee habe und ob er vielleicht sogar noch eigene Spieler mitbringt.

Schon mit Kandidaten gesprochen

Der Neue ist noch in der Schwebe. „Wir haben natürlich schon mit Kandidaten gesprochen“, erklärt Arenz. Fest sei aber noch nichts. „Deswegen sind Namen noch nicht spruchreif.“ Ein heißer Kandidat ist wohl ein ehemaliger Spieler der Spielvereinigung. Ferner gab es tatsächlich schon einmal Überlegungen, die erfahrenen Spieler zu überzeugen, die Jüngeren anzuleiten. Ohne Erfolg. „Wir haben im Zusammenhang mit der vakanten Co-Trainerstelle versucht, Cengiz Güner zu überreden. Er wollte nicht“, sagt Arenz.

„Wir stehen jetzt im Regen“, ärgert sich der Sportliche Leiter über die Abwerbung der Hammer zur Unzeit. „Wir hätten ja auch früher größere Chancen gehabt, einen Trainer zu finden, jetzt sind doch alle vom Markt.“ Arenz stellt auch die Art und Weise des Vorgehens in Frage. „Tayfun hat denen doch gesagt, dass er uns schon zugesagt hat, trotzdem haben sie ihm ein zweites Angebot gemacht.“ Das geschah wohl in sehr kurzen Zeitabschnitten.

Den Trainingsstart verschoben

„Am 19. Mai hat er uns noch gesagt, dass er bleibt, am 23. dann, dass er doch geht“, zitiert der Verantwortliche eine entsprechende Whatsapp-Gruppe. „Die Mannschaft hat es dann eine Woche später erfahren. Wir wollten keine Unruhe schüren.“ Auch, wenn in dieser Woche ein neuer Trainer zusagen würde. „Ein Trainingsauftakt am Sonntag ist gestrichen“, verneint Arenz. Basyigit wollte wenn möglich am Wochenende starten. Der Neue wolle aber sicherlich nicht sofort auf den Platz. „Es eilt aber auch nicht, in vielleicht zwei Monaten ist Saisonbeginn, normal fangen wir ja immer erst Anfang Juli an.“

Enttäuscht ist Arenz vom „Getue in den Niederungen des Fußballs“. Schriftliche Verträge in der Kreisliga seien ein Witz, man sollte sich weiter auf das Wort verlassen können. „Wenn das nicht mehr so ist, muss ich mich fragen: Bin ich hier überhaupt noch richtig?“

Basyigit, der zwei Jahre die Rehbusch-Elf prägte, sei offen mit dem Thema seines Wechsels umgegangen, ergänzt Arenz. „Überhaupt hatten wir eine super Zusammenarbeit in der ganzen Zeit.“ Auch der scheidende Coach hatte den Bönener Club als Herzensangelegenheit bezeichnet.

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