Fußball

Die SpVg und die Pleite in Uentrop: "Das war bitter"

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Gegen Heessen wieder als Mannschaft auftreten: SpVg-Innenverteidiger Furkan Aydeniz /rechts) erwartet nach der ersten Saisonniederlage eine Reaktion im Topspiel.

Bönen  - Acht Spiele lang blieb die SpVg Bönen in der Fußball-Kreisliga A1 ungeschlagen, kassierte sogar noch nicht einmal ein Gegentor. Dann folgte am Wochenende die Partie beim punktlosen Tabellenschlusslicht TuS Uentrop II – und die Rehbusch-Elf unterlag mit 1:2. Innenverteidiger Furkan Aydeniz sucht im Intervie die Gründe.

Die SpVg verlor außerdem die Tabellenführung an den SVE Heessen, der am kommenden Sonntag zum Spitzenspiel am Rehbusch gastiert. Innenverteidiger Furkan Aydeniz versucht zu erklären, wie es zu der Pleite kommen konnte, was er von der weiteren Saison erwartet und wie er seine Rolle beim neuen, alten Verein sieht.

"Wir dachten, dass wird ein Selbstläufer"

Furkan Aydeniz, die SpVg war vor dem Spiel gegen Uentrop II ungeschlagen, der TuS hatte keine Punkte. Am Ende stand eine 1:2-Niederlage für Bönen. Was war da los?

Wir haben die Uentroper einfach unterschätzt. Wir hatten Totalausfälle, eigentlich alle mit Ausnahme der, die reingekommen sind – mich mit einbezogen. Da hat gar nichts gepasst. Auch der Platz, wir haben nicht auf dem Hauptplatz gespielt, hatte damit nichts zu tun.

Lag es daran, dass die Mannschaft schon das Topspiel gegen den SVE Heessen im Hinterkopf hatte oder hatte es mit der Tabellensituation des TuS zu tun?

Eigentlich eher mit der Tabellensituation. Wir dachten, das wird ein Selbstläufer, schon in der Woche vorher. Wir dachten, wir hauen die mit fünf, sechs Toren weg. Die Einstellung hat nicht gestimmt. Justin (Torwart Justin Nowak – Anm. d. Red.) hat uns schon in der ersten Hälfte mit seinen Paraden die Null gehalten, in der 43. Minute ist es dann passiert.

Bönen hat in der 55. Minute den Ausgleich geschafft. Dadurch wurde der Schalter aber auch nicht umgelegt.

Das Tor war eigentlich früh genug. Wir hatten vorher schon ein, zwei Möglichkeiten, danach auch noch welche. Es waren oft zu viele Beine im Weg, wie bei Berat Özgüc im Strafraum. Ich muss sagen, die Uentroper waren einfach galliger.

Nach Uentrop hat es Klick gemacht

Trotz der Niederlage hat die SpVg als derzeit Dritter einen guten Start hingelegt.

Das tut gut, dass wir um den Aufstieg mitspielen. Da hat keiner mit gerechnet. Wir werden am Ende vielleicht nicht Erster, aber unter den ersten Vier können wir schon landen.

In Uentrop kassierte die SpVg auch das erste Gegentor. Das schmerzt Sie als Verteidiger doch besonders, oder?

Auf jeden Fall. Wir haben uns immer, in jeder Situation, auch in den Spielen gegen Mark und Uentrop I, wenn es 0:0 stand und die Gegner danebengeschossen haben, gefreut. Dass es jetzt gegen den Letzten passiert ist, tut weh und war schon bitter.

Gegen Heessen "den Kampf annehmen"

Was erwarten Sie gegen den SVE?

Ich denke, dass wir als Mannschaft wieder voll dabei sein werden, auch weil wir zuhause spielen. Die Heessener kommen als Tabellenführer, aber die Spiele davor hat man gesehen, dass sie sich schwer tun. Sie haben das erste Spiel 1:1 gespielt und gegen Werne 0:3 verloren. Wir haben vielleicht nicht die Qualität wie Heessen, aber wir werden den Kampf annehmen. Ich denke, dass es da jetzt nach Uentrop Klick gemacht hat.

Wo liegen die Gründe für den guten Start der SpVg Bönen?

Wir sind kompakt. Wir haben vielleicht nicht die Einzelspieler wie Heessen oder Werne, die Leute aus der Oberliga dabei haben. Aber wir funktionieren als Mannschaft. Wir kommen zu 90 Prozent aus Bönen, und die Stimmung ist gut.

Aydeniz sieht Vorteil im breiten Kader

Die vergangenen zwei Jahre verliefen für das Rehbusch-Team enttäuschend. Wo sehen Sie jetzt Vorteile?

Auf jeden Fall in der Breite. Wir können halt variieren, haben viele Spieler, die vielseitig einzusetzen sind. So etwas macht was aus. Vor zwei Jahren mit der IG hatten wir in der Aufstiegssaison das Glück, dass sich keiner verletzt hat. Wir hatten da nicht so viele Spieler. Bei Bönen war das anders. Das ist auch wichtig.

Von außen hat man den Eindruck, dass Sie selbst als Neuzugang gleich eine Führungsrolle übernommen haben. Stimmt das?

Ich bin von der Mannschaft gut aufgenommen worden. Wenn ich etwas sage, hören die anderen zu. Ich will mich aber nicht groß rausstellen. Ich bin auch nur ein Kreisliga-A-Spieler. Aber vielleicht ist der Respekt da. Wenn ich sage raus, dann kommen alle raus.

Nach langer Verletzungspause wieder richtig motiviert

Sie haben fast die komplette vergangene Bezirksliga-Saison bei der IG verletzungsbedingt verpasst. Ist es jetzt ein gutes Gefühl, wieder zu spielen?

Auf jeden Fall. Das ist schon ein Unterschied, jetzt jedes Wochenende zu spielen. Das tut gut. Jetzt bin ich fitter und auch motivierter. Und das gilt für die ganze Saison. Ich will bis zum Winter mit der Mannschaft weiter oben mitspielen.

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