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Auch wegen Ramadan: Auf IG Bönen wartet der „Monat der Wahrheit“

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Von: Rainer Gudra

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Samet Akyüz (links, gegen Senden) wird der IG gegen Borken wegen einer Gelbsperre fehlen.
Samet Akyüz (links, gegen Senden) wird der IG gegen Borken wegen einer Gelbsperre fehlen. © Markus Liesegang

Die Fußballer der IG Bönen biegen auf ihrem Weg in die Westfalenliga auf die Zielgerade ein – und haben dabei trotz der 1:2-Niederlage kürzlich im Spitzenspiel der Landesliga (4) beim Tabellenzweiten SG Bockum-Hövel einen Vorsprung von acht Punkten.

Hamm - Am Sonntag (15 Uhr, Am Schulzentrum) empfängt das Team von Ferhat Cerci mit der SG Borken eine eher „graue Maus“ der Liga und ein Team, das bei vier Punkten Vorsprung auf den ersten der vier Abstiegsplätze nach unten schauen muss.

Für Cerci ist klar: „Der April ist für uns der Monat der Wahrheit, da müssen wir möglichst mit einem Sieg gegen Borken beginnen.“ Inklusive der Partie am 1. Mai in Ahaus warten gleich sieben Begegnungen auf die IG – also im Schnitt alle vier Tage. Der Trainer sieht bei dieser außergewöhnlichen Belastung einen äußerst wichtigen Faktor, den er nicht beeinflussen kann: Ramadan. Der Fastenmonat beginnt einen Tag vor dem Spiel gegen Borken und endet am 2. Mai.

Viele Spieler sind Muslime

„Wir dürfen bei allen Prognosen nicht vergessen, dass viele unserer Spieler Muslime sind“, sagt Cerci, und: „Wenn wir unter diesen Umständen erfolgreich aus diesem Monat herauskommen sollten, dann dürften wir als Aufsteiger feststehen.“ Allerdings warten mit Werne, Senden, Roxel und Ahaus richtig starke Teams aus der oberen Tabellenhälfte auf sein Team. Da hilft das Punktepolster.

Die IG Bönen ist daheim eine Macht: zehn Siege in zehn Spielen bei einem Torverhältnis von 36:8 verdeutlichen dies. Die Gäste aus dem nördlichen Münsterland sind mit je drei Siegen und drei Unentschieden im Auswärtsranking immerhin auf Platz acht gelistet. Am Donnerstag verloren die Borkener ihr Nachholspiel daheim gegen Viktoria Heiden mit 0:1.

Schon im Hinspiel gab‘s ein 6:0

Torjäger Bastian Bone (14 Saisontore) ist seit Jahr und Tag der Fixpunkt im Angriffsspiel der SG. Gerne genommen, um den groß gewachsenen Zielspieler zu erreichen: hohe Flanken aus dem Halbfeld sowie lang gespielte Bälle oder Kopfballverlängerungen hinter höher verteidigende Abwehrketten. Die IG war im Hinspiel in solchen Fällen recht aufmerksam, bekam allerdings bei Borkener Vorstößen über deren linke Seite ab und an Probleme. Am Ende stand dennoch ein deutlicher 6:0-Erfolg für die Bönener

Jesse Kuhn vor der Rückkehr ins Team

Mit Blick auf die Lufthoheit im eigenen Strafraum kann Cerci voraussichtlich wieder auf Jesse Kuhn bauen, der wegen einer Muskelverletzung für zwei Wochen zusehen musste. „Wir müssen das Abschusstraining abwarten“, sagt der Coach. Damir Kurtovic, ebenfalls Innenverteidiger, ist zwar ins Training zurückgekehrt, dürfte aber noch nicht zum Einsatz kommen.

Ilkay Nagis muss nach seiner Kreuzband-Operation zuschauen, während Okan Güvercin aus beruflichen Gründen ausfällt und Samet Akyüz nach der fünften Gelben Karte seine Sperre absitzt.

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