Fünf Endspiele für den RSV Altenbögge

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Martin Höhmann brachte gegen Oberaden nach seiner Einwechslung die nötige Sicherheit ins Altenbögger Spiel.

BÖNEN -  41:19, 36:22, 43:22, 39:21 und 44:38 – die letzten fünf Spiele der Hinrunde waren für den RSV Altenbögge eine klare Angelegenheit. Und genau diese fünf Partien stehen nun als letzte Hürden in der Handball-Kreisliga der Meisterfeier im Wege. Alles nur Formsache also? Die Bönener sehen das anders.

„Diese Spiele werden genauso schwer wie das gegen Oberaden“, sagte Rückraumspieler Hendrik Abel nach dem 29:26-Erfolg am vergangenen Sonntag über die SuS-Reserve, dank dem der RSV die Oberadener überholt und mit einem Punkt Vorsprung die Spitzenposition in der Kreisliga übernommen hatten.

Die oben genannten Ergebnisse und die Tabelle sprechen eine andere Sprache. Doch es ist klar, dass sich jetzt vieles im Kopf abspielen wird. Und da können auch der Tabellenelfte Ahlener SG III – der nächste Gegner am Sonntag – beziehungsweise die HSG Unna II (9.), Lokalrivale HC Heeren-Werve II (8.) Schlusslicht Werler TV und der Sechste Lüner SV II zum Stolperstein werden. Betreuer Björn Dörnemann weiß das, daher wird er seinen Akteuren ständig ins Gewissen reden: „Und wenn ich noch fünf Spieltage mahnen muss, bis ich heiser bin. Wir müssen in jeder Partie einhundert Prozent Einsatz bringen. Jedes Spiel ist jetzt ein Endspiel. Es gibt keine leichten Gegner mehr.“

Zumindest ist, nachdem sich die Bönener lange um ein klares Bekenntnis herumgedrückt haben, spätestens mit dem Sprung an die Tabellenspitze die Zurückhaltung gewichen. „Das Ziel kann jetzt nur eins sein“, sagte beispielsweise Abel und meinte damit explizit die Meisterschaft.

Am vergangenen Sonntag tanzten die Bönener jedenfalls schon ausgelassen durch die Halle. Das soll sich am 10. Mai wiederholen, wenn nach dem letzten Saisonspiel zuhause gegen Lünen die Meisterschaft tatsächlich perfekt ist. Die Oberadener werden zwar nicht vorzeitig gratulieren, rechnen allerdings nicht mehr ernsthaft mit einem Patzer des Kontrahenten. „Die Altenbögger werden da durchgehen“, sagte Trainer Achim Neureiter kurz nach Spielschluss. Auf den SuS kommt außerdem Ende April auch noch die schwere Partie beim Tabellendritten VfL Kamen zu, die es zu meistern gilt, um überhaupt von einem Ausrutscher der Bönener profitieren zu können.

Neureiter glaubt sogar, dass der RSV leistungsmäßig Potenzial nach oben hat. „Ich gehe davon aus, dass sie noch stärker werden. Denn bis sich die Laufwege gefunden haben, braucht es ein bisschen Zeit“, meinte er in Bezug auf die jüngsten Verstärkungen der Bönener durch die Oberliga-erfahrenen Martin Höhmann und Thomas Wollek. Ob und in wievielen Begegnungen die beiden Routiniers, die der SuS-Coach für mitentscheidend für die Oberadener Niederlage ansah, tatsächlich auf der Platte stehen werden, ist allerdings noch offen. Schließlich sollte das Duo eigentlich nur helfen, wenn es nötig ist.

Das „eigentliche“ Team hat immerhin an den 19 Spieltagen ohne die Hilfe von Höhmann und Wollek mehr als überzeugt – und unter anderem Oberaden auch in der Hinrunde besiegt. In Ahlen ist auf jeden Fall der Einsatz von Lukas Florian nach seinem Zusammenprall mit einem SuS-Akteur in der Schlussphase fraglich. - bob

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