Standards bringen IG im Derby auf Siegerstraße

Ein Sinnbild des Derbys: Nordbögges Daniel Möller (links) geht in der Pfütze baden, während Evren Karka obenauf ist. - Fotos: Baur

Bönen - Einen Derbysieg hat die Mannschaft der IG Bönen ihrem Trainer Ayhan Sezer als Genesungsgrüße geschickt. Der Coach verpasste wegen gesundheitlicher Probleme die Kreisliga-A1-Partie gegen den VfK Nordbögge, durfte sich aber über die gute Nachricht freuen. 3:1 (1:1) setzten sich die Gastgeber in der Wasserschlacht am Schulzentrum durch.

„Wir haben nicht das gezeigt, was man in so einem Spiel bringen muss, um es gewinnen zu können“, sagte VfK-Coach Jürgen Serr enttäuscht. Evren Karka, spielender Co-Trainer der IG, sprach von einem verdienten und wichtigen Sieg. „Wir haben das Spiel dominiert und kaum etwas zugelassen.“

Den besseren Start erwischten aber die Gäste. Jonas Wiggermann netzte schon nach vier Minuten zur Nordbögger Führung. „Da waren wir nicht wach“, ärgerte sich Karka. Serr wiederum sah gegen einen angeschlagenen Gegner, die Chance nachzulegen. „Wir machen aber das zweite Tor nicht und kommen dann nicht mehr in Zweikämpfe“, so der Ex-Profi.

Die Gastgeber drängten den VfK immer tiefer in die eigene Hälfte. Schon nach einer Viertelstunde hätte Arman Kuba nach einer Ecke ausgleichen können, Nordbögges Schlussmann Robin Wittenborn reagierte aber stark. Der Nachschuss von Mehmet Duman wurde abgeblockt. Ismail Oturaks flache Hereingabe von links klärte Christoph Wöllert in höchster Not zur Ecke (27.). Da der IG der letzte Pass aber meist misslang, führte letztlich eine Standardsituation zum 1:1. Karka brachte das Leder von der linken Seite auf den kurzen Pfosten, wo Wiggermann und Harun Dogan den Ball irgendwie unhaltbar für Wittenborn abfälschten (38.).

Auch nach dem Wechsel änderte sich nichts am Bild auf dem von Pfützen gezeichneten Platz. Zu dem schwer zu bespielenden Untergrund fand die IG die bessere Einstellung. Hinten setzten die Gastgeber auf lange Bälle, vorne versuchten sie immer wieder Nordbögge mit Dribblings vor Probleme zu stellen. So holte Ramazan Dincer an der Eckfahne einen Freistoß heraus, den er per Maßarbeit auf den Kopf den einlaufenden Mertlan Akkayas beförderte (64.) – ein schönes, aus Nordbögger Sicht aber in der Entstehung unnötiges Führungstor. „Das passen wir nicht auf“, meinte Serr zu den beiden Gegentoren per Freistoß. Direkt im Anschluss traf Oturak den Pfosten, den Nachschuss von Ali Soyarslan überstand der VfK eher glücklich denn gekonnt.

In der 77. Minute fiel die Entscheidung: Wittenborn klärte eine gefährliche Flanke von Tato Tsekvashvili genau vor die Füße des an der Strafraumgrenze völlig freistehenden Ali Soyarslan, der mit voller Wucht zum 3:1 draufhielt. Direkt nach Wiederanpfiff sah Daniel Möller wegen eines groben Foulspiels an Arman Kuba die Rote Karte.

In der Schlussphase hätte die IG das Ergebnis in die Höhe schrauben müssen. Oturak schoss daneben (81.), traf dann die Latte (83.) und stolperte aus kürzester Distanz über den Ball (86.), bevor auch Tsekvashvili an den Querbalken köpfte (88.). Das Nordbögger Aufbäumen brachte aufgrund fehlender Präzision rund um den Strafraum nichts mehr ein. - bob

IG: Karahan – Duman – Isik, Kuba – Evr. Karka – Soyarslan, Dincer, Tsekvashvili, Dogan (46. M. Akkaya) – Oturak, Suludere (57. Erd. Karka)

VfK: R. Wittenborn – Özgüc, Wöllert (59. Wache), Garske, Siebert – Rodriguez, Lenser – Mu. Oturak, P. Wittenborn – Wiggermann, Möller

Tore: 0:1 Wiggermann (4.), 1:1 Karka (38.), 2:1 M. Akkaya (64.), 3:1 Soyarslan (77.)

Rote Karte: Möller wegen groben Foulspiels (78.)

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