VfK will durchatmen und hofft auf Rückkehrer

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Der VfK will bald den ersten Erfolg feiern. Auf den verletzten Philip Rudolph (links) muss Nordbögge jedoch vorerst verzichten.

Bönen - Die erste Zwischenbilanz vor dem spielfreien Wochenende liest sich grauenvoll: Vier Spiele, null Punkte und 2:20 Tore stehen auf der Habenseite – oder besser gesagt auf der Nicht-Habenseite – des VfK Nordbögge in der Fußball-Kreisliga A1. Der 1. Vorsitzende Thorsten Würz will aber trotz des miesen Starts die Flinte nicht ins Korn werfen.

„Das sieht auf dem Papier nicht gut aus, aber ich bin optimistisch, dass wir noch die Kurve kriegen“, sagt er und ist über die zweiwöchige Pause froh. „Da können wir durchatmen, und die Verletzten können wieder an Bord kommen“, hofft Würz, dass sich das Team neu sammelt.

Bislang waren die von 17 Abgängen geplagten Nordbögger bei ihren Auftritten chancenlos. Was sich beim 1:3 zum Auftakt gegen Vize-Meister Uentrop zunächst gut anließ, erhielt beim desolaten 1:9 gegen die HSV III einen herben Dämpfer. Es folgten zwei 0:4-Niederlagen gegen den BVH und Werne, bei denen der VfK die erste Hälfte ergebnistechnisch ordentlich gestaltete, nach dem Wechsel für einen Sieg aber nicht mehr in Frage kam. „Wir haben gegen Eintracht Werne zwei dicke Chancen vor der Pause, wenn eine davon reingeht, sieht es vielleicht anders aus“, meint Würz. Dennoch dem Team von der Feuerwache fehlte es offensiv an Durchschlagskraft und an einem Knipser, der die wenigen Gelegenheiten, die sich die Mannschaft erspielt, verlässlich verwertet. So darf sich die Defensive keinen Fehler erlauben gegen Gegner, die durchgehend mehr Ballbesitz aufweisen, wenn ein Punktgewinn in Reichweite kommen soll.

Es gibt aber auch Dinge, die dem VfK Mut machen könnten. Drei der vier Gegner werden zum Favoritenkreis in der Liga gezählt, auch wenn zumindest Werne das bisher schuldig blieb. Lediglich die HSV III verlor neben dem Kantersieg gegen Nordbögge die anderen drei Partien. Den Hammern stand gegen den VfK allerdings auch eine deutlich bessere Mannschaft zur Verfügung als zum Beispiel zuletzt bei der 2:4-Pleite gegen Herringen. Außerdem wurde in der Partie offen sichtbar, wie sehr Trainer Jürgen Serr trotz seiner 50 Jahre durch seine große Erfahrung die Abwehr stabilisiert. In Hamm musste Serr nach einer Viertelstunde verletzt vom Platz, danach herrschte Chaos.

Die Nordbögger hoffen bald wieder eine schlagkräftigere Elf auf dem Platz schicken zu können. Die Urlauber sind in zwei Wochen gegen die Wiescherhöfener Reserve alle einsatzfähig. Besonders auf Leute wie Jonas Wiggermann und Philip Wittenborn setzt Würz. Daniel Möller und Frederik Bennemann, die in Werne verletzt ausgewechselt wurden, gaben bereits Entwarnung. Eventuell reicht es auch für Samed Özgüc, sodass lediglich Neuzugang Philipp Rudolph mit seinem Mittelfußbruch noch lange fehlt. „Wir sind drauf und dran, neue Leute zu suchen. Spätestens in der Winterpause wird da was passieren“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Bis dahin müssen die Nordbögge allerdings den Anschluss zu den Mitkonkurrenten wahren. Zu denen zählt Würz aktuell zum Beispiel den ebenfalls punktlosen HSC, Rünthe und Herringen. Die Stimmung und die Trainingsbeteiligung im Team seien gut, so der 1. Vorsitzende. Wichtig sei aber natürlich ein Erfolgserlebnis. „Die zweite und dritte Mannschaft haben ja schon gewonnen, wenn jetzt noch die erste zuschlägt, ist das prima“, erklärt er.

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