Frauenfußball

Kurz vor dem Derby gegen Flierich: Frau für alle Fälle verstärkt den VfK

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Spielmacherin Sanja Janzen (links) wird den Fliericherinnen vorerst fehlen. Sie ist schwanger.

Vor dem Stadtduell in der Frauen-Kreisliga-A gegen den VfK Nordbögge plagen den TVG Flierich-Lenningsen Personalsorgen, während der Gegner mit Sarah Wurlitzer sich sogar über einen Neuzugang freuen darf.

Bönen – Das erste Derby im neuen Jahr auf Bönener Boden werden die Frauenteams des VfK Nordbögge und des TVG Flierich-Lenningsen bestreiten. Während der Gastgeber bereits zwei Spiele bestritt – die Nordbögger verloren 0:11 gegen den Tabellendritten Lohauserholz und gewannen 6:1 beim VfL Mark – ist die Partie am Sonntag (15 Uhr) für Flierich ein Sprung ins sprichwörtliche kalte Wasser. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht.

„Wir haben keine Testspiele gemacht“, erzählt Flierichs Trainer Gillian Daude. Der Grund: die durch die Jahreszeit bedingte Grippe, Urlaub und einige Verletzte. „Und dann haben wir Frauen, die aufhören müssen“, so Daude weiter. Besonders hart trifft ihn und die Mitspielerinnen das Karriereende von Mittelfeldregisseurin Sanja Janzen. Der Grund ist nicht wie so oft bei Sportlern eine schwere Verletzung, sondern ein erfreulicher: Janzen ist schwanger. Das gleiche „Schicksal“ ereilte Corinna Winrich. „Wir gehen also doppelt geschwächt, vorne wie hinten, in die Rückrunde. Zudem gesellt sich Simone Hausche zu den Teilzeitkräften. Wie schon Lisa Lehmann wird sie aus beruflichen Gründen kürzer treten, steht nur noch auf Abruf bereit.

Eine positive Nachricht hat Daude aber auch noch zu vermelden. Stürmerin Kim van der Weide hat die Rehabilitation nach ihrem Kreuzbandriss beendet. Sie wird am Sonntag erstmals in dieser Saison den Germanen-Kader verstärken. Neuzugang Katharina Latz werde in Nordbögge noch nicht dabei sein. „Sie braucht noch ein wenig Zeit“, beurteilt ihr Coach den Stand der Dinge bei der Mittelfeldspielerin, die früher beim Kamener SC spielte.

Videos mit neuen Methoden

Apropos Stand der Dinge: „Ich habe schon Ende der Hinrunde festgestellt, dass die körperliche Verfassung der Mädels nicht so gut ist“, sagt Daude. Er habe sich auch selbstkritisch hinterfragt, ob das am Training liege und das zum Neustart am 2. Februar umgestellt. „Wir haben auch Videos mit neuen Methoden geguckt, die zeigen, wie der Körper besser wird. Die Spielerinnen haben das sehr gut aufgenommen, die Trainingsbeteiligung ist sehr gut.“ Das durch das schlechte Wetter geforderte ausweichen in die Halle der Ermelingschule, nutzten die TVG-Frauen zum Beispiel, um mit Hilfe des Körpereigengewichts die Muskulatur zu stärken. „Ich denke, das hat eine Menge gebracht. Wir sind körperlich gut dabei.“

Gut dabei sind auch die Damen des Gegners. Das meint Trainer Olaf Römer. Die 0:11-Klatsche gegen den ambitionierten Tabellendritten TuS Lohauserholz hat er abgehakt. „Wir sind ja kalt aus der Winterpause gekommen“, erklärt Römer dazu. Richtig gut gefallen hat ihm der zweite Auftritt seiner „Neun“ beim VfL Mark. „Wir haben uns spielerisch verbessert“, so der VfK-Coach. „Die Mädels haben zusammen gespielt.“ Das Mittelfeld wäre schnell überbrückt worden, Doppelpässe hätten die Marker Deckung ausgehebelt. Endstation: Janne Drewer, die am 1. März gleich fünf Tore zum 6:1 erzielte. Das sechste besorgte Nadine Worm.

Begeistert ist Römer ferner vom Neuzugang der Nordböggerinnen. In Sarah Wurlitzer, die früher für Holzwickede kickte, sieht er eine Frau für alle Fälle. „Sie kann vorne und hinten und im Mittelfeld spielen“, beschreibt Römer eine Allround-Fußballerin. Der Trainer sieht für sich ein größeres Spektrum an Variationen. Und für Flierich bedeutet die Personalie Wurlitzer, dass der altbekannte Derbygegner schwerer auszugucken ist.

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