Breitensport

Fördergelder für Calesthenics Park beantragt

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Im Lippepark Hamm gibt es bereits einen Calesthenics Park, um sich sportlich zu betätigen. In Bönen gibt es nun auch die Idee, einen ähnlichen Park einzurichten.

Bönen – Im Herbst 2019 schlugen die vier gebürtigen Bönener Dennis Geckert, Niklas Budde, Dominic Zimmermann und Thomas Steinkamp vor, auf dem Gelände des Zechenturms einen Calesthenics Park einzurichten. Stellvertretend für die Gruppe hatte Geckert einen Bürgerantrag zur Bereitstellung einer Fläche an die Verwaltung gestellt. „Es hat uns überrascht und erfreut“, reagierte der Sportlehrer auf den Beschluss der Verwaltung, dieses Freiluft-Workout ins Gesamtpaket Sportanlagen am Zechenturm zu packen. Der Rat genehmigte die Vorlage. Fördergelder sollen nun beantragt werden.

„Wir haben einen großen Förderantrag laufen, um für die Umsetzung des Gesamtkonzepts Mittel zu bekommen – Landes- und Bundesmittel“, erklärt Robert Eisler. Die Bewilligung oder Ablehnung der Anträge erwartet der Fachbereichsleiter Planen, Bauen, Umwelt der Gemeinde Bönen im ersten Quartal 2021. „Ohne Förderung gibt es ja die Anlage nicht“, sagt Eisler. Das gesamte Projekt eines Sportzentrums am Zechenturm müsse bei negativem Bescheid neu gedacht werden. „Wir hoffen aber, einen Treffer zu landen“, gibt er sich optimistisch.

„Wir haben länger keine Rückmeldung mehr erhalten“, begründet Geckert seine Überraschung. „Ursprünglich hatten wir auch gedacht, dass die Gemeinde kein Geld hat, hatten im Hinterkopf eine zur Verfügung gestellte Fläche, vielleicht einen Zuschuss der Gemeinde. Den Rest wollten wir über Spenden einsammeln.“ Gut sei, dass das nun nicht nötig sei. „In Coronazeiten an Spenden zu kommen, ist schwierig“, weiß Geckert – der Handballer ist zweiter Kassierer beim RSV Altenbögge.

Als die Idee bei ihnen aufgekommen war, sprachen die vier Sportler die Ratsparteien an. „Gerrit Heil von den Grünen hat den Antrag unterstützt, war immer Ansprechpartner. Wir haben ihn anschließend auch der CDU-Fraktion vorgestellt, die fand die Idee passend fürs neue Sportzentrum am Turm“, erzählt Geckert.

Nicht ganz so glücklich ist der Initiator mit dem Standort des Calesthenics Parks neben den Parkplätzen gegenüber des geplanten Vereinsheims der Fußballer der IG und SpVg Bönen. „Wir hatten uns ja eine Fläche auf dem Hügel vorgestellt“, sagt Geckert. Aus gutem Grund: Auf dem Landschaftsbauwerk hat man einen freien Blick auf den Turm. Viele, die Calesthenics als Fitnessübungen machen, sind in sozialen Netzwerken unterwegs. „Es wäre eine gute Werbung für Bönen. Aber letztlich sind wir froh, dass es überhaupt kommt.“

Der Standort der Anlage sei nicht fest, stellte Eisler hingegen fest. Für den Förderantrag wurde sie in die Entwurfsplanung integriert. „Tabu ist allerdings die Halde.“

Vorteil einer Anlage nahe dem neuen Fußballzentrum ist der Blick der Öffentlichkeit. Vandalismus ist immer Thema. „Nicht so sehr die Geräte betreffend, wenn die qualitativ hochwertig sind. Dann muss man schon schweres Gerät bemühen, die zu zerstören. Aber Vermüllung ist ein Ärgernis“, erklärt Geckert.

Ein anderer Einwand ist die Haftungsproblematik. „Ein Untergrund für solche Parks ist vom Tüv geprüftes Hartgummi. Verletzen kann man sich aber immer und überall“, sagt Geckert. Es sei ein Schild mit dem Hinweis auf die Eigenverantwortung wie an der Mountainbikeanlage könne aufgestellt werden. Das sei auch geplant, bestätigt Eisler. „Wir werden uns natürlich um Geräte, die Tüv-geprüft sind, bemühen.“

Welche das sein werden, müsse noch beschlossen werden. „Es wäre uns wichtig, uns mit den Initiatoren zu beraten, um zu erfahren, welche Geräte auch Sinn machen“, so der Fachbereichsleiter. „Wir können uns in die Planung miteinbringen, welche Geräte sinnvoll sind“, bietet Geckert entsprechende Hilfe an.

Der Handballer selbst setzt als Sportler auf das Fitnesstraining mit dem eigenen Körpergewicht. „Man braucht kein Fitnessstudio. Es gibt unfassbar viele Möglichkeiten. Man muss nur Calesthenics googlen, da findet man eine Menge Youtube-Videos.“

Er hält auch an seinem Versprechen fest, Übungen zu zeigen, wenn Nachfrage bestehe. Es dauert allerdings noch eine Weile, bis Fußballanlage, Stockschießbahn und Calesthenics Park stehen. „Aufgebaut wird das wohl in den Jahren 21 bis 23“, sagt Eisler.

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