Fußball

Der Fußball-Verband hilft den Vereinen

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Die Fußballschuhe werden „bis auf Weiteres“ auch weiterhin nicht für Meisterschaftsspiele geschnürt.

Bönen – Viele Vereine seien durch das Aussetzen des Spielbetriebs und somit fehlende Einnahmen in finanzielle Not geraten, heißt es in einem Schreiben des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW).

Gut für die Vereine: Das Gremium belässt es nicht nur beim Bedauern und beim Versprechen, sich für die Aufnahme von gemeinnützigen Sportvereinen unter den Rettungsschirm des Landes NRW und des Bundes stark zu machen. Der FLVW hilft konkret. Das heißt: Der Verband erhebt die Abgaben für die „Auszeit“ in der Rückrunde erst gar nicht, zahlt schon erhaltene Gelder zudem zurück. Außerdem würden die Gebühren wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls zwar nicht erlassen. Eine Stundung sei aber möglich.

Flierich lebt von Mitgliedsbeiträgen

Es sei immer schön, wenn man Geld für den Verein bekomme, meint Nils Böckmann. Der Vorsitzende des TVG Flierich-Lenningsen sieht seinen Verein akut nicht in finanzieller Not. „Wir leben ja hauptsächlich von den Mitgliedseinnahmen“, erklärt er. Übungsleiter hätten ein Einsehen aufgrund der Situation, mit Sponsoren werde der Verein noch das Gespräch suchen. „So eine Maßnahme ist aber in jedem Fall eine Entlastung für die Vereine“, sagt Böckmann und schiebt nachdenlich hinterher. „Das hört sich für mich so an, als ob der Verband die Saison schon als beendet ansieht.“

VfK-Boss Würz denkt an die Nichtabstiegsparty

Auch keine finanziellen Probleme sieht Thorsten Würz. „Wir haben ja in dem Sinnen keine laufenden Kosten. Wir bezahlen den Spielern ja wirklich nichts“, erklärt der Vorsitzende des VfK Nordbögge. „Ich persönlich rechne auch nicht damit, dass der Spielbetrieb noch einmal aufgenommen wird. Das Gute daran wäre, dass wir die Nichtabstiegsparty schon einmal planen könnten.“

SpVg-Präsident Hahnemann findet Verbands-Initiative gut

425 Euro oder einen Anteil erwartet SpVg-Vorsitzender Peter Hahnemann zurück. „Wieviel lässt sich ja nicht sagen, es hängt ja von der Länge dieser Auszeit ab. So verstehe ich es jedenfalls.“ Gut findet Hahnemann, dass sich der Verband überhaupt Gedanken zum Thema Finanzen der Vereine gemacht hat.

Kayabasi will bei IG mit Sponsoren und Trainern reden

Als den sprichwörtlichen Tropfen auf den heißen Stein empfindet Hasan Kayabasi die zu erwartende Summe vom Verband. „Wichtig ist es momentan, die Spieler bei Laune zu halten“, erklärt der sportliche Direktor der IG Bönen. „Und wir müssen mit Sponsoren und Trainern reden.“ Dass der Fußball im momentanen Ausnahmezustand zurücksteht. Dafür hätten alle Verständnis.

Eine Saison wie ein gebrauchter Tag

Kayabasi macht sich trotzdem Gedanken über den Wiedereinstieg in den sportlichen Alltag. Und ist da nicht sehr zuversichtlich: „Ich persönlich gehe davon aus, dass es länger dauert. Und wir müssen noch ein Drittel der Spiele bestreiten. Abbrechen und über Aufstieg und Abstieg zu entscheiden kann bei einem Schnitt nur ungerecht sein.“ Die Saison fühle sich wie ein gebrauchter Tag an.

FLVW-Taskforce überprüft fast täglich die Lage

Zur Frage, ob der Spielbetrieb im Amateurbereich und in welcher Form er überhaupt fortgesetzt werden wird, dazu äußerte sich der FLVW nicht. Eine Taskforce setze sich aber täglich mit dem Thema auseinander. Die strikten Regelungen, zum Beispiel, dass der Spielbetrieb am 30. Juni zu enden hat, werden überdacht. Der Deutsche Fußballbund habe bereits daran gedacht, allgemein verbindliche Regelungen auszusetzen, erklärt Verbandschef Gundolf Walaschewski. An ein vorzeitiges Saisonende sei mit Blick auf bestehende Satzungen schon aus haftungsrechtlichen Gründen nicht zu denken. Es sei einfach noch zu früh für solche Entscheidungen.

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